Montag, 11. Dezember 2017

Eine anspruchslose, aber ansprechende Kompensation

Luzian Geier und Helene Eichinger: Dorf-Sport-Welt – Jahrmarkt / Banat – Erinnerungen, Erlebnisse und Bilder – Versuch einer Dokumentation; HOG Jahrmarkt, Freiburg / Sölden, 2017; für 15 Euro plus 2,60 Euro Porto erhältlich bei Manfred Rosner, Tel. 07121/6967892 und Helene Eichinger, Tel. 0761/408663

Es gibt sie, diese Faltblätter, Broschüren und Bücher, die bewusst nur einen bestimmten Leserkreis ansprechen. Sie erscheinen, oft sogar regelmäßig, in Sportvereinen, Kirchen, Landsmannschaften, Parteien und anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Diese Tradition wird auch von der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Jahrmarkt gepflegt. Und das in einer ziemlich originellen Art und Weise. Was andere HOGs in so weit wie möglich wissenschaftlich fundierten Ortsmonografien für nachfolgende Generationen, wie es gerne so schön heißt, festhalten, versuchen die Jahrmarkter Luzian Geier und Helene Eichinger durch lose erscheinende (meistens an im Zweijahresrhythmus stattfindenden HOG-Treffen) Themenpublikationen zu kompensieren.

Originell ist auch ihre Herangehensweise. Obwohl der Name Geier in der Banat-Forschung einen guten Ruf hat, nimmt der Journalist a. D. und Heimatforscher in den von ihm betreuten Publikationen zu seiner Heimatgemeinde Jahrmarkt Abstand von jeglichem wissenschaftlichen Anspruch. So auch in der letzten Veröffentlichung der HOG Jahrmarkt, die er zusammen mit der HOG-Vorsitzenden Helene Eichinger mit eigenen Texten bestückt und herausgebracht hat.

Man kann zu dieser Vorgehensweise stehen, wie man will. Wichtig ist, was hinten rauskommt, wie ein deutscher Bundeskanzler einmal meinte. Und das ist in diesem Fall ein 250 Seiten umfassendes Buch zum Thema Sport in Jahrmarkt – als die Jahrmarkter noch dort lebten – und sportliche Aktivitäten ehemaliger Jahrmarkter und ihrer Nachkommen hier in Deutschland und in einem Fall in Österreich.

Die Herausgeber bezeichnen ihr Werk als Versuch einer Dokumentation. Also darf schon mal das eine oder andere im Ungefähren bleiben. Solange die Leute das Buch kaufen und beim Lesen in Erinnerungen schwelgen können, machen solche Veröffentlichung Sinn: große Schrift und viele Bilder – also gedacht für die Altersstufen ab 50. Sie können sich mit dem Geschilderten (in Hochdeutsch und Mundart) noch identifizieren und nach bekannten Gesichtern suchen.

Die Beiträge und Zeitzeugeninformationen stammen neben den Herausgebern von Josef Rosner, Peter Kramczynski, Paul Schneider, Susanne Hedrich, Elisabeth Häcker, Michael Lukas, Katharina Kilzer, Erich Tassinger, Olivian Ieremiciu, Mathias Posler, Katharina Scheuer, Johann Pannert, Peter Eichinger, Franz Urban, Erna Linz, Andrea Britt-Dillenberger und Hans Stefan. Für Redaktion und Layout sind Helene Eichinger und Heidi Hajosch verantwortlich.

Jahrmarkter, die auf Erinnerungen, Erlebnisse und Bilder aus der alten Heimat Lust haben, sollten sich dieses Buch kaufen. Es wurde von Jahrmarktern für Jahrmarkter geschrieben, ist leicht lesbar und könnte so manchem Alt-Jahrmarkter noch Freude über Rückkopplungen an entfernte Jugendzeiten bereiten, wie weit auch immer diese schon zurückliegen.

Anton Potche

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Viele Einzelschicksale in Stichworten

Advent. Die Zeit der Lichter. Aber auch die Zeit der Rückbesinnung. Auf das eigene Leben und das Leben Anderer: bekannter und unbekannter Menschen. Das geht schlecht auf lichtdurchfluteten, mit Süßigkeiten und Geschenken überfrachteten Weihnachtsmärkten. Aber es funktioniert ganz gut in ruhigen, warmen (im Sommer kühlen) Museumsräumen. In Ingolstadt ist das zurzeit der Fall. Im Bayerischen Armeemuseum im Neuen Schloss – bis an dessen Eingangstor hat sich der Weihnachtsmarkt in den letzten Jahren ausgebreitet – kann man eine Sonderausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma besuchen. Gefördert wird die Initiative von der Kulturstiftung des Bundes. Die Ausstellung trägt den Titel „Rassendiagnose: Zigeuner“ – Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung.

Schautafeln mit Bildern, Zitaten und kurzen Informationen rufen den Besuchern eine Zeit ins Gedächtnis, von der man sich wünscht, es hätte sie nie gegeben, und die man schon darum nie vergessen soll, damit sie sich nie wiederholen wird. Wie wir heute wissen, ist das leider nur ein frommer Wunsch.

Das Ausmaß eines Genozids kann nie in seiner gesamten Tragweite erfasst werden, besteht es doch aus unzähligen Einzelschicksalen, die nur stichwortartig zu einem Gesamtbild beitragen können. So geht es auch dieser Ausstellung. Aber es reicht aus, um diesen Museumssaal in Gedanken versunken zu verlassen und nach wenigen Schritten auf dem Ingolstädter Paradeplatz, umgeben von weihnachtlich gestimmten Menschen in glanzvollem Budenzauber, seinem eigenen Schicksal demütig zu danken, im Hier und  Jetzt leben zu dürfen.

