Montag, 30. September 2013

Benefizkonzert zugunsten krebskranker Kinder

Wie schwer es ist, mit dem Schicksal nicht zu hadern, wissen nur Menschen, die zu den Heimgesuchten zählen. Der in Rastatt beheimatete Unternehmer Berthold Ebner gehört zu diesen Kämpfertypen, die sich nach einem schweren Schicksalsschlag wieder aufrichten, den Blick nach vorne richten und das erlittene Leid in Tatendrang und Hilfsbereitschaft für von Krankheit betroffene Menschen ummünzen. Benefiz heißt das Stichwort. Es stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Wohltätigkeitsveranstaltung, eben jene Veranstaltung, deren materieller Reinerlös weder dem Veranstalter noch den Protagonisten – Musiker, Schauspieler, Sportler, Politiker etc. – zugute kommt, sondern vom Schicksal benachteiligten Menschen.

Um ein Benefiz auf die Beine zu stellen, muss man vor allem gut vernetzt sein. Berthold Ebner, 1967 in der Banater Großgemeinde Jahrmarkt geboren, ist seit Jahren sehr gut in unternehmerische, soziale wie auch in musikalische Strukturen eingebunden. Er ist unter anderem auch Vorstandsvorsitzender des Freundeskreises Young Generation Orchestra, ein Nachwuchsklangkörper unter der Stabführung des international bekannten Pianisten und Dirigenten Frank Düpree.

Für den kommenden Samstag, 5. Oktober 2013, hat Berthold Ebner ein Benefizkonzert zugunsten krebskranker Kinder organisiert. Das Konzert wird vom Rheinklang Ensemble bestritten und beginnt um 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Baden-Badener Auktionsgesellschaft in 76473 Ifferzheim




(Fotos: Veranstalter)

Auch SWR2 hat einen Feature zu dieser Veranstaltung veröffentlicht.

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Resonanz

In der Zeitung BADISCHES TAGBLATT vom 7. Oktober ist eine Konzertbesprechung dieser Benefizveranstaltung zu lesen. Leider wurde sie nicht vollständig für Onlineleser zur Verfügung gestellt.

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Michael Vastag bespricht das Konzert in der Halb-monatszeitung BANATER POST und bringt seine Begeisterung für das hohe musikalische Niveau des neu gegründeten Klangkörpers zum Ausdruck. Er würdigt auch den sozialen Zweck der Veranstaltung, die "von dem aus Jahrmarkt stammenden Unternehmer Berthold Ebner organisiert" wurde.

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Sonntag, 29. September 2013

September 2013 – Giarmata in den Medien

RENAŞTEREA BĂNĂŢEANĂ, Timişoara / Temeswar, 01.09.2013
Liga III – Serie IV – 1. Spieltag
Millenium Giarmata AFCM Reşiţa  3:1
Tore: Blaga, Leucă şi Jichici
Tabelle: 1-2 Millenium Giarmata  3 Pkt.
+ + +  Start mit Rechts ist immer gut. + + +

RENAŞTEREA BĂNĂŢEANĂ, Timişoara / Temeswar, 06.09.2013
Im Kreis Timiş / Temesch werden die Mitglieder der Landwirtschaftskammer gewählt. Die Produzenten von Getreide und Industriepflanzen schicken für die Region Giarmata - Fibiş – Maşloc Paul Stelică Mălăieşteanu ins Rennen.
+ + + Viel Glück! + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 06.09.2013
Liga III – Serie IV – 2. Spieltag
CS FC Caransebeş - Millenium Giarmata  3:2
Tore: Steop, Negoescu, Sorin Gheju (für Caransebeş) und Leucă, Dancia (für Giarmata)
Tabelle: 5 Millenium Giarmata  3 Pkt.
+ + + Auf Rechts folgt beim Vorwärtskommen Links. So kann man das auch sehen. + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 14.09.2013
Kaum hat die Fußballsaison begonnen und schon geben die ersten Mannschaften auf. Aus der D-Liga hat sich Banatul Nerău zurückgezogen und in der 3. Liga Minerul Jiul Mătăsari. Das bescherte CS Ghiroda und Millenium Giarmata je einen spielfreien Tag. Also absolvierten sie ein Vorbereistungsspiel in Ghiroda. Die Giarmataer haben 5:3 gewonnen.
+ + + Stabilität scheint nicht die Stärke des rumänischen Fußballbetriebs zu sein. + + +

