Mittwoch, 31. Dezember 2014

Dezember 2014 – Giarmata in den Medien

TION.ro, Timișoara / Temeswar; 02.12.2014
Ein schwerer Unfall hat sich auf der Landstraße bei Giarmata ereignet. Eine Frau kam mit ihrem Renault Clio ins Schleudern und prallte an einen Brückenpfeiler. Sie und ein Kind im Wagen wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
+ + + Laut Zeugenaussagen war kein anderes Fahrzeug an dem Unfall beteiligt. + + +

GAZETA de VEST, Timișoara / Temeswar; 05.12.2014
Seit zweieinhalb Jahren wird an der Infrastruktur Giarmatas fleißig gearbeitet: „Die Schulen in Giarmata und Cernăteaz wurden repariert, Sportstätten instandgesetzt und historische Gebäude restauriert“. Bürgermeister Virgil Bunescu wird mit den Worten zitiert: „Im Dorf Cernăteaz haben wir sechs Straßen instandgesetzt, auf einer Länge von fast 4 km. Sie sollten bis zum 15. September 2015 asphaltiert sein, aber es ist uns gelungen, am 1. November 2014 fertig zu sein, mit Geldern vom Entwicklungsministerium. Jetzt arbeiten wir an drei Straßen im Dorf Giarmata. Hier werden Wasser– und Kanalleitungen verlegt, es wird asphaltiert, Zufahrten zu den Grundstücken werden hergerichtet, Gehwege… zusammen 4,5 km.“ Die Schulsituation ansprechend, diktierte er dem Journalisten ins Notizheft: „Insgesamt lernen an dieser Schule 480 Schüler. Wir haben die Schule komplett überholt. Wir haben einen neuen Baukörper, Arztpraxis, Apotheke, Sportplatz.“ Zu weiteren Projekten erläuterte der Bürgermeister: „Das Notaufnahmezentrum wird Tag und Nacht von Ärzten und Assistenten besetzt sein. Wir werden in der Gemeinde auch ein Überwachungssystem mit Kameras einrichten, wo alles aufgezeichnet wird, was in Giarmata passiert.“ Auch am Strand soll sich etwas rühren. Hier soll ein Thermalbad entstehen und eine Fläche für Open-Air-Veranstaltungen. Eine neue Schule soll auf 3000 m² errichtet werden. Mit dem Bau wurde schon 2008 begonnen und bisher sind 7 Prozent des Projekts verwirklicht. Leider wurden die Arbeiten wegen Finanzierungsproblemen unterbrochen. „Jetzt haben wir eine Finanzierungsmöglichkeit durch Umschichtung aus anderen europäischen Maßnahmen gefunden“, zeigt sich der Bürgermeister optimistisch. „Nach sechs Monaten haben wir das Projekt überarbeitet und hoffen, bis Jahresende unterschreiben zu können. Die Arbeiten sollen 12 Monate dauern.“
+ + + Wann merr iwerall Kameras installeere, brauche merr aah nemmi iwer die Securitatespitzbuwe schenne. Die ware doch selmols aah norr die Kameras. + + +

BANATER POST, München; 15.12.2014
Die Zeitung der Landsmannschaft der Banater Schwaben hat eine Liste mit den „Ergebnisse[n] der Stichwahl in Banater Städten und Gemeinden veröffentlicht“. Danach haben in Giarmata / Jahrmarkt 2853 Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. 1936 (66 Prozent) haben für Klaus Johannis gestimmt und 917 (31 Prozent) für Victor Ponta.
+ + + Noh der List is Giarmata die oonzich Ortschaft im Banat, wu 66 Prozent plus 31 Prozent 100 Prozent sin. Schun die Johrmarker ware immer e bissje annerscht wie die annre, un die Giarmataer hun des geerbt. + + +

