Montag, 31. August 2015

August 2015 – Giarmata in den Medien

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 01.08.2015
- Vorbereitungsspiel
CS Millenium Giarmata  - Lorena Giarmata Vii  0:3 (0:1)
Torschützen: Plopeanu, Dochița, Lobonea
Alin Molcuț, der zweite Trainer von Millenium zeigte sich trotzdem zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. „Wir haben Geduld mit diesen Jubioren“, sagte er. Er bezog sich natürlich auf die vielen neuen Spieler in der ersten Mannschaft von Millenium: Andrei Ciobănică, Ovidiu Maier, Denis Andraş, Bogdan Cortuşan und Adrian Kalanioş, alle Jahrgang 1997, von LPS Banatul, Beniamin Pătru (Electrica), Nicolae Gaiţă (Muncitorul Reşiţa), Darius Buzdugan (Racoviţa), Adrian Butură (Peciu Nou), Alexandru Budai und Gabriel Iovi (CS Raris); aus der zweiten Giarmataer Mannschaft sind Damian Sorescu, Denis Nedelcu, Cristian Florea, Daniel Stancu und Silviu Olariu zu der ersten Garnitur gestoßen. Weitere drei oder vier erfahrene Spieler sollen ihre Zusagen schon erteilt haben. Offiziell hat der Verein aber noch keine Namen genannt. Es gibt in der Person von Marcel Fanta auch einen neuen Vereinsvorsitzenden.
+ + + Mit dieser jungen Truppe in der Meisterschaft zu bestehen, wird verdammt schwer. + + +
- Vorbereitungsspiel
Lunca Cernei - CS Millenium Giarmata  1:0
+ + + Das ist eine Mannschaft aus dem Kreis Arad. + + +
- Zu den Spielern, die Giarmata zum Saisonende verlassen haben, gehört auch Artimon. Er spielt jetzt in der Elf von  CS Nuova Mama Mia Becicherecu Mic.
+ + + Wenn im rumänischen Fußball die Höhe der Gehälter in direktem Verhältnis zur Länge des Namens der Mannschaft steht, dann ist dieser Wechsel natürlich nachvollziehbar. + + +

OpiniaTimișoarei.ro, Timişoara / Temeswar; 01.08.2015
Immer wieder kommt es am Kreisverkehr vor der Auffahrt zur Westautobahn A1 bei Giarmata zu brenzligen Situationen. Jetzt ist ein mit Schotter beladener Lastkraftwagen umgekippt. Der Chauffeur ist mit dem Schrecken davongekommen. Er war laut Zeitung zu schnell unterwegs.
+ + + Wen wundert’s in dieser schnelllebigen Zeit. + + +

TimișPlus.ro, Timişoara / Temeswar; 03.08.2015
In der dritten Etappe des Rumänien-Pokals wird CS Millenium Giarmata im Giarmataer Nicu-Moraru-Stadion auf Vulturii Lugoj treffen. Das Spiel findet am 12. August um 17:30 Uhr statt.
+ + + Das wird der erste Test unter Wettbewerbsbedingungen für die Giarmataer Junioren-Truppe werden. Viel Glück! + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 05.08.2015
- Ab dem 15. August werden die Mannschaften der V. Fußballliga in den Wettbewerb einsteigen. Die zwei Giarmataer Mannschaften, Millenium II Giarmata und Unirea Cerneteaz, werden in der zweiten von drei Gruppen des Kreises Timiș antreten.
+ + + Hai Giarmata, Hai Cerneteaz! + + +
- Der Verein Grün für Fahrräder organisiert am Sonntag, 9. August zum vierten Mal eine Fahrradtour. Und so sieht die Route aus: Museum des Banater Dorfes – Giarmata Vii – Giarmata – Ianova – Stausee Ianova – Wald Herneacova – Dorf Herneacova – Gestüd und zurück nach Temeswar.
+ + + Uff! Bei dieser Hitze. Übrigens, das machen die Bayern auch auf ihrer BR-Radltour. Wetterunabhängig. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 06.08.2015
Vorbereitungsspiel
CS Millenium GiarmataAS Murani  4:1
Torschützen: Josu (2 Tore), Buzdugan und Dobra für Giarmata sowie Raul Costescu für die Gäste.
+ + +  Für eine so junge Truppe ist nichts wichtiger als Erfolgserlebnisse. + + +

ZiarulTimișoara.ro; Timişoara / Temeswar; 07.08.2015
Das Finanzministerium in Bukarest hat den Rathäusern im Kreis Temesch zwecks Haushaltsausgleich die Summe von 92,5 Millionen Lei überwiesen. Giarmata ist leer ausgegangen.
+ + + Die Herre in Bukarest werre sich gedenkt hun, die krien jo genuch Spende aus Deitschland. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 09.08.2015
Vorbereitungsspiel
CS Millenium GiarmataACS Poli Junioren  2:3 (0:1)
Torschützen: Romică Corlățeanu und Alin Molcuți für Giarmata sowie Narcis Popan (2) und Cânju für die Gäste.
Und so hat Millenium das Spiel begonnen: MarianCiobănică, Wild, Calaniaş, Dandu, Corlăţeanu, Dobra, Avădanei, Butură, Josu, Buzdugan. Weitere Einsätze bekamen Stoica, Ulian, Molcuţ, Pătru, Olariu, Iovi und Luca.
+ + +  Immerhin, die zweite Hälfte ausgeglichen gestaltet. + + +

