Sonntag, 31. Mai 2015

Mai 2015 – Giarmata in den Medien

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 01.05.2015
Im Vereinsheim des Temeswarer Sportklubs LPS Banatul fand nach vier Jahren wieder eine Sitzung des Kreis-Handballverbandes Temesch (Asociația Județeană de Handbal Timiș) statt. Der Giarmataer Verein HC Leu wurde von Frau Alina Cioriciu vertreten. Adrian Tal, Direktor in der Sportkreisdirektion Temesch (Direcția Județeană Sport Timiș - DJST), lobte die anwesenden Sportfunktionäre mit den Worten: „Sie hatten eine Aktivität, sagen wir: gut! Es gibt Kindervereine, eine Kreismeisterschaft, was darauf hindeutet, dass Sie den Handball im Landkreis nicht sterben lassen, auch wenn die Deutschen, die diesen Sport mit dem kleineren Ball förderten, wie wir wissen, weggegangen sind!“ Nach einer turbulenten Sitzung gab’s ein neues Führungsgremium und nach zwei benötigten Wahlgängen einen neuen Vorsitzenden. Mit 10:8 Stimmen (erster Wahlgang 9:9) wurde Florin Toacă zum neuen Vorsitzenden des Kreis-Handballverbandes Temesch gewählt. Er löst Ioan Râpa, der mehr als ein Jahrzehnt dem Gremium vorstand, ab.
+ + + Eine Sitzung in vier Jahren ist nun mal zu wenig. Sogar für rumänische Verhältnisse. + + +

C4 (Liga III – Serie IV) – 22. Spieltag
CS Millenium Giarmata – CS Ineu  1:0
Tor: Bîrză (45)
Aufstellung: PăduraruOneț (20, Soare), Avram, Gârba, ȘtefanMihuța, LeucăFuchs, Ilinca (55, Leonte; 80, Stoica), DiarraBârză
+ + + Der Torwart der Hausherren hat einen 11 Meter verursach, wofür es Gelb gab, und ihn auch gleich gehalten. Macht nichts. Wichtig ist: Gehalten! + + +

Euro-Regional-Turnee für Handballjuniorinnen V (Jahrgänge 2004 / 2005) in Giarmata
CS Leu Giarmata - HC Jimbolia  9:7
CS Leu Giarmata - HC FEFS 1 Craiova  7:20
CS Leu Giarmata - HCM Mori Török  10:6
Damit haben die Giarmataer Mädchen sich für die Landesphase qualifiziert.
Trainerin Alina Cioriciu hat die Quaifikation mit folgenden Spielerinnen geschafft: Monica Cobzariu, Oana Gajura, Roberta Oros, Dariana Vasilescu, Diana Simion, Nicoleta Gorban, Maria Caba, Melisa Rus, Beatrice Dascălu, Daria Băghină, Iris Damaschin, Aida Chirilă, Karina Conea und Ana Maria Barbu. Die beiden Letzten waren als Leihgabe von Diniășanca Diniaș für Giarmata im Einsatz.
+ + + Glückwunsch! Und trotzdem drängt sich mir die Frage auf: Ist es sinnvoll schon bei Kindern mit Ausleihungen wie im Profigeschäft zu agieren? Natürlich haben die Mädchen auch eine Facebook-Seite . + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 03.05.2015
Liga V Timiș – Serie II – 23. Spieltag
AS Agrotifan Sânmihaiu Român - Millenium II Giarmata   1:7
Tore: Deian Jivan (drei Tore), Ciprian Bogdan, Cristian Mihăilă, Florin Herman und Sebastian Stoica für Giarmata.
Trainer vom Millenium II ist nach wie vor Răzvan Leucă.
FC Parța - Unirea Cerneteaz  3:0
Tabelle: 4 – Unirea Cerneteaz  39
              5 – Millenium II Giarmata  38
+ + + Irgendwann misse mer die Zorner doch inholle. + + +

TimișPlus.ro, Timişoara / Temeswar; 05.05.2015
Der berühmt berüchtigte Abschleppdienst Die Gelben Engel (Îngerii Galbeni) mit Sitz in Giarmata wurde von der Temeswarer Polizei mit einer Strafe von 1000 Lei bedacht, weil sie in einer Straße zwei Werbeplakate ohne Genehmigung der Stadtverwaltung montiert haben.
+ + + Des sin die jo schun geweent, die gele Engle aus Giarmata. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 06.05.2015
D-Junioren (Jahrgänge 2002/2003) - Viertelfinalspiele
ACS Poli - CS Millenium Giarmata   3:0 und 6:0 (zwei Spiele)
+ + +Macht nichts. Nur immer weiter!.  + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 08.05.2015
C4 (Liga III – Serie IV) – 23. Spieltag
CS Nova Mama Mia Becicherecu Mic - CS Millenium Giarmata  1:0
Tor: Bogdan Steop (7)
Aufstellung: Goerge PăduraruLucian Avram, George Ilinca, Abdoulaye Diarra, Ioan Bîrză, Ionel Mihuța, Marian Fuchs, Flavius Gîrba, Adrian Ștefan, Eduard Soare, Răzvan Leucă.
Tabelle: 5 - CS Millenium Giarmata  34
+ + + „Ca. 30“ Zuschauer haben das Spiel verfolgt. + + +