FOAIA de GIARMATA, Timișoara / Temeswar; Dezember 2014
Die Giarmataer haben den Nationalfeiertag Rumäniens (1. Dezember) mit einem mehrstündigen Kulturprogramm im Kulturheim gefeiert. Neben viel Musik und Tanz gab es auch die dem Ereignis angemessenen ernsten Momente. Der Pope der Gemeinde, Ștefan Marcu, hat ein Gebet gesprochen und Bürgermeister Virgil Bunescu eine Ansprache gehalten, in der er auch Folgendes sagte: „Wir müssen heute fröhlich sein, denn es ist unser aller Tag, der Tag der Rumänen. Anwesend ist auch Professor Luchin Octavian – das Symbol von Giarmata, einer der hier geborenen Rumänen, der ganze Generationen unterrichtet hat und der, bin ich überzeugt, es ewig bleiben wird, so lange Rumänien existiert. Ich träume von einem Rumänien und einer Gemeinde, in denen alle Weggegangenen zurück nach Hause kommen, in ein Rumänien in dem alle ehrbar leben, ehrlich und in Wohlstand.“
+ + + Wann des aah ziemlich dick ufgetraa is, sin ich mer sicher, der Mann hot aah an mich gedenkt. Drum will ich ehm die fettich Emphase aah net iwwelholle. + + + 

Montag, 15. Dezember 2014

Nasul eurocrat

Comisia Europeană, cu noul ei şef Jean Claude-Juncker, are circa 33.000 de angjaţi. Toţi aceşti eurocraţi se gândesc zi şi noapte numai şi numai la binele oamenilor din Uniunea Europeană. Nimeni însă nu va putea să nege faptul că la numărul imens de idei care se nasc astfel în creierile de la Bruxelles şi Luxemburg mai apari şi bazaconii. Acestea se răsfrâng de obicei asupra regiunilor şi comunelor din UE.

Primăria veche (stânga) şi Primăria nouă
din Ingolstadt
Foto: Delagiarmata
Iată un exemplu. În oraşul german Ingolstadt, şi nu numai acolo, există o directivă a Consiliului Orăşenesc prin care la repartiţia terenurilor pentru construcţii de case particulare (contra cost) sunt favorizate familii - de regulă oameni tineri cu copii mici – care îşi au deja domiciliul stabil în oraş. Acum se aud voci de la Comisia Europeană care vor să micşoreze prin legi noi efectul acestui aşa numit „model de băştinaşi”.

Fracţiunea creştin-socială din Consiliului Orăşenesc este alarmată şi s-a adresat guvernului german de la Berlin cu cererea de a interveni pe lângă Comisia Europeană cu scopul de a păstra status-quo-ul. Nu va fi un demers simplu, doar fiind cunoscută îndârjirea eurocraţilor, când domniile lor găsesc de cuviinţă să-şi bage nasurile în treburile altora. Să le fie de nas - cel puţin acum, în ajun de crăciun!
Anton Delagiarmta

Mittwoch, 10. Dezember 2014

„Solemnis“ hat ein besseres Publikum verdient

Die Adventszeit ist da und mit ihr unzählige Veranstaltungen, meistens Konzerte in allen denkbaren Besetzungen und Stilrichtungen: Haus-, Bläser- und Chormusik. Man versucht in dieser Zeit auch schon mal was Neues. Das muss nicht unbedingt direkt mit der Musik zu tun haben, kann deren Botschaft aber durch die äußeren Umstände angenehm verstärken oder auch unangenehm einschränken. Man muss halt den Mut zum Experimentieren aufbringen.

Der in Ingolstadt tätige Kulturverein Rumänischer Freundeskreis Ingolstadt e.V. hat den aus Bukarest angereisten Chor der Kirche Delea Nouă ins Ingolstädter Restaurant Kronstadt zu einem Konzert eingeladen. Ein für einen Kirchenchor ungewöhnlicher Ort, zumal es ja um mehr als ein Geburtstagsständchen ging – das nach getaner Arbeit auch dargebracht wurde -, und zwar um ein Adventskonzert. Da erwartet man natürlich eine Ruhe und Einkehr ermöglichende Atmosphäre. Wenn die dann auch noch mit einer Darbietung auf hohem künstlerischem Niveau einhergeht, hat ein solches Konzert seinen Zweck erfüllt.