Liga V – Serie II – 5. Spieltag
ACS II Poli Timişoara  – Unirea Cerneteaz   5:0
Tabelle: 10 Unirea Cerneteaz  6 Pkt.
+ + + Off! + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 16.09.2013
Munizipalmeisterschaft – Serie I – 3. Spieltag
Millenium Giarmata II – Luceafărul   2:1
Tabelle: 2 Millenium Giarmata  II  9 Pkt.
+ + + Ein Talentreservoir ist wichtig. + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 20.09.2013
Liga III – Serie IV – 4. Spieltag
Vulturii 2009 Lugoş - Millenium Giarmata  3:1
Tore: Radosav, Rogojinaru (für Lugoş) und Leucă, Dancia (für Giarmata)
Tabelle: 10 Millenium Giarmata  3 Pkt.
+ + + Es sind nur 11 Mannschaften in der Serie geblieben.  + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 23.09.2013
Munizipalmeisterschaft – Serie I – 3. Spieltag
CSŞ Bega - Millenium Giarmata II   3:13
Tabelle: 2 Millenium Giarmata  II  12 Pkt.
+ + + Ja, ja, es ist so. + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 27.09.2013
Liga III – Serie IV – 5. Spieltag
Millenium Giarmata - Jiul Rovinari  0:0
Tabelle: 9 Millenium Giarmata  4 Pkt.
+ + + Immerhin einen Platz  vorgerückt.  + + +

Mittwoch, 25. September 2013

Das E-Book im Literaturzelt des Open-Flair-Festivals in Ingolstadt

Er hat sich ein E-Book von einer Bekannten ausgeliehen und darin gelesen, im Bett, als Einschlafmittel. Das ging nur so lange gut, bis das geräuschvoll auf den Fußboden gefallene Büchereinspeisegerät ihn aus dem ersten süßen Schlaf riss. Natürlich hätte er es mit dem Kindle erst gar nicht versucht – und vielleicht schon gar nicht im Bett -, wäre da nicht diese Veranstaltung im Klenzepark zu Ingolstadt mit dem schönen Namen Open Flair. Dazu gehört seit Jahren auch ein Literaturzelt mit einem Literaturfrühschoppen. Diese Veranstaltung wurde auch heuer von dem Ingolstädter Kulturbeamten Harald Kneitz moderiert. Thema: In Zeiten von Kindle & Co. – Hat das gedruckte Buch eine Zukunft? Tja. Was blieb Herr Kneitz da weiter übrig, als ein Schäferstündchen mit einem Kindle zu wagen. Den Ausgang dieses Wagnisses hat er als Anmoderation zu diesem Frühschoppen zum Besten gegeben.

Also gab es Informationsbedarf. Und um den zu befriedigen hatte Herr Kneitz sich drei sachkundige Gesprächspartner eingeladen (Foto: v. l.): Gerd Stiebert – Buchhändler, Matthias Matting – Journalist und E-Book-Autor, sowie Michael Kleinherne – Uni-Dozent, Autor, Journalist. Da saßen eigentlich zwei Repräsentanten gegensätzlicher Buchwelten, ein Moderater und ein beide Welten akzeptierender Akademiker am Tisch. Und Harald Kneitz spielte seine Erfahrung als Moderator voll aus, um die Herren zum Reden zu bringen. Das gelang immerhin so gut, dass eine Stunde wie im Nu verflogen war.

Nur 0,9 Prozent der verkauften Bücher würden hierzulande in elektronischer Form über die Ladentheke oder den Online-Handel gehen, erläuterte Gerd Stiebert. Das sehe in den USA natürlich ganz anders aus. Dort gäbe es in vielen Städten überhaupt keine Buchhandlungen mehr. Wie der klassische Buchhändler einer eventuell auch bei uns eintretenden ähnlichen Entwicklung gegenübersteht, wollte der Moderator wissen. Die Antwort des Buchhändlers, übrigens ein studierter Germanist, war nicht neu: Kompetenz und gute Beratung. Wenn Gerd Stiebert der neuen Entwicklung überhaupt etwas abgewinnen kann, dann ist es der Geschäftsrückgang der Zuschussverlage. Dadurch würden die seriösen Verlage, deren Produktionen in den Regalen der Buchhandlung Gerd Stiebert stehen, schon mal einen Konkurrenten weniger haben.