RenașteraBănățeană.ro; Timişoara / Temeswar; 11.08.2015
Zwei Gemeinden des Kreises Temesch streiten sich vor Gericht um Gebietsgrenzen: Ghiroda und Giarmata. Die Giarmataer verlangen von den Ghirodaern nicht mehr als „sute de hectare de teren pe care se află Aeroportul Internațional ‚Traian Vuiaʻ Timișoara, cartierul de blocuri Aeroport (al aviatorilor) și satul Giarmata Vii, în întregime“ – auf Deutsch: „hunderte Hektar Land, auf dem der Internationale Flughafen ‚Traian Vuiaʻ, das Aeroport-Wohnblockviertel (der Flieger) und das ganze Dorf Giarmata Vii / Überland.“ Das sagt der Ghirodaer Bürgermeister Vasile Dorel Cădariu. Der Giarmataer Chef im Rathaus, Virgil Bunescu, sieht das so: „Es gibt eigentlich zwei Verfahren. Im zweiten geht es noch mal um 11.000 Quadratmeter Land.“
+ + + Ganz schön hungrig, die Jahrmarkter Kapitalisten, würde ich sagen. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 12.08.2015
Pokalspiel
CS Millenium GiarmataCS Vulturii 2009 Lugoj  1:5
+ + +  Auleo! Der Pokal ist schon mal weg.  + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 15.08.2015
Vorbereitungsspiel
CS Millenium GiarmataLunca Tăuți Cermei  5:2 (2:1)
Torschützen: Romică Corlățeanu, Alin Molcuți, Alexandru Costea (2) und Dani Josu für Giarmata.
+ + + Dieser Sparringpartner kommt aus dem Kreis Arad. + + +

ALLGEMEINE DEUTSCHE ZEITUNG FÜR RUMÄNIEN; Bucureşti / Bukarest; 15.08.2015
„Ein unendlicher Banater Nachbarstreit – Jahrmarkt gegen Giroda vor Gericht“. So überschreibt der Journalist und Schriftsteller Balthasar Waitz einen Artikel in dieser Zeitung. Im Verwaltungskreis Timiș / Temesch laufen zurzeit „etwa 26 Prozesse zwischen Nachbargemeinden aus dem Landeskreis Temesch, alle ausschließlich wegen beiderseitigen Gebietsansprüchen, so u.a. zwischen […] Jahrmarkt und Sanktandres / Sânandrei, Jahrmarkt und Dumbrăvița […]. Detaillierter heißt es dann noch: „Die Gemeinde Jahrmarkt (eingemeindet das Dorf Cerneteaz) verwaltet derzeit ein Gebiet von 71,50 Quadratkilometern und zählt zirka 6500 Einwohner. […] Wenn Jahrmarkt immer schon zu den blühendsten und wohlhabendsten banatschwäbischen Gemeinden gehörte (heute leben hier nach der Auswanderungswelle nur mehr einige ältere Personen deutscher Herkunft), haben auch Giroda und Überland trotz der rumänischen Mehrheitsbevölkerung stets auch deutsche Einwohner gehabt.“   
+ + + Friehjer war des alles vill oonfacher. Do hot’s noch e Heirtaspolitik gewwe. Vleicht sällt merr des wedder infeehre: De Johrmarker Richter verheirat sei Kinn mit de Kinn vun de Richtre aus Giroda, Andres un Ujsentesch – wann er so vill Kinn hot. + + +

RenaștereaBănățeană.ro; Timişoara / Temeswar; 17.08.2015
Die Verkehrspolizei hat für den 18. August eine Bestandsaufnahme des fließenden Verkehrs zwischen dem Ortsrand von Giarmata (Str. Bencecului / Bentschecker Straße) und der Anschlussstelle Kreisstraße DJ 691 - Autobahn A1 angekündigt. Die Autofahrer werden nach Start, Ziel und Grund ihrer Fahrt befragt. Das Anhalten ist für alle Autofahrer zwingend, die Gewährung der gewünschten Informationen jedoch freigestellt. Die Geheimhaltung der erfassten Daten – sie werden nur den Behörden Compania Naţională de Autostrăzi - Nationale Kompanie der Autobahnen  und Drumuri Naţionale din România (CNADNR) - Nationalstraßen in Rumänien zwecks Auswertung zur Verfügung gestellt – ist laut Zeitungsbericht sichergestellt.
+ + + Das Verkehrsaufkommen auf der Landstraße bei Giarmata soll ja beträchtlich sein.  + + +