deBANAT.ro, Timişoara / Temeswar; 09.05.2015
„In Giarmata wie in Las Vegas!“ So die Überschrift eines Beitrags über die Stromverschwendung in Giarmata. Man liest, dass in den letzten Jahren viele gut situierte Temeswarer Bürger sich in der Gemeinde niedergelassen haben. Aber „trotz des anscheinenden Reichtums, ist der Großteil Giarmatas noch nicht ans Kanalnetz angeschlossen.“ Viele Straßen sind nicht befahrbar. Was aber hervorragend funktioniert, ist die Straßenbeleuchtung, „ob Nacht, ob Tag“. Der PSD-Bürgermeister Virgil Bunescu hat ein Jahresbudget von 3 Millionen Euro zur Verfügung und scheint keine Verwendung dafür zu finden, darum „schüttet er einen Teil davon an Enel aus“.
+ + + Enel ist der Stromlieferant für Giarmata. Vielleicht sind sich in den Straßen um den Großen Brunnen Winter- und Sommerzeit in die Quere gekommen, so dass man nicht recht realisiert, wann Tag und Nacht beginnen und enden. + + +

RENAȘTEREA(BĂNĂȚEANĂ).ro, Timişoara / Temeswar; 12.05.2015
Die Idee einer metropolitanen Zone um Temeswar, zu der auch Giarmata gehören soll, ist nicht neu. Sie wurde aber verworfen, weil man sich zum Beispiel in Dumbrăvița um seine Eigenständigkeit sorgte. Jetzt hat Temeswars Bürgermeister Nicolae Robu das Thema wieder aufgegriffen. In 20 – 30 Jahren werden die mit der Temescher Hauptstadt benachbarten Ortschaften mit der Großstadt verwachsen sein und sollten dann „arondismente“, (Arrondismente sind Stadtbezirke in französischen Großstädten) mit eigener Verwaltung sein.
+ + + In 20 Johr wär de Giarmataer Richter noh a Subpräfekt. Na schau merr mol – wann merr noch do sin. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 15.05.2015
C4 (Liga III – Serie IV) – 24. Spieltag
CS Millenium Giarmata – FC Hunedoara  0:2
Tore: Drăgoescu (43), Tecsi (80)
Aufstellung: Păduraru – Soare, Avram, Oneț (Gîrba), Diarra (Firan) – Fuchs, Leucă –  Ștefan (Ilinca), Mihuța, Leonte (Beloescu), Bîrză.
Tabelle: 5 - CS Millenium Giarmata  34
+ + +Der Trainerwechselschwung war nur von kurzer Dauer. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 24.05.2015
Liga V Timiș – Serie II – 26. Spieltag
Millenium II Giarmata  - ACS II Poli Timișoara  -:-
Rapid Săcălaz - Unirea Cerneteaz  4:4
Tabelle: 4 – Unirea Cerneteaz  43
              6 – Millenium II Giarmata  41
+ + + Das Ergebnis von Millenium II lag noch nicht vor. + + +

TimișPlus.ro, Timişoara / Temeswar; 27.05.2015
Der PSD-Politiker Ovidiu Brânzan – er war mal rumänischer Gesundheitsminister - war auch Chef der Firma SAIF-TIM SA, die sich mit Verträgen und dem Einkassieren öffentlicher Gelder befasste. Jetzt ist die Firma pleite und der gute Mann steht bei vielen Kreditgebern in der Schuld. Der Giarmataer Firma Giarmata Invest SRL schuldet SAIF-TIM SA 4.335.215,14 Lei. Insgesamt ist von 37.000.238,06 Lei (alte Währung), die man 280 physischen und juristischen Personen schuldet, die Rede.
+ + + Firmeninsolvenzen treffen immer auch gutmeinende (oder gutgläubige) Geschäftspartner. Ob die Giarmataer ihr Geld jemals wieder sehen werden? + + +