Zu verdanken ist das den Self-Publishing-Autoren. Diese Self-Publisher veröffentlichen ihre Werke eigenhändig im Netz, etwa bei Amazon. (Bisher gingen sie den Zuschussverlagen auf den Leim.) Ein Thema bei dem Matthias Matting so richtig in seinem Element war. Der Autor eines Self-Publisher-Bibel-Blogs erklärte, dass es in Deutschland bereits 75.000 Selbstveröffentlicher gebe. Vier Prozent von ihnen würden sogar mit ihren virtuellen Büchern um die 2000 Euro im Monat verdienen. Die verlorene Zeit mit den Verlagen könne ein Autor durch diese Art der Veröffentlichung in kreative Zeit investieren.

Der Dozent für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur an der Universität Eichstätt, Michael Kleinherne, ist auch Buchautor Drehpause - Erzählungen). Er wurde bisher bei seinen Lesungen noch von niemand nach einer E-Book-Ausgabe seiner Bücher gefragt, erzählte er. Das könnte sich aber schon bald ändern, wenn er eine Lesereise in die USA unternehmen wird. Aus seinem Arbeitsalltag lieferte er zum Amüsement des Publikums auch eine Begründung dieser Befürchtung (?) nach: „Ausländische Studenten, grade aus den USA, wollen alles in Bildern haben, die wollen kein Papier mehr. Bei der Bewertung meiner Kurse stand dann da: Bitte weniger Papier, bitte mehr Bilder.“ Für die rhetorische Frage eines sich im Publikum outenden Self-Publishers, was ihm denn bei lauter Absagen von Verlagen anderes übrig geblieben wäre, als diesen Weg des elektronischen Veröffentlichens zu gehen, zeigte der Germanist volles Verständnis und gab zu, dass er besonders für junge Autoren im Self-Publishing durchaus eine Durchbruchchance sehe.

Interessant wurde es, als aus dem Publikum – da saßen wirkliche IT-Experten – die Datensicherheit bei E-Books angesprochen wurde. Matthias Matting war gefragt. Und er redete auch nicht viel um den heißen Brei. Dabei lief es Frau Petra Kleine, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Ingolstädter Stadtrat, nach eigenem Bekunden kalt über den Rücken. Nicht nur der E-Book-Vertreiber, z.B. Amazon, liest mit, weiß, ob ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen oder bei Seite 100 aufgegeben habe. Er ist auch bestens darüber im Bilde, was ich mir unterstrichen habe usw. Dass dies alles auch für die Schnüffler aus den USA, England etc. gilt, war da nur mehr eine Randbemerkung. Am wenigsten überrascht und schon gar nicht geschockt von diesen Aussagen des E-Book-Experten zeigten sich die anwesenden Internetkenner. Trotzdem entspann sich zu diesem Thema eine angeregte Diskussion. Man lag halt im Trend.

Moderator Harald Kneitz hat sich auf jeden Fall vorgenommen, den Roman auf seinem ausgeliehenen Kindle auszulesen. Hoffentlich sichert er das Lesegerät vorher ab – nicht vor der Neugierde der NSA, sondern vor dem Fall aus seinem Bett. Denn so ein Gerät kostet immer noch mehr als ein Buch im Allgemeinen und ein Self-Publishing-Buch im Besonderen. Der Durchschnittspreis Letzterer liegt bei nur drei Euro. Von der literarischen Qualität der schriftstellerischen Ergüsse dieser Amateure scheint der Ingolstädter Kulturbeamte aber nicht besonders eingenommen zu sein. Auch seine Bekanntschaft mit einem Kindle scheint ihn wahrlich nicht begeistert zu haben. Das konnte oder wollte er während der ganzen Veranstaltung nicht verbergen. Da hatte er wahrscheinlich die große Mehrheit der Anwesenden, etwa 30 Personen, auf seiner Seite. Nur eine Leserin hob die Hand, bei der Frage, ob es überzeugte E-Book-Leser im Publikum gäbe. Das wären immerhin 3,3 Prozent. Auf jeden Fall mehr als die von Gerd Stiebert genannte Anteilszahl von E-Books am deutschen Buchverkauf.