RenaștereaBănățeană.ro; Timişoara / Temeswar; 19.08.2015
- „Viele Rathäuser im Kreis Timiș / Temesch haben Pelargonien in ihren Fenstern, aber Seerosen habe ich nur in dem kleinen Park vor der Verwaltung in Giarmata gesehen.“ Diesem von Marcel Sămânță verfassten Artikelbeginn folgt eine Erinnerung an das seit Jahren schlechte Betriebsklima im Giarmataer Rathaus. Die Namen der Hauptprotagonisten endloser Streitereien um den Posten des Vizebürgermeisters: Florin Farkaș, Ionel Carabulia und Virgil Bunescu. Was natürlich nicht heißt, dass die anderen Gemeinderäte sich grün sind. Und so lässt der Journalist seinen Artikel ausklingen: „Infolgedessen, verbergen die erblühten Nymphen, trotz der Harmonie in den Wasseraugen des kleinen Rathausparks, ungeahnte Geheimnisse. Um sie zu enthüllen, musst du dich durch die verknoteten Schnüre und den Dünkel der Lokalpolitiker arbeiten.“
+ + + Oh ja, der Name Sămânță sagt mir etwas. Ich kann ihn zwar nicht mit hundertprozentiger Sicherheit einordnen, aber ich glaube, der Mann war mal in derselben Schule wie ich, nur in einem anderen Jahrgang. - Übrigens: Die Pelargonien sin unser schwowische Muschkatle, rumänisch mușcate. + + +
- In einem zweiten Beitrag geht es um den Gebietsstreit zwischen Giarmata und Ghiroda. Die erste gerichtliche Instanz hat die Forderungen der Giarmataer betreffs des Flughafengeländes abgelehnt. Jetzt ist das Verfahren in zweiter Instanz und die Bürgermeister der beiden Gemeinden zeigen sich eher reserviert. Der Giarmataer Rathauschef wird wie folgt zitiert: „Anscheinend will man die Situation so belassen, wie die Kommunisten sie geschaffen haben.“
+ + + Die jetzige Grundbuchsituation stammt aus dem Jahre 1968, als das kommunistische Regime eine landesweite Teritorialreform durchgeführt hat. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 19.08.2015
Vorbereitungsspiel
CS Millenium Giarmata - Nuova Mama Mia Becicherecu Mic  2-1 (1-1)
Torschützen: Corlățeanu und Leucă für die Gastgeber sowie Telescu făr die Gäste.
Und so haben die Giarmataer gespielt: LucaOprea, Soare, Gârba, Bănică, Leucă, Buzdugan, Stoica, Corlăţeanu, Mihai Oprea und Beloescu. Eingewechselt wurden: Costea, Josu, Molcuţ, Dandu, Kalanyos, Domşa, Gaiţă und Avădanei.
+ + + Na, geht doch. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 28.08.2015
C4 (Liga III – Serie IV) – 1. Spieltag
Măgura Cisnădie – CS Millenium Giarmata  0:0
Tabellenplatz:
8 - CS Millenium Giarmata  1
+ + + Das gibt doch Zuversicht für die junge Giarmataer Truppe. + + +

SportTim.ro, Timișoara / Temeswar; 30.08.2015
Liga V Timiș – Serie II – 3. Spieltag
Millenium II Giarmata – Unirea Banloc  1:4
Recolta Călacea - Unirea Cerneteaz   7:1
Tabelle: 11 - Unirea Cerneteaz  3
            13 - Millenium II Giarmata  1
+ + + Mit der „recolta“ verhungert merr im Winter.  + + +

FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; August 2015
- In der Gemeinde Cumpăna im Verwaltungskreis Constanța haben sich zwischen dem 19. und 27. Juli 2015 Gemeindebürgermeister aus ganz Rumänien zum Meinungsaustausch getroffen. Der Giarmataer Bürgermeister Virgil Bunescu war mit von der Partie.
+ + + Die Gemeinde leijt net weit vun Constanța, Agigea, Eforie Nord un Techirghiol entfernt. Dass merr do nein Täch zum Schedinza halle brauch, werd wohl nimmand wunnre. + + +
Fotos: Foaia de Giarmata
- Die Umgestaltungsarbeiten am Giarmataer Park „Izvor“ („Quelle“) haben begonnen und das Projekt zur Renovierung des Prinz-Eugen-Brunnens wurde auf dem Papier fertiggestellt. Auch diese Arbeiten sollen heuer noch beginnen und nächstes Jahr zusammen mit der Neugestaltung des Parks beendet werden.
+ + + Awwer noh mache merr wedder Kerweih – nateerlich Doppelkerweih: im Park un im Kaminhof odder, wann’s reent, owwe in der Matt un unne im Kamin. + + +
- In Cerneteaz wurde das Buch Graiul Bănățean (Der Banater Dialekt) von Ion Popovici (1910 – 1949) vorgestellt. Wie die Lebensdaten dieses „Dichters und Folkloresammlers“ schon ahnen lassen, handelt es sich um eine Sammlung aus dem Nachlass Ion Popovici’s . Betreut wurde sie von dem Journalisten Vasile Bogdan. Die Initiative zu dieser Veröffentlichung ging aber von Dr. Florin Gâldău aus. Vorgestellt wurde das Buch von Universitätsprofessor Dr. Richard Sârbu. Auch die Schriftstellerin Aquilina Birăescu und Prof. Sonia Seracin haben das Wort ergriffen. Es muss eine gelungene Veranstaltung gewesen sein, denn sie rang dem Berichterstatter Lia Mateescu diesen schönen Vergleich ab: „Încă de când am ajuns, am avut sentimentul acelor întâlniri sărbătoreşti de la sfârşitul săptămânii din Moromeţii lui Marin Preda, când oamenii satului se adunau pentru a-şi hrăni mintea şi sufletul, un rost la fel de important ca munca zilnică.“
+ + + Wie mer Altjohrmarker (mittlerweile solls jo schun wedder e paar Neijohrmarker gewwe) noch dort ware, hätte mer so literarische Veranstaltunge mi’m Gerwer Franz und der Kaschpersch Wess Mrijan mache känne. Des „Bedürfnis“ (do fallt mer wirklich nicks Johrmarkrisches in) hatte mer selmols awwer net ghat, weil unser Verstand un Seel (mintea și sufletul) ware zufriede mit der Blechmusik. Des war doch aah scheen! Un vor allem net so onstrengent wie die Literatur. + + +