Alexandru Mija dirigiert Solemnis
Foto: Anton Potche
Der Bukarester Chor unter der Leitung von Alexandru Mija hat wirklich hervorragend agiert, um den Ansprüchen eines als „magisch“ angekündigten „Adventskonzerts“ gerecht zu werden. Sollemnis (lat.) – solemn (rum.) – ehrwürdig – festlich – majestätisch – grandios – ernst – tiefgründig – heilig – großartig. All das lag in dem musikalischen und äußeren Erscheinungsbild des gemischten Kirchenchores Solemnis. Eine beeindruckende Stimmenausgewogenheit, ein reiches Repertoire mit Lieder verschiedener Völker, ein Dirigat mit „magischen Händen“ und nicht zuletzt überzeugende Soloeinlagen – alles beste Voraussetzungen für ein gelungenes Adventskonzert, wenn…

Ja wenn die Bedienung nicht ihrer Arbeit hätte nachkommen müssen (oder wollen), man nicht das Klirren von Besteck gehört hätte, das Erzählen von Restaurantgästen nicht so wichtig gewesen wäre, nicht Menschen aus anderen Räumen durch den „Konzertraum“ auf die Toilette geeilt wären, ein künstlicher Brunnen sein Plätschern nicht einstellen wollte und, und, und. Schade, wirklich schade, denn Solemnis hat ein besseres Publikum verdient. (Man kann es nicht oft genug wiederholen: Dieser Auftritt war als Adventskonzert plakatiert und im Internet angekündigt!)

So gesehen, war dieses Experiment eines Adventskonzertes in einem Restaurant nur bedingt gelungen. Aber man kann ja daraus lernen und auch andere Abläufe in einem solchen Umfeld ausprobieren. Es würde schon was bringen, wenn man das Ausschenken für die Zeit des Konzertes einstellen würde. Gut, dass es immer wieder Menschen gibt, die mit ihren wichtigen Neuigkeiten (oder im besten Fall Meinungen zu dem Geschehen vor Ort) nicht an sich halten können, erlebt man immer wieder, ob im Theater, bei Lesungen oder im Konzert. Trotzdem sollte man als Organisator nichts unversucht lassen, um kulturellen Botschafter­n – denn nicht mehr und nicht weniger sind Musikgruppen wie Solemnis – einen ehrwürdigen Auftritt zu ermöglichen.
 Anton Potche

Freitag, 5. Dezember 2014

Modernes Mittachesse

Gedicht im Johrmarker Dialekt

De Franz, de Nick un de Sepp 
Hun in Bukarest zu Mittach gess.
Um die schwowisch Kost mol zu vergesse,
Hun’se modern wolle esse.
E Grillhinglche forr e jede
Hot’s gewwe vu’me flinke Kellner.
Ohne vill zu schaue links un rechts,
Ware die Hinglcher aah ball weg.
E Getränk mi’me Zitronestick
Stellt de Kellner ah noch uf de Tisch.
Serveert in Tonschale,
Hot’s noch gedampft un war warm.

„Franz, host du des bstellt?“,
Froot noh ooner Weil de Sepp.
Un de Nick: „Was des sein kennt?
Aus Schale trinkt merr im Orient!“
De Franz muss sich vor Lache de Phanz halle,
Weil, was anre Leit mache, hot er beowacht:
„Schaut mol, die wäsche ehre fettiche Hänn
In de Schale mit dem Orientgetränk.“


[Johrmark, 1981]
Berns Toni
Worterklärungen: 
Hinglche = Hähnchen; 
Phanz = Bauch