Außerhalb des Literaturzelts interessierte sich kaum jemand für das Schicksal des gedruckten Buches und des E-Books. Dort saß man an langen, solide gezimmerten Holztischen – keine üblichen Biertische – und genoss eine Brotzeit, ein Bierchen und die gute Musik der Band The Dixie Dogs.

Anton Potche


Montag, 23. September 2013

O victorie senzaţională a partidelor conservatoare din Germania

Poporul german a ales ieri pe cel de-al 18-lea Bundestag, parlamentul german. A fost din mai multe privinţe o zi electorală cu caracter istoric. Pentru prima dată în istoria Republicii Federale Germania, Partidul Democrat Liber (FDP) nu a reuşit să intre în parlamentul din Berlin. Multe guverne germane au avut miniştri de externe proveniţi din rândul liberalilor. Cel mai renumit a fost Hans-Dietrich Genscher. El a condus ministerul de externe în perioada 1974 – 1992, fiind şi vicecancelar. Între anii 1969 şi 1974 a fost ministru de interne. Şi actualul ministru de externe este un liberal: Guido Westerwelle.

Ieri liberalii (FDP) au eşuat de obstacolul de 5% care este necesar pentru intrarea în parlament. Câştigătorii au fost Partidul Creştin Democrat (CDU), condus de cancelarul Angela Merkel, şi Partidul Creştin Social (CSU), condus de Horst Seehofer, partid care a câştigat cu o săptămână în urmă majoritatea absolută în landul său de baştină, Bavaria. (Acest partid este un partid regional al landului Bavaria. Ca urmare a unei uniuni a celor două patide creştine, şi la alegerile parlamentare pentru parlamentul berlinez în Bavaria a candidat ieri numai Partidul Creştin Social.) Uniunea, sub care firmează de fapt cele două partide în discursul politic, a câştigat 41,5 % dintre voturi, mişcându-se foarte aproape de o majoritate absolută.

Dar cum „foarte aproape” nu ajunge pentru a guverna singur, Uniunea va trebui să-şi caute un partener de coaliţie. Zilele următoare vor arăta cu cine creştinii vor dicuta pentru formarea unui nou guvern. Cert este că doamna Merkel nu va purta negocieri cu Partidul de Stânga (8,6%), programele lor politice diferând prea mult. Rămâni Verzii (8,4%) şi Partidul Social Democrat (SPD) cu 25,7%.

Cert este că Angela Merkel va rămâne cancelar – în cea de-a treia sa perioadă electorală. Acest lucru se datorează unei constalaţii destul de curioase. Noul Bundestag va avea 630 de locuri: 311 Uniunea, 192 SPD, 64 Partidul de Stânga şi 63 Verzii. Asta înseamnă că cele trei partide care au format şi până acum opoziţia în camera deputaţilor ar avea o majoritate de voturi: 319 faţă de cele 311 ale partidelor creştine. Problema este că atât social-democraţii cât şi verzii au proclamat pe tot parcursul campaniei electorale că nu vor sub nici o formă să coaleze cu Partidul de Stânga. Asta înseamnă că Uniunea va trebui să-şi caute un partener de coaliţie pentru a forma un nou guvern. Mulţi comentatori politici cred că în următorii patru ani Germania va fi guvernată de o „coaliţie mare” constituită de Uniunea şi Partidul Social Democrat. Oricum, zilele următoare rămâni pe parchetul politic din Berlin destul de captivante.

Anton Delagiarmta

Mittwoch, 18. September 2013

Linker Wahlkampf in Ingolstadt

Nicht geschafft. Trotz bestmöglicher Hilfe aus Berlin. Die bayerischen Linken hatten am vergangenen Donnerstag eine Wahlveranstaltung in Ingolstadt organisiert.