Montag, 24. August 2015

Sabine De Barra, André Le Nôtre, die Frau und ich

Ein schöner Sommertag, mit Oma & Opa-Tag im Kindergarten Sonnenschein und anderen Annehmlichkeiten eines stressfreien Tages. Ein vorabendlicher Kinobesuch in einem der Altstadtkinos wäre eigentlich passend zum bisherigen Verlauf. Gedacht, gesagt (der Oma), getan. Und schon schritt ich über den roten Teppich – um Irritationen vorzubeugen: der liegt immer dort – ins Union-Kino. Ein freundlicher junger Mann an der Kasse fragte mich, welchen Sitzplatz ich wünsche. Das wäre mir wurscht, sagte ich, so voll werde der Saal schon nicht werden. Er lächelte mir affirmativ zu und ich stieg die Treppe hoch in Saal 2. In der vorletzten Reihe des kleinen, sehr familiär anmutenden Kino-Saals machte eine Frau mittleren Alters – mein verstohlener Blick verriet mir, dass sie gut aussah – es sich in dem weichen Polsterkissen bequem. Ich grüßte, sie lächelte und sagte, allzu viele Zuschauer würden wohl nicht mehr kommen. Ich antwortete ihr, dass ich solche Filmbesuche gerne hätte, da man sich auch auf das Geschehen auf der Leinwand konzentrieren könne, und nahm in der Mitte der letzten Reihe Platz.

1682. „Der englische Astronom Edmund Halley erkennt und berechnet die regelmäßige Wiederkehr des periodischen, nach ihm benannten Kometen. – Die Marquise Françoise de Maintenon wird die zweite Frau des französischen Königs Ludwig XIV. Die hoch gebildete Frau gewinnt Einfluss auf die Politik. – Versailles wird königliche Residenz.“ So weit die einschlägige Fachliteratur. Diese Zeit gab schon immer genug Stoff für Literatur, Theater, Musik und Film her. Die Entstehung von Versailles kann die Fantasie schon mal beflügeln. Und wenn Alan Rickman, einer der bekanntesten Charakterdarsteller Englands, sich selbst als Ludwig XIV. darstellt und dabei die Hauptrollen dem Schauspielerpaar Kate Winslet und Matthias Schoenaerts überlässt, dann kann wahrlich ein Gesellschafts- und Sittengemälde jener Zeit entstehen, das es verdient gesehen zu werden.

Ein leiser Film. Kein Säbelgerassel. Keine Helden. Dafür eine Liebe ohne die sexuelle Exaltiertheit unserer Zeit. Das ist der Film Die Gärtnerin von Versailles. Natürlich sind alle anderen emotionalen Elemente einer Liebesgeschichte nicht ausgespart: Intrige, Verrat, Zerstörungswut und was man alles aus dem Verlauf der Handlung noch herauslesen kann oder will. Und das Ende ist so, wie man es sich wünscht zum Ausklang eines schönen Sommertags des Jahres 2015, also immerhin 333 Jahre danach. Sabine De Barra (Kate Winslet), eine begabte und durchsetzungsstarke Gartenarchitektin, und André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts), seines Zeichens königlicher Landschaftsarchitekt, gehen Hand in Hand in den Wald. Zurück bleibt ein nachdenklicher Ludwig XIV. inmitten seines Hofstaates und der Pracht der Gärten von Versailles.

Warum wirkt er, der König, nur so nachdenklich inmitten des tanzenden Hofstaates, ja, kommt dem Betrachter fast grübelnd vor. Es mag nicht nur der noch nicht lange zurückliegende Tod seiner ersten Frau sein; vielleicht wirkt die zufällige, inoffizielle Begegnung des Monarchen mit der schönen Gärtnerin nach. Das ist nur einer der Momente, die diesem Film den Charme des Schicksalhaften verleihen und ihn so sehenswert machen.

Na klar, wir sehen nur eine Love-Story, einen Kostümfilm des ausklingenden 17. Jahrhunderts, aber er ist gut gemacht. Gute Nahaufnahmen, eine ruhige Kameraführung, passende Musik (Peter Gregson). Was mich allerdings verwundert hat, war die Tatsache dass ich den Film auf einigen Internet-Portalen als Komödie gekennzeichnet fand. Der Film kommt einem romantischen Drama schon viel näher. Denn zum Lachen gab’s da wahrlich nichts.

Ob die Frau in der Reihe vor mir das auch so gesehen hat? Sie verließ noch während des Abspanns den Saal. Nicht ohne ein an mich gerichtetes „Auf Wiedersehen“. Ich wartete bis die Saalbeleuchtung anging, und ließ dann die leeren Stuhlreihen zurück. Ob wir uns wiedersehen werden? Vielleicht. (So groß ist Ingolstadt nun auch nicht.) Doch werde ich sie bestimmt nicht wiedererkennen, die Frau aus der Reihe vor mir.

Anton Potche

Die Gärtnerin von Versailles; GB; Regie: Alan Rickman, Darsteller: Kate Winslet, Matthias Schoenaerts, Alan Rickman, Stanley Tucci, Helen McCrory, Steven Waddington, Jennifer Ehle, Danny Webb u.v.a.; Spieldauer: 117 Minuten

Montag, 17. August 2015

Aspectul social al unei activităţi muzicale

Profesoară de muzică la liceul Reuchlin şi dirijor al orchestrei şcolare, consilier în Consiliul Orăşenesc al oraşului bavarez Ingolstadt şi preşedinte al Organizaţiei de Concerte (Konzertverein) din oraş - exercitarea acestor meserii şi funcţii face din Eva-Maria Atzerodt una dintre cele mai cunoscute personae din oraşul de pe Dunăre. Cunoscută mult peste graniţele oraşului o face însă activitatea ei de dirijor de coruri. Au fost perioade în viaţa ei cânt a condus câte opt (8) coruri diferite.