Die Stichworte (Tafelüberschriften) dieser Ausstellung habe ich mir in einen Notizblock notiert: 1.) „Rassendiagnose: Zigeuner“ – Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung, 2.) Populäre „Zigeuner“-Bilder [unter der Überschrift Schöne Zigeunerin wird eine rumänische Postkarte vom Anfang des 20. Jh. und eine Fotoreproduktion des Gemäldes Drei Zigeuner von Alois Friedrich Schönn (1826 – 1897) nach dem bekannten Gedicht Nikolaus Lenaus (1802 – 1850) Die drei Zigeuner gezeigt], 3.) Gesellschaftliche Teilhabe [man sieht Bilder von Sinti und Roma aus der Arbeitswelt und der Kultur wie etwa den Moskauer Roma-Chor vom Ende des 19. Jh.], 4.) Ein gegen „Zigeuner“ gerichtetes Sonderrecht [Schon im Kaiserreich und in der Weimarer Republik gab es in Deutschland Sonderrechte gegen die „Zigeuner“.], 5.) Selbstbehauptung [gezeigt werden Bilder von in  der Wirtschaft und im Militär gut integrierter Sinti & Roma.], 6.) Der Völkermord an Sinti und Roma im nationalsozialistisch besetzten Europa [Schätzungsweise kamen 500.000 Menschen dieser Volksgruppe ums Leben.],  7.) Rassenideologie als Staatsdoktrin 8.) Totale Erfassung: die „Rassenhygienische Forschungsstelle“, 9.) Kommunale Zwangslager für Sinti und Roma [In Berlin-Marzahn gab es ein solches Lager.], 10.) Formen der Ausgrenzung [In Minden hat ein Schild aus dem Jahre 1943 mit der Inschrift „Zigeunern und Zigeunermischlingen ist das Betreten des Spielplatzes verboten.“ die Zeit überdauert], 11.) Ausschluss aus dem Arbeitsleben, 12.) Ausschluss aus den Schulen, 13.) Ausschluss aus der Wehrmacht, 14.) Einweisung in die Konzentrationslager [ab 1938/1939 in Buchenwald, Sachsenhausen, Mauthausen, Ravensbrück, Dachau], 15.) Österreich, 16.) Die Organisation der Vernichtung: das „Reichssicherheitshauptamt“, 17.) Die ersten Deportationen in das besetzte Polen [Am 21. September 1939 fand unter Heydrichs Leitung eine SS-Konferenz statt, auf der die Deportation von 30.000 „Zigeunern“ aus dem Reich nach Polen beschlossen wurde. Was dann auch geschah.] 18.) Sinti und Roma in den Gettos und Zwangsarbeitslagern,
Fotos: Anton Potche
19.) Die europäische Dimension des Völkermords an den Sinti und Roma, 20.) Tschechoslowakei, 21.) Polen, 22.) Frankreich und Belgien, 23.) Niederlande, 24.) Serbien, 25.) Italien, 26.) Kroatien, 27.) Rumänien [Antonescu bei Hitler], 28.) Sowjetunion [Sinti und Roma in Ostrow organisierten eine Widerstandsgruppe gegen die deutsche Besatzungsmacht.] 28.) Ungarn, 30.) Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, 31.) Der Deportationsbefehl Himmlers vom 16. Dezember 1942 [betraf 23.000 Sinti und Roma], 32.) Verweigerte Hilfe: Die Rolle der katholischen Bischöfe [Die geistlichen Herren spielten eine höchst unrühmliche Rolle.], 33.) Der Lagerabschnitt BIIe in Auschwitz-Birkenau: das „Zigeunerlager“ [In diesem Lagerabschnitt waren 23.000 Menschen interniert. 90 Prozent von ihnen sind dort gestorben.], 34.) Mengeles Menschenversuche in Auschwitz-Birkenau [mit einem Foto, das man nicht verdrängen kann - grauenvoll], 35.) Der Widerstand am 16. Mai 1944 und die „Liquidierung“ des „Zigeunerlagers“ am 2./3. August 1944 [Der Widerstand der Insassen endete mit ihrer Vergasung.], 36.) Der Weg bis zur Befreiung [Todesmärsche im Frühjahr 1945], 37.) Schwieriger Neubeginn, 38.) Die Deutungsmacht der Täter [Ehemalige SS-Schergen waren nach dem Krieg in bundesdeutschen Polizeiämtern tätig. Sie rechtfertigten ihre verbrecherischen Taten mit dem sperrigen Begriff „Kriminalprävention“.], 39.) Verweigerte Entschädigung und verspätete Aufarbeitung, 40.) Aus dem Schatten heraustreten: Die Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma [Diese Bewegung gibt es seit Ende der 1970er Jahre.] 41.) Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma [gegründet 1982], 42.) Kein Aufbruch nach 1989: Roma als Opfer gesellschaftlicher Ausgrenzung und rassistischer Gewalt [Das ist vorwiegend eine Problematik des früheren Ostblocks.], 43.) Antiziganismus auf dem Vormarsch [Mit 10 bis 12 Millionen Menschen bilden die Sinti und Roma die größte Minderheit Europas.], 44.) Zwanzig Jahre Kampf um ein würdiges Erinnern: Das nationale Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma [befindet sich seit dem 24. Oktober 2012 in Berlin zwischen dem Brandenburger Tor und dem Reichstagsgebäude. Es ist ein Werk des Künstlers Dani Karavan (*1930)].

Die Ausstellung kann bis zum 7. Januar 2018 besichtigt werden.
Öffnungszeiten
Di – Fr: 9:00 – 17:30 Uhr
Sa/So/Feiertage: 10:00 – 17:30 Uhr
24., 25. und 31. Dezember geschlossen
Der Eintritt in die Sonderausstellung ist frei.
Anton Potche

Donnerstag, 30. November 2017

November 2017 – Giarmata in den Medien

Ein Punkt
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 08.11.2017
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 13. Spieltag
CS Nuova Mama Mia Becicherecu Mic - CS Millenium Giarmata  1:1 (0:0)
Torschützen: Daniel Radu (Min. 54) für die Gastgeber und Anagor (Min. 77) für Giarmata
Aufstellung CS Millenium: MiklosSporin, Buzdugan, Stupu, RusDomșa, Codrea, Stoica, Ghighilicea, Ștefănescu (46, Brănișteanu) – Anagor
Tabellenplatz: 13 CS Millenium Giarmata  9
+ + + Gespielt wurde im Arpad-Thierjung- Stadion in Jimbolia / Hatzfeld. + + +

Sieg und Niederlage
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 14.11.2017
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 14. Spieltag
Petroman - Millenium II Giarmata  2:1
Unirea Banloc - Unirea Cerneteaz   1:2
Tabelle: 7 Unirea Cerneteaz  22
              9  Millenium II Giarmata  21

Gemeinderatssitzung am 29. November
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 23.11.2017
Bürgermeister Virgil Bunescu hat für den 29. November den Gemeinderat einberufen. 11 Tagesordnungspunkte sind zu bewältigen. Punkt 1 und 2 beziehen sich auf den Wachstumspool Timișoara, in dem sich auch Giarmata befindet. Bei Punkt 3 geht es um das „Schulnetz“ (rețea școlară) in Giarmata. Bei Pkt. 4 soll über denVerkauf einer Immobilie verhandelt werden. Von 5 bis 9 dreht sich dann alles um die Konzessionierung von 50 und den Verkauf von 100 Grundstücken im Frühlingsviertel (Cartierul Primăverii). Für Pkt. 10 und 11 sind „Verschiedenes“ und „Diskussionen“ vorgesehen.
+ + + Auch diese Sitzung zeigt: Giarmata wächst und wächst. + + +

Heimsieg zum Schluss der Hinrunde
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 24.11.2017
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 14. Spieltag
CS Millenium Giarmata - Centrul Național de Pregătire Timișoara  2:0 (0:0)
Torschützen: Alexandru Cherecheș (Min. 49) und Darius Buzdugan (Min. 62)
Aufstellung CS Millenium: Miklos – Sporin, Buzdugan, Cherecheș, Ștefănescu (67, Pricop)– StupuCodrea (87, Vîț) – Stoica (60, Ciontu), Ghighilicea (78, Grunță), RusAnagor.
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  12
+ + + Die letzten Spiele der Hinrunde werden am 1. Dezember, dem Nationalfeiertag Rumäniens, absolviert. + + +