Sie waren schon da, an gleicher Stelle auf dem Rathausplatz: Horst Seehofer und Christian Ude. Die Kanzlerin Angela Merkel wollte kommen. Ein Geiselnehmer hatte aber andere Pläne just an jenem Tag. Fast musste auch Gregor Gysi fernbleiben, im Stau auf der A9. Aber dann schaffte er es doch noch, mit 50 Minuten Verspätung.

Es geht ja im Wahlkampf auch immer um die Fragen: Wer hat den besten Redner? Wer hat die beste Veranstaltung? Wer hat die meisten Besucher? (Auch wenn das sich nicht unbedingt in Stimmen widerspiegelt.) Also für Ingolstadt kann man festhalten, dass Seehofer die meisten Gäste hatte. Es folgt Ude und zum Schluss Gysi. Wenn ich an Wahlveranstaltung denke, fällt mir als erstes immer die Musik ein. Da hatten die Linken eindeutig die Nase vorn. Nichts gegen Blasmusik – bei Seehofer war die Blaskapelle grün gekleidet, bei Ude rot -, aber einem Auftritt von Bartls Most hatte sie nichts entgegenzusetzen.

Und der Redner? Na ja. Die Ingolstädter hatten ihrem Hauptredner, dem einige Bezirkstags-, Landtags- und Bundestagskandidaten am Rednerpult vorangegangen waren – man musste ja 50 Minuten mehr als geplant überbrücken –, schon mal in weiser Voraussicht noch ein Podest hinter das Rednerpult geschoben. Er ist halt klein, der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag. Aber doch nicht so klein, um sich über ein Mikrofon in normaler Höhe verständlich zu machen. Und wirklich, Gregor Gysi schaffte es ganz ohne Podest. Er hat den Untersatz mit seinem gesunden Humor unter dem Applaus des Publikums beiseite geschoben. Und schon nach den ersten Sätzen zog er das Auditorium in seinen Bann. Da kommt weder ein Horst Seehofer noch ein Christian Ude heran.

Also fällt es mir nicht schwer, zu sagen, dass der Linke klar gegen seine CSU- und SPD-Widersacher gepunktet hat. Was die Inhalte betrifft, bleibt das natürlich Geschmacks- und Einstellungssache. Der Landtagskandidat der Linken aus Ingolstadt, Stadtrat Jürgen Siebicke, einer von Gysis Vorrednern, erinnerte schon mal daran, dass nach einer Kundgebung im Januar 2008 an gleicher Stelle, ein gewisser Oskar Lafontaine wohl einen wesentlichen Anteil beim erstmaligen Einzug der Linken in den Ingolstädter Stadtrat hatte. Warum sollte es jetzt nicht mit einem Einzug in den Landtag klappen, fragte er rhetorisch, wo der Wahlkampfhelfer aus Berlin doch genauso prominent sei wie der Saarländer. Hat, wie gesagt, nicht geklappt.

Und das, obwohl Gregor Gysi alle Erwartungen erfüllt hat und seine Partei mal ernst, ja echt böse, und mal pointiert als einzige Opposition im deutschen Bundestag präsentierte. Dass wir eine solche in einer gut funktionierenden Demokratie auch brauchen, scheint nach der Landtagswahl im Freistaat nicht ganz angekommen zu sein. Wie das im Bund aussieht, werden wir am kommenden Sonntag nach 18:00 Uhr sehen.

Anton Potche


Montag, 16. September 2013

Zwiegespräch zwischen Kunstwerken

Die bildenden Künstlerinnen Beatrix Eitel (*1964, Kronstadt / Rumänien) und Andrea Viebach (*1963, München) lassen ihre Kunstwerke Zwiegespräche führen. Das funktioniert am besten in einer gemeinsamen Ausstellung. Diese ist vom 22. September bis zum 3. November 2013 im Museum an der Stadtmühle in 91788 Pappenheim, An der Stadtmühle 1 zu folgenden Öffnungszeiten zu besuchen: Samstag, Sonn- und Feiertag 14:00 – 17:00 Uhr.


Bei der Vernissage am Sonntag, 22. September 2013, 11:00 Uhr wird Dr. Isabella Kreim vom Kulturkanal des Radiosenders Radio IN die Künstlerinnen und ihre Werke vorstellen. Ein Konzert soll das „Zwiegespräch“ bereichern. Und zwar am 26. Oktober 2013 um 19:00 Uhr. Musizieren werden Gunther Dietz mit der Gitarre und Sonja Pielder mit der Querflöte.