Acum 25 de ani profesoara de muzică a preluat, atunci la vârsta de 22 de ani, organizarea şi conducerea muzicală a Corului de Cameră de Tineret Ingolstadt. Astăzi acest cor se poate număra printre cele mai bune coruri de amatori din Germania, un lucru nu chiar firesc, dacă ne gândim că fluctuaţia într-o astfel de formaţie este mare şi continuă, fiind condiţionată de specificul de tinereţe. Cu toate că nu mai există, ca înainte, o limită de vârstă a membrilor de 25 de ani, cei mai mulţi părăsesc corul la vârsta de aproximativ 30 de ani. Mulţi dintre aceşti corişti pasionaţi cântă atunci mai departe în Corul Motette, dirijat tot de Eva-Maria Atzerodt.

Cu ocazia acestor 25 de ani de activitate muzicală cât se poate te prestigioasă a Eva-Mariei Atzerodt, cotidianul DONAUKURIER a publicat (18 iunie 2015) un portret al acestui om deosebit de cultură şi educaţie, semnat chiar de şeful resortului de cultură, Jesko Schulze Rempel. În acest articol se pot citi şi unele citate ale protagonistei, care arată cât de importantă este pentru ea latura socială a activităţii ei muzicale: „Cel mai important sunt prieteniile care iau naştere în cor - şi faptul că există un ajutor reciproc în situaţii grele. Mulţi au parte de un sprijin mai mare din partea prietenilor din cor decât din partea propriei familii.“ Şi un al doilea aspect deloc neglijabil: „13 soţi au făcut cunoştinţă în cor şi au între timp 21 de copii“.

Omagierea acestui eveniment deosebit în viaţa culturală a oraşului Ingolstadt arată cât de importantă este cultura - nu numai muzica – pentru o societate. Acest lucru este peste tot în Germania recunoscut. Probleme apari însă întotdeauna acolo unde bugetele primăriilor locale nu sunt atât de bine dotate ca în cazul Ingolstadt. Când este vorba de economisiri, mulţi consilieri se gândesc înainte de toate la bugetul pentru cultură. Mai ales în aceste cazuri rolul formaţiilor de amatori devine de-a dreptul existenţial pentru cultura şi implicit întreaga societate.

Anton Delagiarmata

Montag, 10. August 2015

Schwanengesänge einer Minderheitenkultur aus dem Südosten Europas

Walter Engel u. Walter Tonţa (Hg.): Deutsches Kulturleben im Banat am Vorabend des Ersten Weltkrieges – Der Beitrag von kleineren Städten und Großgemeinden – Beiträge der 48. Kulturtagung in Sindelfingen – 17./18. November 2012; Landsmannschaft der Banater Schwaben – Landesverband Baden-Württemberg; Stuttgart, 2013; ISBN 978-3-00-043816-5; 138 Seiten, 12.- Euro (einschließlich Versand); Bestelladresse: Landesverband Baden-Württemberg der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Schlossstraße 92, 70176 Stuttgart, Tel.: 0711/625127.

Dass sich das Ende der Banater Schwaben langsam, aber sicher nähert, ist nicht neu. Das Verschwinden (auch) dieser Volksgruppe macht sich auf vielen Ebenen bemerkbar. Eine von ihnen ist die Kultur. Ihr mangelt es sichtlich an frischem Blut und sie leidet an einer spürbaren Themenerosion. Es wurde eigentlich schon alles gesagt, nur eben noch nicht von jedem. An diesem Zustand sind weder die Kulturschaffenden noch die -konsumenten schuld. Erstere haben das Problem, dass in knapp 300 Jahren Siedlungsgeschichte die kulturellen Leistungen und geschichtlichen Ereignisse, trotz zweier Weltkriege und ebenso vielen Deportationen, nicht unerschöpflich sind und keinesfalls als Identitätsbasis Bestand haben, und Letztere können sich vor dem Aussterben nicht drücken. Daher darf man es auch als einen Kulturakt erster Güte ansehen, wenn dieses sachte Gleiten aus dem Kulturalltag in die Kulturgeschichte dokumentarisch festgehalten wird.

Bücher und Broschüren zu Kulturtagungen sind seit jeher die besten Konservierungsprodukte für untergehende Kulturen. Man hofft natürlich, dass sie in ferner Zukunft als Zeugen einer einst existierenden Volksgruppe wahrgenommen werden. Der Landesverband Baden-Württemberg der Landsmannschaft der Banater Schwaben pflegt eine solche Kulturtagungstradition seit 48 Jahren. Die Tagung 2012 fand wie üblich im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen statt und findet in einer Broschüre ihre wohlverdiente Resonanzchance für die Zukunft.

Thematisch haben die Veranstalter der Geschichte ein wenig vorgegriffen, publizistisch liegen sie aber mit dieser Veröffentlichung im richtigen Zeitrahmen. Es kann zumindest für den einen oder anderen Banater Schwaben interessant sein, sich mal ein Bild seiner Abstammungsheimat vor dem ersten Weltbrand zu machen. Es ging bei dieser Tagung um das Deutsche[s] Kulturleben im Banat am Vorabend des ersten Weltkrieges im Allgemeinen, aber insbesondere um den Beitrag von kleineren Städten und Großgemeinden. Die dazu veröffentlichte Broschüre enthält die vorgetragenen Referate, einschließlich eines Vorwortes der Herausgeber – geleitet wurde die Tagung von Dr. Walter Engel -, einer Eröffnungsrede (Josef Prunkl, Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg der Landsmannschaft der Banater Schwaben) sowie zweier Grußworte (Dr. Sibylle Müller, Referatsleiterin im Innenministerium Baden-Württemberg, und Henriette Mojem, Geschäftsführerin des Hauses der Donauschwaben) und als Nachwort einen in der BANATER POST vom 5. Januar 2013 veröffentlichten Tagungsbericht, gezeichnet Walter Tonţa.