Torreiche Heimsiege
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 26.11.2017
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 15. Spieltag
Millenium II Giarmata – Utvin   4:2
Unirea Cerneteaz - Petroman  5:2
Tabelle: 6 Unirea Cerneteaz  25
              Millenium II Giarmata  24 

Foto: BanatulAzi.ro
Drei vermisste Mädchen
aus BanatulAzi.ro, Timişoara / Temeswar; 27.11.2017
Die Polizei sucht nach drei vermissten Mädchen und bittet die Bevölkerung um Hilfe. Zwei der Mädchen stammen au einem Mädchenheim in Giarmata: Cozaciu Giorgiana Nicoleta, 16 Jahre alt, 1,50 m groß, ca. 70 kg schwer, rotes Haar, blaue Augen und Muntean Mireana Delia, 15 Jahre alt, 1,60 m groß, ca. 70 kg schwer, braunes Haar, braune Augen. Das dritte Mädchen stammt aus Temeswar: Pentek Anamaria, 15 Jahre alt, 1,55 m, 54 kg, schwarze Haare, braune Augen, trägt Brille, am Tag ihres Verschwindens trug sie eine weiße Jacke mit schwarzen Streifen, blaue Jeans und schwarze Sportschuhe.
+ + + Hoffentlich landen sie nicht in einem Bordell in Westeuropa. + + +

Winterfest in Giarmata
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 29.11.2017
Am 17. Dezember 2017 findet in Giarmata zum siebenten Mal das Brauchtumsfestival statt.

Siegfried Jung im Interview
aus Radio Timișora - Deutsche Sendung, Timişoara / Temeswar; 29.11.2017
Der in Temeswar geborene, sich als Jahrmarkter bekennende und im Rhein-Neckar-Kreis lebende Tubaspieler Siegfried Jung hat der Deutschen Sendung von Radio Temeswar ein Interview gegeben. Der weltweit als Bläser und Lehrer agierende Musiker mit fester Stelle im Orchester des Nationaltheaters Mannheim stellt kurz sein CD-Erstlingswerk Paesaggio vor. Er ist auf der Scheibe zusammen mit seiner Frau Johanna Jung, eine aus Ingolstadt stammende und im Philharmonischen Orchester der Hansesrad Lübeck musizierende Harfenspielerin mit vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen, zu hören. Seine mündlichen Ausführungen sind mit Tonbeispielen von der CD untermalt. Jung sagte, dass er „die Tube weiterhin als vollwertiges Soloinstrument etablieren will“. Auf musikalische Familienbande angesprochen, meinte er: „Mein Vater war in der Blaskapelle Trompeter in Jahrmarkt [...] und dann lernt man ja seine Partnerin irgendwann im Orchester kennen. So war’s zumindest bei mir.“ Und er erzählt weiter über sein Heimatgefühl, das vor einigen Jahren in ihm aufkam, als er Jahrmarkt und Temeswar besuchte, obwohl seine Eltern mit ihm auswanderten, als er noch ein Baby war.
+ + + Man kann die Sendung noch einige Tage über folgenden Link hören: http://www.funkforum.net/audio/deutsch/?mp3file=20171129_GermanaNET.mp3 . + + +

Heiratsaufgebote im Rathaus von Giarmata im November 2017
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt
1.) Ștefăneasa Mihai-Marian, 25 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș ∞ Sava Florina-Mădălina, 25 Jahre alt, aus Timișoara, Kreis Timiș  (09.11.2017)
2.) Rubină Liviu, 24 Jahre alt, , aus Giarmata, Kreis Timiș ∞ Petrovici Sabrina, 22 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș  (28.11.2017)

Der Bürgermeister im Interview
aus FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; November 2017
Roxana Furdean stellte Bürgermeister Virgil Bunescu nur angenehme Fragen. Meistens zur Ruga im September. Alles gut! Es geht in dem Interview auch um den Sport. Auf die Frage nach dem Handball in der Ortschaft sagte der Bürgermeister: „Wir haben eine gute Frauenhandballmannschaft, die noch schöne Erfolge vor sich hat.“ Und auf die Handballtradition in der Gemeinde angesprochen, antwortete er, dass es die gab, „aber im Männerhandball“. Und weiter: „Jetzt reden wir aber vom Frauenhandball, ein Sport, der uns sogar Landesfinals beschert hat.“
+ + + Angenehme Fragen sind leicht zu beantworten. Aber das ist so in den Rathauspostillen – auch bei uns in Deutschland + + +

Montag, 20. November 2017

Seppi und Peppi reden über rumänisches Werteverständnis

Seppi und Peppi sitzen in ihrem Bahnhofscafé und führen ein ernstes Gespräch.