RENAȘTEREA(BĂNĂȚEANĂ).ro, Timişoara / Temeswar; 28.05.2015
Der Besitz des Giarmataer Landwirtschaftsbetriebs SC TECNO AGRIDI SRL, mit dem Sitz in Giarmata, Nr. 601, wird versteigert. Dazu gehören auch 10.000 m² Ackerland. Der Einstiegspreis liegt bei 20.088 Lei.
+ + + Des kännt merr sich doch iwerleje. Awwer do mus merr schun liewer im Garte arwete wie ich – eerscht noch uf’m Feld. Wann sich awwer doch jemmand intresseere sällt, die Versteigerung is am 8. Juni 2015 im Temeswarer Finanzamt in der Gheorghe Lazăr Stroß, Nr. 9B. Asso nicks wie hin. + + +

SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 29.05.2015
C4 (Liga III – Serie IV) – 26. Spieltag
CS Millenium Giarmata – ACS VM Craiova  0:3
Tore: Scarlat (17, 55), Stoichițoiu (70)
Aufstellung: Păduraru – Soare, Avram, Gîrba, Firan, Fuchs, Leucă, Stoica, Mihuța, Ștefan, Bîrză. Zum Einsatz kamen noch Oneț, Ilinca und Domșa.
Tabelle: 5 - CS Millenium Giarmata   24  10  4  10  23:25  34
+ + + Eine wahrlich ausgeglichene Bilanz. Ob man zum Saisonende in Giarmata damit zufrieden ist? Aufgestiegen ist aus dieser C-Liga-Gruppe die Arader Mannschaft UTA Bătrâna Doamnă mit 56 Punkten. Und weil im rumänischen Fußball wieder mal viel im Umbau ist, könnte sogar die zweitplazierte Mannschaft, CS Nova Mama Mia Becicherecu Mic, aufsteigen. Aber wie gesagt: Nicks is gwiss. + + +

FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; Mai 2015
„Primăria și Consiliul Local al comunei Giarmata, în armonioasă colaborare cu familia Tiuch, au pregătit pentru locuitorii satului Cerneteaz și pentru goștii lor, sărbătoarea rugii.“ – „Das Bürgermeisteramt und der Gemeinderat der Gemeinde Giarmata, in harmonischer Zusammenarbeit mit der Familie Tiuch, haben für die Einwohner des Dorfes Cerneteaz und ihre Gäste das Kirchweihfest vorbereitet.“ Gefeiert wurde wie immer seit 20 Jahren am 9. Mai. Eingefunden hatten sich Europaabgeordnete, Senatoren, Parlamentarier, Kreis- und Lokalpersönlichkeiten, schreibt das Blatt. Am Nachmittag wurde bei schönem Wetter nach dem Motto „În Banat potop să cadă, tot se cântă și se joacă“ in der Dorfmitte gefeiert. Und da kamen schon mal Emotionen hoch. Der 81-jährige Octavian Gruici diktierte der Journalistin Silvia Fechete in den Notizblock: „Ich hatte Angst, zu sterben, ohne meine Straße asphaltiert zu sehen. […] Aber der Bürgermeister hat mir diesen Traum erfüllt und mit Gottes Hilfe wurde sie asphaltiert.“
+ + +  Ich hun schun immer gsaat: Wu de Richter un de Herrgott zammarwete, do geht aah was vorwärts.  + + +  

Mittwoch, 27. Mai 2015

Der Tag in Rumänien und jeweils eine seiner vielen sich sehr ähnelnden Schlagzeilen

ROMÂNIA LIBERĂ, Freitag, 15. Mai 2015: 
„Liviu Dragnea zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt, im Dossier ‚Das Referendum‘“.
In dem Anklagedossier „Das Referendum“ werden 74 Personen beschuldigt, sich im Jahre 2012 an Manipulationen bei der Volksbefragung zur Amtsenthebung des damaligen Präsidenten Traian Băsescu beteiligt zu haben. Liviu Dragnea ist Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei (PSD) und Minister für Regionalentwicklung und Öffentliche Verwaltung. Vor drei Jahren war er Generalsekretär der PSD. Diese Vorfälle sind schon länger ein Fall für die rumänischen Gesetzeshüter. Es wurden bereits einige der Beschuldigten verurteilt. Liviu Dragnea hat noch am Freitag (15.05.’15) seine Ämter in Regierung und Partei niedergelegt.

GÂNDUL, Samstag, 16. Mai 2015: 
„98.000 Lei und drei Kilogramm Gold des Anwalts Doru Boştină, beschlagnahmt im Hinterziehungsdossier von mehr als einer Million Euro“.
Es handelt sich um Steuerhinterziehungen im IT-und Beratungsbereich. Mit dem im Titel zitierten Anwalt Doru Boştină wurden zwei weitere Verdächtige verhaftet und ein dritter unter Hausarrest gestellt. Es fanden auch 18 Hausdurchsuchungen in Bukarest sowie in den Kreisen Ilfov und Ialomiţa in Anwesen von 16 Personen statt.