Im ersten Referat sprach bzw. schreibt Günter Schödl über Die Banater Schwaben um 1900. Sie standen damals Zwischen ungarischem Staat und deutschem Volk. Der Professor für Osteuropäische und Neuere Geschichte analysiert das politische und auch völkische Selbstbewusstsein der Deutschen im südosteuropäischen Raum und legt den Finger in die Wunde: „Anders als besonders die serbische Minderheit [...] hatte die über fast die ganze ungarische Reichshälfte verstreute deutsche Bevölkerung noch nie Zusammengehörigkeitsbewusstsein, sei es kulturell, politisch oder national motiviert, oder gemeinsames politisches Auftreten gezeigt“. Günter Schödl vermittelt weitgehend die Sicht der Wissenschaft, wenn er mehr über Bewertungen und etwaige Umbewertungen vorhandener Kenntnisse zu diesem Themenkomplex als über die konkrete Situation in bestimmten Ortschaften referiert. Sein Referat klingt auch dementsprechend theoretisch. Und die vielen Fachbegriffe tragen nicht gerade zu einem leichten Lesefluss bei.

Der Name Josef Wolf dürfte allen BANATER-POST-Abonnenten, die mehr als die Geburtstags-, Heirats- und Sterbespalten lesen, bekannt sein. Eine historisch-demographische Zustandsbeschreibung der Bevölkerung des Banats vor dem Ersten Weltkrieg nimmt der Historiker vor. In der Geschichtsschreibung sind Fakten ohne Zahlen nicht belegbar. Daran mangelt es in dieser Abhandlung auch wahrlich nicht. Wolf lässt kaum einen Aspekt des Lebens der Deutschen im Banat vor dem 1. Weltkrieg unerwähnt. Er analysiert die Entwicklung und ethnische Struktur der Bevölkerung, kümmert sich um die Demographische[n], kulturelle[n], und sozio-ökonomische[n] Merkmale der Bevölkerungsstruktur, berücksichtigt die Innenkolonisation im beginnenden nationalstaatlichen Zeitalter – hier geht es nicht nur um Deutsche, sondern auch um „aus der südlichen Bukowina kommende Szekler (ungar. Székeyek, rum. secui) und Tschangos (ungar. csángó, rum. ceangăi) -, schreibt über die Industrialisierung, Verstädterung und Migration sowie über die Auswanderungen – damals nach Übersee. Josef Wolf wartet zusätzlich mit fünf aussagekräftigen Tabellen auf. Wer mal ein Quiz zum Thema Banat abhalten will, findet zum Beispiel in diesem Referattext auch Antworten auf Fragen, wie viele Analphabeten Temeswar im Jahre 1910 bei einer Einwohnerzahl von 72.555 Personen wohl hatte.

Heinrich Lay ist wahrscheinlich nicht nur für Menschen aus dem Dorf Sanktandres und der Kleinstadt Lugosch ein Begriff. Der pensionierte Gymnasiallehrer mit Geschichtsstudium in Klausenburg schreibt über den Gymnasialunterricht in Lugosch im 19. Jahrhundert. Die Geschichte hat ihre Dunkelkammern mit gut gehüteten Geheimnissen. Auch die Lugoscher Schulgeschichte. Ein eingefleischter Heimatforscher wie Heinrich Lay stellt da natürlich seine Vermutungen an: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Minoriten gleich nach ihrer Niederlassung in Lugosch sich mit dem Unterricht und der Erziehung der Jugend beschäftigt haben.“

Das Heidestädtchen Hatzfeld hat viele Kulturschaffende aus den Reihen der deutschen Bewohner hervorgebracht. Hans Vastag ist einer von ihnen. Er schreibt in dieser Broschüre über Das Hatzfelder Kulturleben Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts – Schule, Presse, Vereine, geht dabei ganz schön ins Detail und lässt uns Spätgeborene spüren, wie sich die Zeiten geändert haben. Zum Besseren oder ...? Das darf jeder Leser für sich selber entscheiden, wenn er Auszüge Aus den Satzungen des Jesuleum-Institutes 1913 – 1914 liest: „Sie [die Zöglinge, A.d.R.] sollen sich gegenseitig achten, zu vertraute Freundschaften meiden, sich mit gütiger Liebe, Zuvorkommenheit und Sanftmut begegnen. [...] Ohne Genehmigung der Vorgesetzten ist das Lesen irgendwelcher Bücher verboten. [...] Geheime Treffen, Briefwechsel und Tratschereien mit auswärtigen Schülerinnen sind verboten.“ Und so weiter und so fort. Uff, wär’ nichts für mich.

Mit Franz Heinz kommt ein Literat zu Wort. Und was er über seinen Landsmann Karl Grünn schreibt, verdient nur ein Attribut: köstlich. Über dieses Dichterleben in der Großgemeinde Perjamosch weiß Heinz zu berichten: „Als Kaplan in Deutsch Czernya begegnete er der um fünf Jahre jüngeren Fleischertochter Katharina Maria Weber, die ihn als treue und liebende Gefährtin – als ‚meine Frau‘, wie er sie selbst dem Bischof gegenüber vorstellte – durchs Leben begleiten sollte.“ Hut ab! Ein wahrer Priester. Davon bräuchte man in heutiger Zeit mehrere. Und dazu noch ein Dichter. Glaube, Liebe, Dichtkunst. Aber vor allem Mut. Mut zum Anderssein. Da könnten sogar Atheisten weich werden.