Näheres zu dieser Ausstellung erfährt man beim Kunst und Kulturverein Pappenheim, Tel.: 09143-6228 und 09143-6586.

Anton Potche

Mittwoch, 11. September 2013

Mensch, Luzi! Ich mach mer echt Sorje.

Pamphlet im Johrmarker Dialekt

Asso ich muss schun soon, ich sin sehr entteischt. Unser Johrmarker Journalist, de Luzi, hot in seim lange Artikelschreiwerlewe schun tausende Artikle gschrieb. Un Bicher hot er aah schun gemach. Sogar in Jormarkrischem Schwowisch. Des will schun was haaße. Un des muss aah entsprechend gelobt werre. Der Mann kann schreiwe. Hut ab!

Awwer ka Rezensione. Naa, des kann er net, unser Johrmarker Luzi. E Rezension, des is net meh wie e Artikel iwer e Buch. Un des macht merr so: Merr leest des Buch, am beste vun vorre bis hinne hin, un net norr de Klappetext. Wann merr e Blei bei der Hand hot un alles unnerstreicht, was gut is, tot merr sich nohher beim Rezenseere, asso beim Artikelschreiwe, aah leichter. Un noh sitzt merr sich hin – ältre Berufsschreiwer hun Schreibpulte un kenne stehn bleiwe – un fangt on, die Rezension zu schreiwe. Jeder Rezensent muss dabei e paar ganz wichtiche Regle beachte.
            1.) Er muss sich frooe, was dem Autor vun dem Buch – norr wann er noch lebt – am beste gfalle mächt. Ob der sich vleicht e längri odder e kärzri Rezension winsche kännt. Odder ob der Buchschreiwer e dicki odder e dinni Haut hot.
            2.) Er, de Rezensent, muss alles Unnerstrichne nomol dorchlese un alles annre, asso was ehm net gfall hot, schnell vergesse.
            3.) Eerscht noh kann er onfange zu schreiwe. Awwer er muss sich aah weiderhin an strickte Regle halle:
            3.a.) Er muss es eerscht de Autor vorstelle un alles erwähne, was e gudes Licht uf dee Mann odder die Fraa – Weiwer schreiwe jo aah Bicher, in letzter Zeit sogar meh wie Männer – werft.
            3.b.) Er muss alles vun ehm, em Rezensent, Unnerstrichne, asso alles Positive, als Zitat, ganz odder im Ausschnitt, in seiner Rezension benutze.
            3.c.) Die Zitate muss er so kommenteere, dass se aah em letzte Zweiwler gfalle. (E Regisseur vun der Columbia Universität aus New York hot mer mol verzählt, in Amerika werd e schlechter Film so lang beworb, bis er eme jede Amerikaner gfallt. Un vun de Amerikaner kann merr jo norr lerne.)
            3.d.) Er muss in jedem Satz lowe, lowe un nomol lowe.
            3.e.) Er muss zum Schluss des Buch in oom Satz so zammfasse, dass jeder Leser noh’m Lese vun der Rezension sofort alles stehn un leije losst, in die Buchhandlung rennt un sich des Buch ghaaft – aah wann’s 100 Euro kost.

Des alles un noch vill meh hot er, unser Luzi, net respekteert. Im Gegenteil, er hot kritiseert. Net so direkt, awwer dorch die Blum, wie merr des so scheen saat. Un net akarwenne, sondern de Karl aus Sacklas. Der hot e Buch gschrieb, un des hot em Luzi anscheinend net so hunnertprozentich gfall. Des wär jo net so schlimm. Awwer er hot des Buch rezenseert un in der SIEBENBÜRGER ZEITUNG veröffentlicht.

Ich kann des net verstehn. De Luzi war doch in der Journalisteschul in Bukarest, die best, wu’s in ganz Rumänien gewwe hot. Dort hot merr doch es Lowe in der allerheechst sprachlich Ausprägung gelernt. Un jetz? Kaum paar Johr in Deitschland un schun alles verlernt. Die Demokratie do macht awwer aah wirklich alles kaputt.