HOTNEWS.RO, Sonntag, 17. Mai 2015:
„Laura Codruţa Cövesi: Ich glaube die Untersuchungen haben Unruhen in den Reihen der politischen Klasse ausgelöst. / Ich glaube nicht, dass verdeckte Offiziere in der Nationalen Antikoruptionsdirektion (DNA) sind, aber man soll überprüfen. / Ich habe über die strafrechtlichen Dossiers weder mit dem gewesenen noch mit dem jetzigen Präsidenten gesprochen.
Seit 2013 leitet die Staatsanwältin Laura Codruţa Cövesi die Nationale Antikoruptionsdirektion. Die obigen als Titel veröffentlichten Sätze der rumänischen Gesetzeshüterin entstammen einem Interview des TV-Senders ProTV. Sie machen die Brisanz deutlich, die das Vorgehen der Staatsanwälte gegen die immer noch grassierende Korruption in Rumänien hat.

RENAŞTEREA BĂNĂŢEANĂ, Montag, 18. Mai 2015: 
„Umfangreiche Durchsuchungen bei Medien. Hausdurchsuchungen in 35 Firmen des Unternehmens Mediafax Group.“ 
Auch diese Schlagzeile wird kaum noch jemand erstaunt haben. Der rumänische Pressetrust Mediafax steht schon seit vergangenem Jahr im Visier der Steuerfahnder. Besonders der Medienzar Adrian Sârbu spielt in diesem Fall eine unrühmliche Rolle. Er saß schon im Februar dieses Jahres für 30 Tage in Untersuchungshaft. Auch der Journalis Sorin Roşca Stănescu soll fleißig mitgemischt haben. Der dem Staat zugefügte Schaden liegt angeblich bei 3,5 Millionen Euro.

COTIDEANUL, Dienstag, 19. Mai 2015: 
„DNA weitet die Ermittlungen auf den Schwiegersohn Băsescus aus .“ 
Der Mann heißt Radu Pricop und ist verheiratet mit der Tochter Ioana des ehemaligen Präsidenten Rumäniens, Traian Băsescu. Die Nationale Antikoruptionsdirektion (DNA) ermittelt gegen den Expräsidentenschwiegersohn wegen Falschaussage und Verleitung zur Falschaussage. Pricop hat aber bereits ein anderes Verfahren am Hals. Dort geht es um Erpressung. Von 4 Millionen Euro berichten die Zeitungen. Es gibt auch einen prominenten Mitangeklagten namens Sergiu Lucinschi. Sein Vater war mal Präsident Moldawiens.

EVENUMENTUL ZILEI, Mittwoch, 20. Mai 2015: 
„Das Verfassungsgericht klagt den Senat der Illoyalität an.“ 
Der Streit dreht sich um die Person des Senators Dan Şova. (Rumänien hat ein parlamentarisches Zwei-Kammern-System.) Der PSD-Politiker müsste nach den Ermittlungen der Antikorruptionsbehörde DNA längst wegen Korruption hinter schwedischen Gardinen sitzen. Der Senat hat aber einer Immunitätsaufhebung mehrheitlich nicht zugestimmt. Mehr noch, die Senatoren haben sogar das entsprechende Gesetz betreffend den Status der Abgeordneten und Senatoren geändert. Die Richter des Verfassungsgerichts (CCR) beklagen einen Loyalitätsverlust in der „Zusammenarbeit der staatlichen Institutionen“ und einen Mangel an Respekt „gegenüber den Prinzipien und Werten der Verfassung“.

AGERPRES, Donnerstag, 21. Mai 2015: 
„Vasile Blaga denunziert von Darius Vâlcov bei der DNA.“
Die Personen: Vasile Blaga ist Vorsitzender der PNL (Nationalliberale Partei)Klaus Johannis war 1. Stellvertretender Vorsitzender dieser Partei, als er ins Präsidentenamt gewählt wurde,  – und Darius Vâlcov (PSD), Senator, von Dezember 2014 bis März 2015 Finanzminister. Es geht um Einflussnahme bei der Ausschreibung eines großen Tiefbauprojekts im Munizipium Slatina (Kreis Olt) im Jahre 2009.