Der Publizist, Herausgeber und Landsmannschaftsfunktionär Luzian Geier ist ein ausgewiesener Kenner des deutschen Pressewesens im Banat. Er schreibt in der vorliegenden Broschüre über Deutsche Kalender in Banater Marktflecken bis zum Ersten Weltkrieg. Im Untertitel stellt er dazu die rhetorische Frage: Fußnoten der Literatur- und Heimatforschung? Dem wäre vielleicht nicht so, wenn intensiver geforscht würde. Der Autor weist zwar auf einige (auch eigene) Bemühungen in dieser Richtung hin, findet aber, dass es angebracht wäre „ein Forschungsprojekt nach Standorten mit Banater Periodika zu starten“. Wunschdenken ist auch in der Welt der Wissenschaft – oder vielleicht gerade dort – keine Unbekannte. Ja, wenn nur nicht diese erbarmungslose Irreversibilität der Zeit unser Sein beeinträchtigen würde – im Positiven wie auch im Negativen. Man wünschte sich mehrere Forschungsbesessene wie Geier; nur eben auch in den folgenden Generationen.

Und dann sind wir schon beim letzten Beitrag: Blasmusik in der Gemeinde Jahrmarkt – Ein Beispiel des Musiklebens in den Banater Dörfern vor dem Ersten Weltkrieg. Der Musiklehrer, Trompeter, Dirigent und Komponist Mathias Loris widmet sich der weltlichen Musik in seinem Geburtsort Jahrmarkt. Der reich illustrierte Essay bringt sogar für Kenner der Jahrmarkter Musikszene noch interessante Erkenntnisse. Dass „Missgunst, Rivalität und Geldstreit“ eine „Jahrmarkter Besonderheit“ waren, will ich jetzt mal als persönliche Wahrnehmung des Autors unkommentiert stehen lassen. Mir sind diese Eigenschaften in meiner 40-jährigen Musiktätigkeit in mehreren Kapellen – die meisten in Bayern – immer wieder in verschiedenen Ausprägungen begegnet. Interessant finde ich in diesem Beitrag die Entzauberung des Mythos von der Gründung der Loris-Kapelle. Und die klingt so: „Die fehlenden Fachkenntnisse und auch mangelnder Organisationsgeist zwangen Rastädter zum Rücktritt. Am 8. August (1908, A.d.R) übernahm Peter Loris (1876 – 1952) die Führung der Kapelle.“ Also war die Gründung eine Übernahme. Und der folgte vier Jahre später ein spektakulärer Übertritt – vielleicht einmalig in der Musikgeschichte (nicht nur Jahrmarkts). Mathias Loris schildert diese Jahrmarkter Vorkriegsereignisse in Sachen Musik wie folgt: „Gleichzeitig entfaltete die Jauch’sche Kapelle noch bis 1912 eine selbstständige Tätigkeit. Ihr letzter Auftritt war am 2. Juni 1912 bei dem Fahnenweih-Fest der Temeschgyarmathaer Gewerbekorporation. Der Abmarsch in die Kirche in Begleitung der Feuerwehr fand mit der Jauch’schen Musikkapelle statt, das Festbankett im Zeich’schen Gasthause bestritt die Loris-Kapelle. Jauchs Musikanten gingen nach diesem Fest zur Loris-Kapelle über. Nach mehr als einem Jahrzehnt gab es wieder nur eine Kapelle in Jahrmarkt.“ Ziel erreicht, kann man da nur sagen. Und die Mittel heiligten natürlich auch schon damals den Zweck. Mathias Loris gebührt für diese Entmythologisierung der eigenen Familiengeschichte – der Begriff Loris-Dynastie wurde in den Jahren des Jahrmarkter Musikantenkriegs auch schon mal in die Argumentationsschlacht geschmissen – uneingeschränkte Anerkennung. Er hätte es neben der Musik und Kommunalpolitik (in Osthofen) bestimmt auch in der Geschichtsforschung weit gebracht. Dort ist die nötige (emotionale) Distanz zum Forschungsobjekt nämlich höchstes Gebot.

Sieben Referate enthält diese Broschüre. Der älteste Referent (alle Autoren werden im Anhang vorgestellt) war im Erscheinungsjahr 2013 immerhin schon 85 Jahre alt, während der jüngste auch schon 60 Jahre in seine Biographie einbringen konnte. Das Durchschnittsalter der Autoren dieser Broschüre betrug vor zwei Jahren also 69,4 Jahre und ist ein Beweis dafür, dass auch Schwanengesänge informativ, unterhaltsam und aufschlussreich klingen können.

Anton Potche

Mittwoch, 5. August 2015

Politica germană trebuie să-şi demonstreze potenţialul de organizare

Centrul de înregistrare a refugiaţilor din München este conceput pentru înregistrarea a 350 de refugiaţi în timp de 24 de ore. Miercurea şi joia trecută au ajuns pe terenul centrului 750 de persoane. Primarul principal al oraşului München, Dieter Reiter (SPD), s-a văzut nevoit a alarma unităţi de pompieri, de ajutor tehnic şi alte organizaţii de ajutor, pentru a asigura o cazare peste noapte a celor nou veniţi, printre ei femei gravide şi copii.

Creşterea vertiginoasă a numărului de refugiaţi în Germania generează probleme care pot fi rezolvate doar printr-o colaborare strânsă a tuturor factorilor politici din ţară, începând de la organele de stat, peste guvernele landurilor şi nu în ultimul rând până la organele de conducere din primăriile comunale. Măsurile luate sunt de multe ori criticate de organizaţii din spectrul extremei drepte ca fiind prea umane şi de reprezentanţi ai diferitelor organizaţii neguvernamentale ca fiind prea dure, pe alocuri chiar inumane. Deci avem de-a face cu un fenomen cât se poate de complex şi controversat.