- Wie soll dieses Land nicht untergehen?
- Welches Land?
- Na, das unsere. Siehst du nicht, was da läuft? Lug und Betrug, wo du hinschaust. Keine Werte. Nichts! Gar nichts!
- ??
- Die Kultur liegt am Boden. Zerstört! Kaputtgemacht! Was ist das für ein Land, in dem Schulabbrecher schwindelerregende Karrieren machen. Bis hinauf zum Außenminister.
- Wie kommst du jetzt auf dieses Thema?
- Weil ich gehört habe, dass es auch Länder – oder zumindest eins – in der EU gibt, wo das nicht funktioniert. Gar nicht!
- Wie heißt denn dieses Wunderland?
- Rumänien.
- Wie bitte?
- Sagte ich doch: Rumänien. Dort sind schon die Schulnoten größer und damit aussagekräftiger als in unserem Schulsystem, wo sowieso jedes Bundesland macht, wie sein Kultusminister gerade lustig ist. In Rumänien sind Schulzeugnisse noch etwas wert. Und wehe, du erklimmst einen Posten, der dir nicht zusteht. Dann fliegst du.
- Ehrlich?
- Ja. Man ist eben anspruchsvoll im Lande eines Dracula.
- Und wird wohl gleich gepfählt, wenn ...
- Das heutzutage nicht mehr. Aber deinen Job bist du los. Ganz gleich wo du arbeitest. Sogar in der Kultur.
- In der Kultur? Da brauchst du zuerst Talent und dann kommt der Rest.
- Nicht in Rumänien. Dort haben Schulnoten die größte Aussagekraft. Dort musst du eine Zehn haben – nicht eine mickrige Eins wie bei uns –, um in der Kultur zu bestehen.
- Wau! Ein Beispiel gefällig?
- Da gibt es genug. Zum Beispiel eins, das gerade jetzt in Temeswar, weißt schon, diese rumänische Stadt im Westen des Landes, über die Bühne geht. Dort haben sie jetzt den Intendanten des Deutschen Staatstheaters – die haben so etwas noch – gefeuert.
- Wegen seiner Abschlusszeugnisse?
- Klar. Der Mann hat zwar Deutsch - Englisch und Jura studiert und seinen philologischen Abschluss in einer Arbeit zum Thema Theater gemacht, aber ...
- Klingt doch gut.
- Reicht aber nicht. Denn die Spezialisten im Temeswarer Rathaus haben seine bisherige Intendantenarbeit am Deutschen Staatstheater bewertet. Und ihn benotet, wie sich das in einem makellosen Rechtstaat wie Rumänien auch gehört.
- Und?
- Das kannst du dir doch denken. Es hat eben nicht gereicht: 9,88. Mit so einer Note kannst du keine Kulturinstitution leiten.
- Aha, eine Art Numerus clausus für die Kultur. Also war der Mann – wie heißt er denn? – …
- … Lucian Vărșăndan ...
- … schon länger an dem Haus beschäftigt?
- Zehn Jahre.
- Zehn Jahre? … Und jetzt findest du es gut, dass er keinen neuen Vertrag bekommen hat, nach zehn Jahren am selben Theater? Wegen 0,12 Punkten zur rumänischen Traumnote?
- Na klar! 10 ist 10. Da geht nichts! Gesetze sind heilig in Rumänien. Da galt schon immer nur das Beste vom Besten.
- Und jetzt? Haben sie schon einen neuen Intendanten?
- Na klar. Hier, ich habe eine deutsche Zeitung aus Rumänien gekauft. Ich habe sie zwar noch nicht gelesen, aber da ist eine Überschrift auf der ersten Seite: „Der Beste leitet ab nun die Geschicke des DST“. Das ist dieses deutsche Theater in Temeswar. Aber kannst ja selber lesen.
- Ah, ja. Soll ich laut lesen?
- Ja, bitte.
- „Ioan Bolduran hat, aus der Sicht des Bürgermeisters, geordnetere Studien als Vărșăndan: Er hat die Mechanikfakultät absolviert, danach war er Handelsdirektor in einem landwirtschaftlichen Betrieb und in der Strumpffabrik, und zum Schluss Direktor in der Firma SC Getax SA.“ ... Oh, ja, klingt nicht schlecht für einen Intendantenposten an einem Theater. Da wird wenigstens die Bühnenmechanik einwandfrei funktionieren, die Schauspieler werden regelmäßig mit frischem Obst und Gemüse versorgt und bekommen bestimmt keine kalten Füße - selbst bei der weisen Entscheidung des Temeswarer Bürgermeisters nicht. Wie heißt denn der gute Mann? Ich meine der Bürgermeister? Steht das auch in der Zeitung? … Du bist ja plötzlich so still. Diese rumänischen Wertvorstellungen scheinen dir nicht zu bekommen. Soll ich etwas Starkes bestellen?
- Ja bitte. Aber Doppelte!

Der November ist nicht von ungefähr der das Gemüt bedrückendste Monat des Jahres.

Montag, 13. November 2017

Wann Musikante Spure hinnerlosse

Was macht des noch forr e Sinn, iwer die Egerländer Musikante zu schreiwe. Des passeert doch schun fast täglich, irgendwu in Deitschland odder i’me Nochberschland. Die Kapell hinnerlosst ehre Spure iwerall, wu se spillt: in de Zeidunge, de lokale Radio- un Fernsehsendre un im Internet sowieso. Asso schreib ich nicks, hun ich mer gsaat, merr muss jo net widerholle, was schun hunnerte Annre in der oon odder anner Form mol gschrieb hun. Kaaft hun ich mer die nei CD vun de Egerländer Musikante awwer doch.

Die werscht der jetz ganz lescher onhorche, hun ich mer gedenkt. Norr forr mich. Ohne irgendwelche Geräusche vun wu annerscht. Asso hun ich die Scheib in mei Laptop gschob un die Ohrmuschle ufgsetzt. Start. Un ich war schun vlor. Wie automatisch hun mei Fingre noh der Maus gegriff un e Word-Dokument ufgemach.

Jetz hot die weiß Seit do vor mehr gstann un mer is norr oons Wort ingfall: scheen. Ich kann doch die Seit net vollschreiwe mit oom Wort, obwohl des, was ich gheert, besser gsaat, miterlebt hun, es verdient hätt - e Seit mit oom Wort: scheen. Noo hot’s Booklet, des Heftche, wu bei der CD dabei is, mer aus der Patsche gholf. Gut dass ich nin gschaut hun, un net wie so oft, wann ich die Egerländer Musikante norr forr mich loonich ufspille loss, die Aue glei zugemach hun, un ab geht’s zrick in Zeit un Raum - asso in die 70er Johre vum voriche Johrhunnert un in die Kulturheime in der Banader Haad un Heck.

Fotos: Berns Toni
Die Egerländer hun aah desmolrum forr mich gspillt, im Hinnergrund. Ich hun die Aue  awwer ufgeloss un hun geles. Aah des hot mich bereert, was de Kapellemaaster, de Ernst Hutter, do in des Begleitbichlche ningschrieb hot. Er hot mit seim Sohn Stephan e Marsch komponeert un ne seim „leider viel zu früh verstorbenen Vater und dem Opa [s]einer Söhne“ gewidmet: Gloria Patri. Aah de Klanettist Peter Jenal hot e Stick gschrieb, des wu vun seiner Familie, odder genauer gsaat, vun dem verzählt, was ehm un seiner Fraa desjohr passeert ist: Omama un Opapa. Un de Freek Mestrini hot „seinen Abschied aus der aktiven Musikerlaufbahn gefeiert“, awwer net, bevor er noch zwaa Polkas forr die CD arranscheert hot: Alte Liebe un Dorfschmied.

Wann merr des alles so lest, noo versteht merr aah de Titel vun der CD: Das Feuer brennt weiter. Un es brennt net norr in dee hervorragende Musikante, es brennt aah immer wedder in mer. Und des sogar beim Lese, net norr beim Zuhorche. Ich fahr mer mit der Hand iwer die Frisur un will, un will net glaawe, was do steht: De Safersch Hans is noh em Kapellemaaster de dienstältst Musikant bei de Egerländer Musikante. Jetz muss ich mei Maus ruhe losse. Sie speert, wie mei Hand ziddert. 30 Johr unrem Ernst Mosch un unrem Ernst Hutter Blechmusik zu spille, muss jo so e bissje wie de Himmel uf der Erd sein. Schun forr des hot sich sei abenteierlichi Flucht aus’m Banat – mit seim Bruder Helmut – gelohnt. Lang, lang is des her. Wann ich mich gut erinner, war’s 1982. Zwaa Sticker vum Safersch Hans, die wu, um’s mi’m Hutter seim Wort zu soon, schun längst „Klassiker“ sin, hun die Egerländer forr die CD nei ingspillt. Un die hooße net umesunst Egerländer Perle un Erinnerungen an Zuhaus. Es gebt ka Gegenwart un aah ka Zukunft ohne Vergangenheit. So war un is es aah beim Hans: Die Johrmarker Erinnerung is in e Egerländer Tongebilde gschluppt wie’s Perlmutt in die Muschl, un entstann is e Perle.