Man kann die rumänischen Zeitungen weit zurück verfolgen und wird nie Schwierigkeiten haben, ähnliche Schlagzeilen wie die obigen zu finden. Die EU fordert seit Jahren eine schärfere Korruptionsbekämpfung in Rumänien. Wer die Medien dieses Landes verfolgt, wird zugeben müssen, dass die Gesetzeshüter sich alle Mühe geben. Leider sind die Korruptionsstrukturen so verfestigt, dass die Staatsanwaltschaften Mühe haben, die Masse an Dossiers abzuarbeiten. Die DNA hat nur 86 Staatsanwälte im Einsatz. Das ist bei 2200 neuen Fällen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres viel zu wenig, sagt Laura Codruţa Cövesi.

Die Anklagen richten sich meist gegen Politiker aller Coulleur. Und die wollen ihre Pfründe nicht kampflos aufgeben. Die oberste Staatsanwältin beklagt, dass ihre Behörde sich alle zwei Wochen mit neuen Gesetzen und Verordnungen herumplagen muss. Das ist nicht verwunderlich, hat die DNA doch die Aufgabe, sich nur um Korruptionsfälle auf hohem und mittlerem Niveau zu kümmern. Davon sind auch die Mitglieder der zwei Legislativkammern (Senat und Parlament) gemeint. Von Mai 2013 bis Mai 2014 wurden vier Minister, ein Europaabgeordneter, vier Parlamentarier, ein Senator, 11 Bürgermeister fünf Richter und drei Staatsanwälte verurteilt. Wie man sieht, macht die Korruption selbst vor den Türen der Gesetzeshüter nicht halt.

Und wer schon mal in diesem Land gelebt hat, der wird sich mitnichten ob dieser Situation wundern. Ich kenne Menschen mittleren Alters, die heute noch, dreißig und mehr Jahre nach ihrer Aussiedlung aus Rumänien, beim kleinsten Problem zuerst die Frage stellen „Kennst net jemmand?“, statt sich nach einem Handwerker oder einer Autowerkstatt umzusehen. Geschweige denn bei Behördenbesuchen: „Na selle merr net wennichstens e Tafel Tschokolad mitholle?“, heißt es da. Und das für eine oft banale Legalisierung eines bereits ausgefüllten Vordruckes.

Dass dieses schon in Kinderjahren anerzogene Anbietungsverhalten (oft auch Anbiederung) – Kinder höhren ja mit und registrieren sehr gut, wenn Erwachsene sich unterhalten – nicht von einer Generation auf die andere auszumerzen ist, zeigen die in meinem Umfeld existierenden und nicht in DNA-Zuständigkeiten fallenden Beispiele genauso wie die „avalanşa“, Flut (Cövesi) der „hohen“ Korruptionsfälle im Rumänien dieser Tage. Aber man bemüht sich, hier wie dort. Hier spricht man von Integration, dort von Antikorruption.
                                                        Anton Potche

Montag, 18. Mai 2015

Sub vişinul înflorit - Unter dem blühenden Weichselbaum

de Carol Scrob (1856 – 1913)

O adoram de-o vreme-ntreagă
Şi ochii ei fermecători
Făceau să-mi fie-atât de dragă!
Zărind-o, mă treceau fiori!

Păstram amorul în tăcere,
Şi cât eram de fericit!
Iar într-o zi de mai, frumoasă,
I-am scris, şi-apoi ne-am întâlnit...

Am stat în luncă toată ziua
Culcat sub vişinu-nflorit;
Şi, tot privind în ochii-i negri,
Pe braţu-i alb am adormit...

Iar când mă deşteptai, spre seară,
În păru-i negru, mătăsos,
Ninsese florile de vişin...
Şi cât îi stătea de frumos!

Păstram amorul în tăcere,
Şi cât eram de fericit!
Dar într-o zi de august, tristă,
Am plâns, şi-apoi ne-am despărţit.


Foto: Anton Potche

Unter dem blühenden Weichselbaum
von Carol Scrob

Seit einer Zeit betete ich sie an
Und ihre bezaubernden Augen
Waren mir ein Liebestrank!
Ihr Anblick ließ mich schaudern!

Ruhig hab’ ich Amors Pfeil bewahrt,
Und genoss das Glück der Lieb’!
Aber eines schönen Maientag’s
Trafen wir uns nach meinem Brief…

Wir lagen tagsüber in den Auen
Unterm blühenden Weichselbaum;
Und vertieft in ihre schwarzen Augen
Schlief ich ein auf ihrem weißen Arm…

Als ich dann gegen Abend aufgewacht,
Weichselblüten hatt’ es geschneit
In schwarzseidene Haarpracht…
Und sie zierten ihre Schönheit!

Ruhig hab’ ich Amors Pfeil bewahrt,
Und genoss das Glück der Lieb’!
Aber eines tristen Augusttag’s
Weinte ich, sie ging von mir.