Acum Ministerul de Interne şi Ministerul de Probleme Sociale din München au decis instalarea de centre de refugiaţi separate – se evită denumirea de lagăr – pentru refugiaţii care vin în număr tot mai mare din Serbia, Bosnia-Herţegovina, Macedonia, Albania, Cosovo şi Montenegro. Cei veniţi din aceste ţări fac parte după legislaţia germană din grupa refugiaţilor din ţări politic stabile, deci sigure, fără războaie sau alte catastrofe umane, cum ar fi foamea sau seceta. Ei vin din interese pur economice. Procentul lor de acceptare ca azilanţi este mai mic de unu la sută (1%). Altfel spus, aceşti oameni nu au practic nici o şansă de a obţine statutul de azilant în Germania, cu toate drepturile şi obligaţiile legate de acest statut.

Primăria Nouă din Ingolstadt
cu sala de şedinţă a
Consiliului Orăşenesc
Joi, 30 iulie 2015, a avut loc ultima şedinţă dinaintea vacanţei de vară a Consiliului Orăşenesc al oraşului Ingolstadt. Ordinea de zi a cuprins 46 de puncte, dintre ele unele care se află de ani de zile în discuţia politică. Imediat după deschiderea şedinţei (cu caracter oficial, deci acces de public  şi transmis în direct prin livestream pe side-ul primăriei) primarul principal, Christian Lösel, şi referentul pt. probleme sociale, Wolfgang Scheuer, au informat Consiliul Orăşenesc (50 de consilieri din nouă partide şi grupări politice) despre aşa numita „Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit“, adică „Centru de Primire pt. Solicitanţi de Azil cu Probabilitate Mică de Şedere“. Informaţia era cât se poate de proaspătă, fiindcă abia în dimineaţa acelei zile au avut loc discuţii îndelungate şi, cum scriu unele ziare, înverşunate, între reprezentanţi ai ministerelor bavareze sus amintite şi edilii oraşului Ingolstadt şi a altor comune şi regiuni învecinate. Mulţi dintre consilieri şi comunitatea din Ingolstadt au aflat deci abia acum despre acordurile semnate cu câteva ore înainte în primăria oraşului şi care prevăd ca primul centru de această natură să fie instalat în oraşul lor. Fracţiunile socialdemocraţilor şi a stângiştilor nu s-au arătat prea încântaţi de această metodă de separare a refugiaţilor în oameni cu şanse de şedere şi cei fără şanse. De fapt instalarea acestui centru (în Bavaria vor urma probabil şi altele) are ca scop, de a-i trimite înapoi pe cei veniţi din ţările balcanice în timp de cel mult 30 de zile.

Era clar, că această şedinţă îşi aflase punctul culminant deja înaintea primului punct de pe ordinea de zi, afişată de câteva zile şi pe side-ul primăriei, deci vizibilă pt. toată lumea. Doar anunţul dinaintea punctului 1 fusese întrodus cu scurt timp dinaintea începerii şedinţei Consiliului Orăşenesc (ora 14). După 45 de minute de discuţii controversate (care oricum nu mai puteau schimba ceva în această problemă) era clar că Ingolstadt va trebui să se pregătească pentru o sarcină cât se poate de dificilă. În ultimul timp au avut loc şi în împrejurimile oraşului atacuri mişeleşti asupra unor locaşuri în care trăiesc refugiaţi din ţări balcanice, dar şi din Africa şi Orientul Mijlociu.  

Această ultimă şedinţă înaintea vacanţei a durat 4 ore şi 30 de minute, timp în care Consiliul a reuşit să prelucreze toate cele 46 de puncte de pe ordinea de zi. Au existat destule divergenţe, dar au avut loc şi momente de destindere, care reflectă atmosfera de discuţie controversată dar şi de respect reciproc din cadrul acestui organism politic din Ingolstadt. La punctul 24 al ordinii de zi stătea la discuţie o „Gewährung eines Zuschusses für das Audi Konfuzius-Institut Ingolstadt“, pe româneşte „Acordarea unei subvenţii pentru Institutul Audi-Konfucius Ingolstadt“. Pe scurt, este vorba de participarea oraşului la crearea unui institut cultural german-chinezesc (un fel de Institutul Cultural Român pe plan local), cu scopul de a răspândii cultura chinezească pe aceste meleaguri germane. Iniţiativa vine de la concernul Audi, cu însemnate centre de producţie de automobile în China.

Vorbitorul grupării DIE LINKE (STÂNGA), partid politic rezultat printre altele şi din SED, (Partidul Socialist Unit din fosta Republica Democrată Germană), Jürgen Siebicke, a declarat că nu poate să-şi dea consimţământul din simplul motiv că „el are o altă concepţie despre ideea comunistă decât conducătorii din China“. Veselie generală în sala de şedinţă. (Se ştie doar că această ţară poartă şi azi numele oficial de Republica Populară Chineză.) Primarul creştin-social, Christian Lösel, care a condus această şedinţă, i-a răspuns: „Dragă domnu Siebicke, nu cunosc conceptul d-voastră despre comunism şi nici nu putem să adâncim acum această problemă, dar putem s-o discutăm diseară la o masă comună.“ Iată că o politică serioasă trebuie să-şi demonstreze într-adevăr potenţialul de organizare în timpuri de criză, dar nu fără a-şi îngădui şi momente de prezenţă spirituală în dialoguri, menite să aplaneze stări conflictuale în şedinţe care durează multe ore în şir, fără pauze, ca şi aceasta din Ingolstadt.

Anton Potche