Als Beweis, dass so etwas funktioneert, kann merr sich uf der CD e scheene Walzer vu’me annre Johrmarker onhorche. Aah do ware die Erinnerunge mit im Gspill, vleicht sogar e bissje Hoomweh. Wie annerscht wär des Stick zu seim Titel kumm? Am großen Brunnen hot de Turmanns Nicki  sei neiesti Komposition getaaft. Ich waaß nemmi, wu ich mei eerschtes Mädche in Johrmark gekisst hu. Wann ich mer des Stick vum Turmann awwer onhorch, kännt ich mer schun vorstelle, dass er noch net vergess hot, wu er es Kisse geprobt hot. Na vleicht hot jo irgendwu in der Näh es Wasser vum Große Brunne geplätschert.

Ich kann mer aah ganz gut vorstelle – un uf des sin ich sogar stolz – dass de Egerländerchef Ernst Hutter so ähnlich denkt wie ich, weil er schreibt in dem Bichlche: „Die verlorene oder verlassene Heimat ist in unserer heutigen Welt für viele Menschen eine traurige Gewissheit. Viele Lieder sind in unserem Repertoire zu diesem Thema entstanden und werden immer aktuell bleiben. In den Texten darin wird zum Ausdruck gebracht, was Menschen empfinden, die ihre Heimat verloren haben.“

Ich hun geles, dass die Egerländer uf’s Johr uf Ingolstadt kumme. Awwer ich waaß net, ob ich mer des onton un zu dem Konzert gehn werr, weil immer verstärkt sich bei de Egerländer-Konzerte bei mer des Raum- un Zeitgfiehl, des wu ich am Onfang erwähnt hun. Ich speer do an alle Glieder, wie ich jinger werr un … wann ich hoom kumm, muss ich mer noo immer onhorche, dass mei Kerweihmäd un –buwezeit schun lang rum is. Macht nicks, wann norr die Erinnerung bleibt, an de Safersch Hans, de Turmanns Nicki un all die ville Annre, die wu aah mei Lewe vun Gester ausmache.
Berns Toni

Montag, 6. November 2017

Die Schwowe tanze - II

- Gedicht im Johrmarker Dialekt - 

Ich blos in mei Efonium un schau dabei zu,
Wie de Schwowe ehre Not verfliet im Nu.
Die kenne zepple wie ka annre,
Jetzt gebts ka Laad und ah ka Jammre.

Wann Schwoweleiwer schwitze
Un Gemieder sich erhitze,
Muss de Dunst im Saal es wisse,
Dass „die“ Mensche lewe misse.

Trunke trille sich die Schwowe,
Mit glanziche Aue un heiße Ohre.
E Herz, wu tobt in fester Brust,
Des is echti Schwowelust.

[Johrmark, 1983]
Berns Toni




Dienstag, 31. Oktober 2017

Oktober 2017 – Giarmata in den Medien

Stauweiher generalüberholt
aus BanatulMeu.ro, Timişoara / Temeswar; 06.10.2016
Der 1970 auf der Giarmataer Flur Untere Lukin errichtete Stauweiher wurde generalüberholt. „Die hydromechanische Ausrüstung hat fast 50 Jahre lang ihre Schuldigkeit getan“, wird Titu Bojin, Direktor der ABA Banat (Verwaltung der Staugewässer Banat) zitiert. 113.376, 62 Lei haben die Arbeiten gekostet. Auch Taucher der Firma SALVO Timişoara waren an der Sanierung beteiligt.
+ + + De Stausee in der Lukin is vum Wasser aus’m Dritte Grawe gspeist wor, hun ich im Buch „Jahrmarkt im Banat“ nohgeles. + + +

Heimremis
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 08.10.2017
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 7. Spieltag
CS Millenium Giarmata - ACSO Filiaşi  2:2 (0:1)
Torschützen: Ionel Dinu (Min. 36) und Sorin Calu (Min. 90) für die Gäste sowie Dorin Codrea (Min. 70 und 82) für die Gastgeber
Aufstellung CS Millenium: Robert MikloşSinişa Sporin, Darius Buzdugan, Mircea Stupu, Alexandru Cherecheş, Dorin Codrea, Radu Domşa, Ovidiu Ştefănescu (Min. 60, Adrian Bungău), Claudiu Ghighilicea (Min. 80, Aurelian Grunţă), Sebastian  Stoica (Min. 90, Adrian Rus), Ifeanyi Anagor.
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  5
Der Delegierte der Giarmataer Mannschaft, Viorel Vișan, zeigte sich „überrascht von der Schnelligkeit des Gegners“.

Auswärtsniederlagen
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 08.10.2017
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 8. Spieltag
AS Liebling - Millenium II Giarmata  3:1
Jebel - Unirea Cerneteaz   5:2
Tabelle: 8  Millenium II Giarmata  12
12 Unirea Cerneteaz  9

Heimsieg
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 13.10.2017
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 8. Spieltag
CS Millenium Giarmata - CS Șoimii Lipova  2:1 (2:0)
Torschützen: Mircea Stupu  (Min. 11) und Radu Domşa  (Min. 45 + 2) für die Giarmataer sowie Vasinc (Min. 90 +4 ) für die Gästemannschaft
Aufstellung CS Millenium: Robert MiklosSinişa Sporin, Darius Buzdugan, Alexandru Cherecheş, Mircea StupuRadu Domşa, Dorin Codrea, Sebastian Stoica (Andrei Rus, Min. 90+2), Claudiu Ghighilicea, Ovidiu Ştefănescu (Adrian Bungău, Min. 70), Iseany Anagor (Laurenţiu Copoeru, Min. 89)
Tabellenplatz: 10 CS Millenium Giarmata  8

Klatsche
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 15.10.2017
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 9. Spieltag
Millenium II Giarmata – Flacăra Parța  1:7
Unirea Cerneteaz  - AS Liebling  5:1
Tabelle: 10  Unirea Cerneteaz  12
               11  Millenium II Giarmata  12

Vier Spuren
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 18.10.2017
Der Kreisrat des Kreises Timiș / Temesch hat den Ausbau der Kreisstraße 691, Dumbrăvița - Autobahnanschluss Giarmata genehmigt. Der Autobahnzubringer soll auf vier Spuren erweitert werden. Jetzt beginnt die Planungsphase.
+ + + Des hätt sich unser aldi Landstroß aah net troome geloss. + + +

Niederlage nach Führung
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 21.10.2017
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 9. Spieltag
CS U Craiova SA 2 - CS Millenium Giarmata  3:1 (0:1)
Torschützen: Cătălin Ion (Min. 50), Ionuţ Trancă (Min. 72), Jovan Markovic (Min. 90) und Claudiu Ghighilicea (Min. 15) für Millenium.
Aufstellung CS Millenium: MiklosSporin, Cherecheş, Stupu, Ştefănescu (Min. 81, Copoeru), Buzdugan, Domşa, Stoica (Min. 80, Rus), Ghighilicea, Grunţă (Min. 71, Pricop), Anagor.
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  8

Gemeinderat wird einberufen
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 23.10.2017
Für den nächsten Tag schon wird der Gemeinderat Giarmata einberufen. Es gibt nur zwei Tagesordnungspunkte, die sich aber um viel Geld drehen. Die Wasserleitung und Kanalisation in Cerneteaz sollen 11 Millionen Lei kosten.