[Übersetzt aus dem Rumänischen von Anton Potche]
Ingolstadt, 2015


Carol Scrob (1856 – 1913) war ein dichtender Major der Infanterie. Er kämpfte 1877 in der rumänischen Armee im Unabhängigkeitskrieg gegen die Osmanen. Seine Gedichte erschienen in den Zeitschriften STINDARDUL, LITERATORUL, REVISTA LITERARĂ, PELEŞUL, CURIERUL, UNIVERSUL sowie MINERVA LITERARĂ, und die Zeitschrift VIITORUL ŢĂRII brachte er selbst heraus. Er hat auch vier Gedichtbände veröffentlicht. 1881 zählte Alexandru Macedonski (1854 - 1920) ihn neben Duiliu Zamfirescu (1858 - 1922) zu den Hoffnungsträgern der rumänischen Poesie.
Carol Scrob hat auch Gedichte von Goethe, Heine, Lenau, Francois Coppee und Sully Prudhomme ins Rumänische übersetzt.

Montag, 11. Mai 2015

Campionatul bavarez de poetry slam la Ingolstadt

Oraşul de pe Dunăre a găzduit între 7 şi 9 mai 2015 campionatul bavarez de poetry slam, cu denumirea Bayern Slam – Bavaria Slam. Numeroşi slam-işti din Bavaria şi-au prezentat programele pe mai multe scene din Ingolstadt - unii în afara concursului. Combatanţii (54 înscrişi pentru concurs) au fost împărţiţi în două categorii de vârstă: sub şi peste 20 de ani. Cei peste 20 de ani (36 de concurenţi) au concurat în patru semifinale şi o finală iar cei sub 20 de ani (18 concurenţi) în două semifinale urmate de o finală. Referentul cultural al oraşului, Gabriel Engert, a scris în caietul de program al competiţiei: „Ne vom bucura de texte de duh, ingenioase şi pline de sentiment.“ Cine a vizitat una sau mai multe din aceste evenimente literare (în nouă locuri diferite), îi va da dreptate. Tot aşa va încuviinţa şi cele scrise de grupul de organizare: „Dacă textele vor fi sonore sau fine, ritmate, în mod rap, prozaice, lirice, comice, satirice, dacă vor avea conţinut socialcritic, politic sau stupid nu poate să vă spună nimeni înaintea evenimentului, fiindcă fiecare slam este o cutie de minuni.“

Exact aşa am trăit personal la librăria Hugendubel din centrul oraşului semifinala cu nouă participanţi, dintre care s-au calificat doi pentru finala. În faţa unei culise de cărţi şi a unui public numeros, în mare majoritate tiner, cei nouă slam-işti – şapte bărbaţi şi două femei, toţi cu vârsta de peste 20 de ani – au performat la un nivel literar şi artistic destul de ridicat. Concursul în sine se desfăşoară după reguli stricte. Cei nouă concurenţi sunt împărţiţi în două grupe a patru respectiv cinci persoane. Câştigătorul fiecărei grupe se califică pentru finala. Timpul de citire sau recitare este de cinci minute. Texte care au fost prezentate la alte faze de concurs (în club, local sau regional) nu sunt permise pentru semifinala. Finala se dispută în două faze. În prima fază nu este acceptat textul din semifinala. Abia în ultima rundă pentru stabilirea câştigătorului cei doi combatanţi rămaşi în cursă pot apela din nou la textul lor din semifinala. Nu este admisă o costumaţie specială, nici folosirea de instrumente muzicale, cântatul este permis numai sub formă de citat. Permis este însă cântatul vorbit, adică rap-ul. Cine încalcă aceste reguli este exclus din concurs. În semifinale un juriu de 7 persoane alese din public (deci nu stabilite după criterii valorice) va acorda note cuprinse între 0,0 şi 10,0. Nota de concurs va fi însă suma aritmetică din cele cinci note de mijloc, deci cea mai mare şi cea mai mică notă nu se iau în considerare. În finala notele vor fi acordate de zece arbitri.

Michael Jakob
Semifinala de la librăria Hugendubel a cuprins toate elementele de surpriză anunţate în program. Chiar şi o costumaţie specială a fost prezentată spectatorilor, dar fără a influenţa concursul, ci atingându-l doar tangenţial. Ea a fost purtată de moderatorul serii, Michael Jakob. El avea rolul de a informa despre regulamentul concursului şi de a-i prezenta în câteva cuvinte pe combatanţii literari. În prima grupă s-au prezentat pe scenă Helmuth Steierwald din Erlangen cu un text cabaretistic din împrejurimea socială turco-arabă, Malin Lamparter din Kempten cu un recital foarte poetic cu caracteristici muzicale (crescendo, decrescendo, accelerando etc.), Ben Bögelein din Ansbach prezentând un text despre tatuaje şi Felix Kaden din Roth, care şi-a citit textul (proaspăt) de pe un telefon mobil, câştigând această dispută literară cu 42,3 de puncte. 

Thomas Schmidt
Seria a doua (fără pauză – un punct din regulament) a fost deschisă de Frederike Jakob din Bayreuth cu un text antirăzboinic, fiind urmată de Davud Pivac din München – un text foarte ambivalent despre fenomenele poetry slam şi sexualitate -, Thomas Schmidt, Forchheim, - un excurs delicios în viaţa învăţătorului german -, Martin Sieper, Dachau, - critică plină de sarcasm la adresa mişcării antiislamice din Germania -, şi în sfârşit un reprezentant al oraşului gazdă Ingolstadt, Kevin Reichelt, care a recitat în stil cabaretistic un text socialcritic. Cele mai multe puncte a primit de data asta Frederike Jakob, de altfel singura care a primit odată nota 10 (din păcate neintrată în calcul).

Fotografii: Delagiarmata
Evenimentul a arătat ce importanţă culturală a căpătat acest mod de a prezenta literatură. Poetry slam-urile fac parte din scena literară germană şi sunt luate în considerare de paginile culturale ale ziarelor tipărite, a posturilor de radio şi televiziune şi bineînţeles de multe site-uri din lumea internetului. A fost interesant de urmărit, cu câtă atenţie dar şi cu ce gust critic au înregistrat oamenii tineri cele rostite în faţa microfonului. Cu această scenă literară, născută cu ani în urmă în Statele Unite, în Germania nu trebuie nimeni să-şi facă griji de viitorul literaturii germane, chiar dacă aceşti artişti literar folosec în limbajul lor în mod foarte normal expresii ca „texte-story-telling“, „texte-spoken-word“, „story-tell-erişti“, „underdogs“ şi altele. Tobias Heyel, unul din slam-iştii germani consacraţi spune într-un nterviu cu săptămânalul BLICKPUNKT din Ingolstadt: „Regula cea mai importantă a slamului este: ‚Respect the poet‘. Mai ales că unul sau altul dintre aceşti slam-işti a publicat deja una sau mai multe cărţi. Expresiile „Slampoet“ sau „Bühnenpoet“, adică poetul slam sau poetul de tribună, şi-a căpătat deja un loc bine meritat în limbajul foiletonistic german – cu toate că un anumit exces de anglicisme nu este chiar pe placul unei părţi a publicului şi a criticii literare.

Cotidianul DONAUKURIER publică azi în paginile sale de cultură un amplu articol despre finala Bavaria Slam-ului. Ediţia 2015 a fost câştigată de Eva Niedermeier (sub 20 de ani) şi Sven Kemmler (peste 20 de ani). Anul viitor Bavaria-Slam-ul, al şaselea, va avea loc la Bayreuth.
Anton Delagiarmata

Montag, 4. Mai 2015

Konzert mit kulturpolitischem Unterton

Die in Ingolstadt längst zur Tradition gewordene Orgelmatinee um Zwölf ist vom Stapel. Und die Liebhaber klassischer Musik im weiteren Sinn des Wortes und Kirchenmusik im engeren Sinn pilgern Sonntag für Sonntag um die Mittagsstunde in die Asamkirche Maria de Victoria in der Neubaustraße. So auch gestern, am letzten Tag des langen Maiwochenendes. Werke von Nicolaus Bruhns (1665 – 1697), Petronio Franceschini (1651 – 1680) und Carl Stamitz (1745 – 1801) standen auf dem Programm. Die Ausführenden waren für Kenner der regionalen Musikszene weitgehend bekannte Namen.

Quasi als Einleitung erklang – auch das schon Tradition – ein Orgelwerk von der Empore. Georg Staudacher konnte im Praeludium G-Dur von Nicolaus Bruhns seine gute Beinarbeit unter Beweis stellen. Von Bruhns selber erzählt man, dass er als hervorragender Geiger und Organist eine Violinstimme auf dem Orgelpedal so virtuos begleiten konnte, dass Zuhörer annahmen, es wären mehrere Musiker im Einsatz. So hat der Mann auch komponiert. Und der Organist Georg Staudacher, zurzeit Stipendiat der Begabtenförderung der Hanns-Seidel-Stiftung, scheint ihn verstanden zu haben.