Produktionsstart in Giarmata
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 24.10.2017
Der kanadische Autozulieferer Litens Automotive Group hat in seinem neuen Werk in Giarmata, Litens Automotive Eastern Europe, zwei Produktionslinien eröffnet. Die funktionsfähigen Herstellungslinien wurden eine aus Kanada und die andere aus Deutschland angeliefert. Im Jahre 2019 sollen in der Fabrik in Giarmata 250 Menschen beschäftigt sein. Die Firma ist auf den Bau von Riementriebkomponenten spezialisiert. CEO Paul Robinson hofft auf „gute Beziehungen zu neuen Zulieferern“. Das sollte eigentlich neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.
+ + + Ich freue mich für Giarmata und hoffe, dass mit der Verlagerung der zwei Produktionslinien keine Arbeitsplätze in Kanada und Gelnhausen (Deutschland) vernichtet wurden. + + +

Schon wieder Gemeinderatssitzung
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 25.10.2017
Für den 30. Oktober wird der Gemeinderat wieder einberufen. Diesmal gibt es 33 Tagesordnungspunkte zu bewältigen. Meistens geht es um Grundstücke. Auch die Müllentsorgung ist ein Thema, die Kirche in Cerneteaz soll repariert werden und die dortige Friedhofskapelle benötigt Instandhaltungsmaßnahmen, über die Planfeststellungsverfahren für das „Haus der Verheirateten“ und den „Termalkomplex Giarmata“ soll diskutiert und entschieden werden, auch ein Fotovoltaikpark ist im Gespräch und hat es auf die Tagesordnung geschafft.

Blackout
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 27.10.2017
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 10. Spieltag
CS Millenium Giarmata - ACS Ghiroda  2:4 (2:0)
Torschützen: Pop (Min. 68), Saizu (Min. 78), Baranyi (Min. 80, 90+2)) für die Gäste und Anagor (Min. 17), Gavriluță (Min. 18, Eigentor) für Millenium.
Aufstellung CS Millenium: Robert Miklos, Sinisa Sporin, Mircea Stupu, Alexandru Cherecheș, Darius Buzdugan, Radu Domșa, Dorin Codrea, Ovidiu Ștefănescu, Sebastian Stoica, Claudiu Ghighilicea, Ifeanyi Anagor.
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  8
+ + + Auch wenn Trainer Răzvan Leucă über die Schiedsrichterleistung schimpft, darf man nicht vergessen, dass ein Fußballspiel eben zwei Hälften hat. Ein Fußballblackout wird oft hart bestraft. Das erinnert mich an ein 4:4 zwischen Deutschland und Schweden, nachdem die deutsche Mannschaft mit 4:0 geführt hatte. + + +

Hoher Sieg und Remis zu Hause
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 29.10.2017
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 11. Spieltag
Millenium II Giarmata – Gloria Uivar  7:2
Unirea Cerneteaz - Ripensia II Timișoara  1:1
Tabelle: 8  Millenium II Giarmata  15
10 Unirea Cerneteaz  13

Auch die Kleinsten sind im Wettkampfmodus
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 31.10.2017
Fußball – Juniorenkreismeisterschaft – Junioren C (Jahrgänge 2003 – 2004) – 9. Spieltag
LPS Banatul – CS Millenium Giarmata  7:0
Junioren E (Jahrgänge 2007 – 2008) – 10. Spieltag
CS Millenium GiarmataASU Politehnica 1-5

Wie ein Pfarrbrief
aus FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; Oktober 2017
Inhalt und Gestaltung ähneln diesmal einem Pfarrbrief. Die Redakteurin Roxana Furdean führt ein ausführliches Gespräch mit dem orthodoxen Dorfpfarrer Sorin Vasiu. Der Geistliche erläutert alle Reparatur- und Verschönerungsarbeiten, die heuer schon an der orthodoxen Kirche durchgeführt wurden und die noch anstehen. Die Kosten wurden von den Gläubigen und dem Rathaus getragen. Er zeigt sich auch erfreut darüber, dass die Gemeinschaft (comunitatea) in Giarmata langsam zusammenwächst. 
+ + + Von anderen Spendern hat er nichts erwähnt. Hätte ja sein können. Bei entsprechenden Kontakten (auch ins Ausland) ist alles möglich. + + +

Montag, 23. Oktober 2017

Wie Matthias Kehle und Răzvan Georgescu in eine rumänische Literaturzeitschrift kommen

Matthias Kehle ist ein im deutschen Literaturbetrieb gut vernetzter Schriftsteller. Er wurde 1967 in Karlsruhe geboren und studierte an der Universität Heidelberg Germanistik und Soziologie. Bei Wikipedia sind 18 Werke von ihm (Autor & Mitautor) gelistet. Das letzte ist ein zweisprachiger Gedichtband Fundus / Stoc. Den Originals sind in dieser Publikation die rumänischen Übersetzungen gegenübergestellt. Der Herausgeber, Schriftsteller und Übersetzer Traian Pop Traian zeichnet für die rumänische Version von  Kehles Gedichten. Das Vorwort des 86 Seiten starken Büchleins (ISBN: 978-3-86356-149-9, 14,00 €) wurde von Cătălin Dorian Florescu verfasst.

Die Septemberausgabe der Temeswarer Literaturzeitschrift ORIZONT kündigt für den Herbst das Erscheinen „einer Anthologie“ mit Gedichten von Matthias Kehle an, von denen einige in der rumänischen Variante auf der gleichen Seite (23) den Lesern präsentiert werden. Ich nehme an, dass die rumänischen Redakteure von ORIZONT mit der angekündigten Anthologie den im POP-Verlag erschienenen Gedichtband Fundus / Stoc meinen, der schon auf dem Markt ist.