Als zweites Stück dieses Konzertes erklang die Sonate D-Dur für zwei Trompeten, Streicher und Basso continuo von Petronio Franceschini. Vier kurze Sätze, die den zwei Trompetern einiges abverlangten. Es zeigte sich auch hier wieder, wie schwierig, ja fast unmöglich es ist, ein reines Bläserstück ohne jegliche Tonschwankung oder angetastete Technikhürde über die Runde zu bringen. (Wir reden von Live- und nicht Konservenmusik.) Das war auch hier nicht anders, was den Gesamteindruck der Darbietung aber kaum beeinträchtigen konnte. Profis wie Hans Jürgen Huber, Kulturpreisträger der Stadt Geisenfeld, und Michael Morgott, Kulturförderpreisträger des Landkreises Rosenheim, überspielen knifflige Momente, von vielen Zuhörern vielleicht gar nicht wahrgenommen, absolut souverän. Ich hatte beim Adagio den Blick kurz ins Programmheft gesenkt und musste beim Aufschauen feststellten, dass jetzt der beim Einsetzen des Themas pausierende Trompeter spielte. So etwas nennt man wohl eine perfekte Übernahme. Und als Konzertbesucher sollte man die Akteure nie aus den Augen verlieren, denn das Entstehen von Musik kann visuell ebenso spannend sein wie die auditive Teilhabe.

Den Bläsern folgten zwei Streicher. Alexander Konjaev (und nicht Sascha wie im Programmheft) ist Stimmführer der zweiten Violinen im Georgischen Kammerorchester und Vadim Makhovskiy begleitet die gleiche Funktion bei den Bratschisten der Georgier. Eine der Stärken dieser Ingolstädter Konzertreihe liegt auch darin, dass sich hier immer wieder Musiker als Solisten präsentieren können, die in ihrem Berufsleben überwiegend mehr oder weniger anonym in Orchestern agieren. Den Beweis ihrer Solistenqualitäten erbrachten die zwei Musiker in Carl Stamitz’ Sinfonia concertante D-Dur für Violine, Viola und Orchester. Zwischen einem etwas längeren Allegro moderato mit einem wunderschönen Thema – das Auditorium klatschte spontan nach dem Ende des Satzes – und einem Rondeau in beschwingtem ¾-Takt liegt eine Gänsehaut hervorrufende Romance. Eine an Perfektion grenzende Darbietung. Während man Bläsern zu Recht mögliche Interpretationsschwierigkeiten zugesteht (Lippen, Atmung, Fingertechnik) so ist man bei Streichern schnell zur Meinung verleitet, die hätten bei ihren Liveauftritten ein kleineres Risikopotential zu bewältigen. Musiker wissen aber, dass dem nicht so ist. Die Schriftstellerin Kristina Bilkau hat das „Zittern“ in der Hand einer Cellistin erst kürzlich in ihrem Roman Die Glücklichen thematisiert. Alexander Konjaev und Vadim Makhovskiy zitterten an diesem Sonntagmittag nicht – zumindest fürs Publikum nicht wahrnehmbar. Entsprechend begeistert war auch der nach einer Zugabe lechzende Applaus.

Und die gab es dann auch, was in dieser Konzertreihe gar nicht üblich ist, diesmal aber stark nach einer im Vorfeld vorbereiteten Geschichte roch. Hans Jürgen Huber trat nämlich vor das Orchester und tat in seiner unvergleichlich kecken, mit etwas Sarkasmus unterlegten Art kund, dass er mit seiner im Raum Ingolstadt sehr beliebten Bläsergruppe Schutzblech für das Konzertjahr 2015 vom Kulturamt der Stadt nicht berücksichtigt wurde. Sofort schwebte ein abwertendes Oh durchs Kirchenschiff. Der im Umgang mit Publikum erfahrene Huber ließ das ruhig abklingen und erwähnte dann, eher wie beiläufig, die Begründung des Kulturamtes laute: „Bei den Konzerten des Schutzblechs war die Kirche Maria de Victoria immer zu überfüllt.“ Allgemeine Heiterkeit in der auch diesmal vollen Kirche. (Ich fand zehn Minuten vor Konzertbeginn keinen Sitzplatz mehr.)

Die in bester Stimmung, sowohl im wortwörtlichen als auch im übertragenen Sinn, erklingende Zugabe war ein Beweis dafür, dass ein gutes Konzert sich bis zum letzten verklungenen Ton steigern kann. Hans Jürgen Huber hatte seinen Platz am Trompetenpult wieder eingenommen und Alexander Konjaev & Vadim Makhovskiy stimmten eine Bach-Kantate an. Welch herrliche Musik! Sogar das bisher als sehr sicher und einfühlsam begleitende AsamCollegium brachte mit seinem rhythmisch und harmonisch perfekten Pizzicato-Toncluster eine Steigerung zustande. Nicht enden wollender Applaus verabschiedete die Künstler.
                                                                Anton Potche