Das allein erklärt noch nicht, warum ORIZONT von dieser Neuerscheinung (wenn auch leicht irritierend – es sei denn, es erblüht wirklich auch noch eine Blumenlese in diesem Herbst mit Gedichten von Kehle) berichtet. Näher kommen wir einer Erklärung aber schon, wenn wir berücksichtigen, dass Traian Pop Traian ein gebürtiger Kronstädter (Brașov) mit Studienzeit in Temeswar ist und Cătălin Dorian Florescu in Temeswar (Timișoara) geboren wurde. Dazu sollte man sagen, dass Traian Pop Traian im Jahre 2002 den Preis des Rumänischen Schriftstellerverbandes der Filiale Temeswar, die auch ORIZONT herausbringt, erhielt. Und Florescus schriftstellerischer Werdegang im deutschsprachigen Raum wird seit Jahren wohlwollend in Rumänien und besonders in Temeswar verfolgt. Dass Pop sich seit vielen Jahren als Verleger bemüht, rumänische Literatur deutschen Lesern schmackhaft zu machen, ist keine Neuigkeit. Umso erfreulicher ist es, jetzt feststellen zu können, dass man auch versucht, den umgekehrten Weg zu gehen – also vom Deutschen ins Rumänische. Die Netzwerke in die alte Heimat scheinen noch intakt zu sein. Und das ist gut so, sonst wäre der Name Matthias Kehle nie und nimmer in einer rumänischen Literaturzeitschrift anzutreffen.

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Die im Zweiwochenrhythmus in München erscheinende Wochenzeitung BANATER POST hat am 20. August einen Nachruf von Halrun Reinholz „zum Tode des Filmregisseurs Răzvan Georgescu“, der „nur 51 Jahre alt geworden“ ist, veröffentlicht. Er lebte als Lenau-Schüler und danach als Erwachsener ein „Dasein als (rumänische) Minderheit in der (rumäniendeutschen) Minderheit“.

Die Leser der BANATER POST konnten dann in der Doppelnummer vom 15. September das Redemanuskript eines Vortrages lesen, den Răzvan Georgescu beim Lenau-Schultreffen 2011 in Neusäß gehalten hat. Der Text trägt in der Zeitung die Überschrift Ein Escu unter Deutschen – ewig Fremder oder überall zuhause? So und nicht anders wird man vom Kind rumänischer Eltern zum deutschen Intellektuellen. Ich könnte mir vorstellen, nicht der Einzige zu sein, der diesen Essay zweimal gelesen hat. Sprachwitz gepaart mit einer gut meinenden Beobachtungsgabe ermöglichen einen Lesegenuss, der stark mit dem Veröffentlichungsgrund dieses Textes kontrastiert. Dabei hat man nie den Eindruck, dass sein Autor sich, bei aller Sympathie für die deutsche Sprache und Kultur, von seiner nationalen Identität, also dem Rumänischen, entfernt.

Und wie dieses angeborene Rumänischsein sich im Alltag  Răzvan Georgescus manifestierte, kann man in der oben erwähnten Nummer der Literaturzeitschrift ORIZONT auf Seite 24 in einem berührenden Nachruf von Cătălin Dorian Florescu nachlesen. Dort erfährt der Leser schon im ersten Absatz, wie mächtig Sprache und insbesondere die Muttersprache auf offene Gemüter wirkt: „Ich habe Răzvan Georgescu vor mehr als 10 Jahren kennengelernt, in Amsterdam. Wir waren drei Freunde und Schulkollegen aus Temeswar und unterhielten uns, auf der Suche nach einem Restaurant, laut auf der Straße. Răzvan, der dort an einem Dokumentarfilmfestival teilnahm, hat uns gehört, überquerte die Straße und schloss sich uns an.“

So entstehen dauernde Bekanntschaften und sogar Freundschaften. Und wenn die Protagonisten dann auch in der gleichen Mehrsprachigkeit beheimatet sind, und das sogar noch im literarischen und kulturellen Spektrum, dann sind Nachwirkungen über den Tod hinaus keine Seltenheit. Răzvan Georgescu und Cătălin Dorian Florescu gehör(t)en zu diesen kreativen Wanderern zwischen den Sprachen.
Anton Potche

Montag, 16. Oktober 2017

Wenn die Tuba mit der Harfe

Beim Label Coviello Classic der Produktionsfirma MBM findet man Musikproduktionen von so namhaften Orchestern und Ensembles wie Sinfonieorchester Aachen, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Radiophilharmonie des NDR, Nomos Quartett, Hörner der Berliner Philharmoniker, Salzburg Chamber Soloists und viele andere. Auch das Orchester des Nationaltheaters Mannheim gehört schon länger dazu - aber jetzt mit einer neuen Produktion: PAESAGGIO – WORKS FOR TUBA AND ORCHESTRA.

Diese aus tontechnischer Sicht hervorragende CD weist mehrere Besonderheiten auf. Da wäre einmal das sehr flexibel musizierende Orchester des Nationaltheaters Mannheim, das bei dieser Einspielung unter der Leitung von Walter Hilgers stand und eine exzellente Begleitrolle einnahm. Als Hauptakteure, und das wäre eine weitere Besonderheit, fungieren eine Solistin und ein Solist auf zwei Instrumenten, die man höchst selten – wenn überhaupt - im Duett erleben kann: Johanna Jung an der Harfe und Siegfried Jung an der Tuba. Dass dann auf dem Cover nur der Tubist abgebildet ist, hat weniger damit zu tun, wer in der Familie Jung das Sagen hat, sondern mehr mit dem musikalischen Schwerpunkt, der diesmal auf der Tuba liegt. Fünf Stücke wurden für diese Scheibe eingespielt – und alle für Tuba und Orchester sowie vereinzelt zusätzlich für Harfe und Klavier. Als weitere Besonderheit sollte nicht unerwähnt bleiben, dass zwei der Werke sogar für das Ehepaar Jung komponiert wurden und hier ihre Einspielpremiere erlebten.

Ralph Vaughan Williams’ (1872 – 1958) Konzert für Basstuba und Orchester wurde von den seit Langem erfolgreich kooperierenden Orchestermusikern Walter Hilgers am Pult und Siegfried Jung am Instrument schon öfters mit diversen Ensembles aufgeführt – in Rumänien sogar mit der berühmten Philharmonie George Enescu aus Bukarest. Die Art und Weise, wie die zwei Musiker dieses Konzert gestalten, führt dazu, dass die Tuba ihren Ruf des Exoten im klassischen Instrumentarium einbüßt – was natürlich auch so gewollt ist. Die Tuba ist ein gleichwertiges Instrument im Kreise der etablierten Blas- und Streichinstrumente eines symphonischen Orchesters. Ja, mehr noch, sie wird auch allen solistischen Ansprüchen gerecht – wenn sie von den richtigen Musikern geblasen wird. Wie eine Tube in einem Orchesterkonzert in der Solorolle klingen muss, wird von Siegfried Jung in dieser R. V. Williams-Einspielung demonstriert: sehr gefühlbetont in den Kantilenen, in den Tonhöhen sich dem Schönklang des Euphoniums nähernd und virtuos in den schnellen Passagen.

Das zweite Stück dieser CD ist ein Auftragswerk: Divertimento für Tuba, Harfe und Orchester. Wie das vorausgehende ist auch dieses ein Drei-Satz-Werk. Komponiert wurde es von Willi März, ein Münchner Komponist und Arrangeur, der seine Herkunft schon im ersten Satz seines Werkes nicht verleugnet. (Und schon längst nicht im dritten, ein Zwiefacher. Ich erinnerte mich sofort an meinen ersten Einsatz in einer bayerischen Blaskapelle aus Schierling. Plötzlich hieß es da: eins, zwei, drei; eins, zwei, drei; eins, zwei; eins, zwei; und dann wieder zwei Dreiertackte, gefolgt von zwei Zweiertackten und immer so weiter – für einen Banater Schwaben äußerst ungewöhnlich. Ich habe zwar kein Blut geschwitzt, musste aber schnell erkennen, dass man hier mit Hören weiter kommt als mit Zählen.) Tja, da trifft sich anspruchsvolle Klassik mit aus dem Volk übermitteltem Musikantentum. Und dazu kommt eine harmonische Instrumentalehe. Welch herrliche Musik, wenn Harfe und Basstuba wie hier harmonieren. Ich konnte beim Zuhören keine Anlehnungen an andere Werke und schon längst nichts Epigonenhaftes erkennen. Aber etwas Estradenhaftes wohnt dieser Musik inne. Du kannst sie einfach überall spielen. Man kann sie sich sowohl in einem Konzertsaal als auch in einem Kurortpavillon vorstellen. Was dabei allerdings stimmen muss, ist die Qualität des Orchesters und der Solisten. Also Musik, der jedermann lauschen, aber die nicht jedermann spielen kann.

Als drittes Stück beinhaltet diese Produktion ein 20minütiges Musikepos von Torbjörn Iwan Lundquist (1920 – 2000). Als ich die ersten Takte vernahm, fiel mir sofort Finlandia ein. (Nicht der Vodka, sondern Jean Sibelius’ sinfonische Dichtung.) Aber von dem, was Finnen empfinden, liegen die Schweden anscheinend nicht allzu weit entfernt. Torbjörn Iwan Lundquist hat mit Landscape für Tuba, Streichorchester und Klavier genau die passende Musik zu den naturbetonten, oft schroffen und endlosen Landschaften Skandinaviens komponiert. Das war wirklich so: Ich habe beim zweiten Abspielen dieses Stückes das Licht im Zimmer ausgemacht und mir diese Musik bei hereinschauendem Mond zu Gemüte geführt. Off, ich hatte schon Angst, da kommen sich Tuba und Orchester in die Quere. Zum Glück waren die boshaften Akkorde nach dem gleitenden Tubasolo zu Beginn des Stückes nur eine Andeutung der auch unwirtlich sein könnenden Landschaft des Nordens. Man einigte sich schnell, weil der Komponist es eben so wollte. Und ich durfte bei herbstlichem Mondschein meine Einsamkeit genießen. Manchmal kann Alleinsein so schön sein. Wie zum Beispiel bei dieser Musik.

Johanna Jung
Fotoquelle: Booklet
Das vierte Stück ist auch eine Auftragskomposition. Andrea Csollány (*1964) hat sie für das in der Pfalz beheimatete Ehepaar Jung  - er, Siegfried,  ein geborener Banater Schwabe und sie, Johanna, eine Oberbayerin – geschrieben: Prayer für Tuba, Harfe und Streicher. Laut Booklet (ausführlich und zweisprachig: deutsch – englisch, mit gelungenen Schwarzweißfotos) bedeutet Prayer Gebet. Welch ein Widerspruch zum Inhalt. Wer dieser Musik lauscht, vergisst doch zu beten. Diese Melodiecluster zwingen dich zum Lauschen, wie beim Lesen eines guten Buches. Wie geht es weiter? Liegt da nicht ein Flimmern über der endlosen Puszta? Die Sonne versinkt am Horizont. Ich spekuliere einfach. Als Hörer darf ich das doch. Der Name der Komponistin deutet auf diese Möglichkeit hin. Und der Geburtsort des Tubisten? Der liegt am Rande des pannonischen Beckens. Da ruft der Sonnenuntergang in der Sommerhitze das gleiche Flimmern hervor. Und die Harfenistin? Ihre Heimatstadt liegt an der Donau, dem Strom, der die Puszta durchquert und auf dem vor 300 Jahren die Ahnen des Tubisten ins Banat fuhren. Wer weiß, vielleicht haben sie ja in Ingolstadt angelegt. Sollten diese historischen Hintergründe eine Seelenverwandtschaft rechtfertigen, dann ist Prayer der richtige Titel für dieses faszinierende Stückchen Musik – auch wenn man beim Zuhören das Beten vergisst.

Zum Schluss eines gelungenen Konzertes gibt es oft eine oder auch mehrere Zugaben. In der Klassik ist es meistens ein Ohrwurm. Siegfried Jung spielt in Liveauftritten gerne den Rumänischen Tanz Nr. 2 von Ionel Dumitru (1915 – 1997), doch nicht die Originalfassung für Tuba und Klavier sondern ein Arrangement für Tuba und Orchester von Willi März. Und man muss schon sagen, der Münchner Komponist & Arrangeur hat den Ton getroffen. Es ist der gleiche, dem schon Béla Bartók (1881 – 1945) mit seinen Rumänischen Tänzen Weltruhm verschafft hat. Ein Ton, der die Alltagsmühen wie auch die Leichtigkeit und Heiterkeit der Völker Südosteuropas in ein musikalisches Gewand kleidet – nicht nur das der Rumänen. Und dieses Gewand mit einem Tubaton genäht ist noch mal eine Kunst für sich. Wer sich davon überzeugen will, sollte sich diese CD besorgen. Sie klingt mit Ionel Dumitrus virtuosem Tubastück aus.

Irritierend war für mich bei aller Begeisterung für die gehörte Musik die Beschriftung des Covers. Dreisprachig: Paessagio (italienisch), Works for Tuba and Orchestra (englisch), Siegfried Jung – Tuba (deutsch, englisch), Johanna Jung – Harp (englisch), Orchester des Nationaltheaters Mannheim (deutsch), Walter Hilgers – Conductor (englisch). Die Qualität dieser Musikproduktion unterstreicht die Internationalität der Musik auch ohne dieses Sprachengemenge auf dem Cover, ganz gleich, was die Gestalter sich dabei gedacht haben.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich diese mit nicht alltäglicher Musik bestückte CD zu besorgen. Das Label Coviello Classics bietet sie an (http://www.covielloclassics.de/), über Siegfried Jungs Homepage kann man sie über einen Shop für 15 Euro plus Versandkosten erwerben  (https://www.siegfriedjung.de/shop). Auch Amazon bietet sie schon an - zu anderen Preisen (https://www.amazon.de/Paesaggio-Werke-F%C3%BCr-Tuba-Jung/dp/B075RSVGX6) - und im Musikhandel müsste man sie ebenfalls kaufen können.
 Anton Potche