Un de Karl, Leit, des is e Kämpfer. Hart wie Stahl. E Herrischer meecht soon: gestählt in weltbewegenden Gewerkschaftskämpfen. Der Mann, soon ich Eich, steht immer uf de Barrikaden. Sogar dort, wu’s gar kooni gebt. Un er hot stärke Mitstreiter. Es Herta aus Nitzkydorf is sei besti Freindin. Des waaß merr mittlerweil sogar bei der Wochenzeidung DIE ZEIT.

Schun der Nome Karl hot etwas Hartes, Unbesiegbares an sich. Do bei uns uf der Schanz gebt’s sogar e Fort (Prinz) Karl, asso e Festung. Dort werre heit noch die Bomben vum zwatte Weltkriech, die wu ab un zu in Bayern noch funn werre, gsprengt, wann merr se nemi entschärfe kann. Do muss unser Luzi sich gut onziehe. Was is dem Mann norr ingfall, sich mi'me Karl onzuleeje? Ich mach mer echt Sorje!

Berns Toni

Montag, 9. September 2013

Luptă electorală în Germania

Mult timp aveai impresia că alegerile parlamentare, 22 septembrie, şi cele regionale din Bavaria (Landtagswahlen), 15 septembrie, nu-i interesează  de loc pe alegătorii germani. Un motiv ar putea fi vacanţa de vară, sau posăcia politică, mereu şi mereu discutată în presă, sau poate chiar mesajul politic atât al cancelarului, doamna Angela Merkel, cât şi al preşedintelui de miniştrii al Bavariei, Horst Seehofer, care prescurtat sună cam aşa: Nu ne trebuie altă guvernare că doar ne merge bine.

De fapt au dreptate, spune chiar şi opoziţia care însă se concentrează în lupta electorală pe aspectul diferenţelor sociale care, după părerea sa, se agravează în societatea germană. Şi aceste aspecte au reuşit într-adevăr să reanimeze lupta electorală în Germania şi mai ales în Bavaria. Un rol important au jucat şi mass-media, mai ales televiziunea, în acest proces de înviorare a luptei electorale.

Duelurile electorale televizate între Angela Merkel (CDU) şi Peer Steinbrück (SPD) – pentru alegerile parlamentare – ca şi între bavarezii Horst Seehofer (CSU) şi Christian Ude (SPD) au atras milioane de cetăţeni în faţa televizoarelor. Şi emisiunile cu şefii partidelor mai mici (FDP, Verzii, Partidul de Stânga, Alegătorii Liberi) au fost gustate de telespectatorii germani.

După părerea mea, o cauză importantă a creşterii interesului pentru politică constă în felul în care politicienii germani se prezintă în aceste zile în faţa camerelor de televiziune dar şi în pieţele oraşelor şi comunelor. Cu toate că dezbaterea politică este acerbă, temele fiind foarte variate şi soluţiile partidelor foarte diferite, predomină o atmosferă de respect reciproc între contrahenţi. (Mici excepţii care întăresc regula există bineînţeles şi în aceste două campanii electorale.)

Acest lucru se putea observa foarte bine şi la mitingul electoral al social-democraţilor bavarez (SPD) în Piaţa Primăriei din Ingolstadt, locul de baştină al şefului actual al landului Bavaria,  creştin-socialul (CSU) Horst Seehofer. Adversarul său pentru cea mai importantă funcţie politică în Bavaria este social-democratul (SPD) Christian Ude, de 20 de ani primarul capitalei bavareze, München. El a vorbit o oră la această manifestaţie electorală, atacând hotărât politica cabinetului Seehofer, prezentând un program de guvernare cu modificări mai ales pe plan social, fără a-l cruţa nici pe şeful cabinetului. Dar toate aceste atacuri s-au încadrat într-un limbaj politic fără jigniri personale şi chiar cu un umor fin, cu toate că şansele primarului münchenez de a deveni preşedinte de miniştrii sunt minimale.

Această atmosferă, constatată şi comentată de marea majoritate a comentatorilor din mass-media, ar putea fi un motiv pentru interesul crescând al cetăţenilor în actuala competiţie electorală. Rămâne de văzut dacă acest interes public se va valoriza şi într-o prezenţă corespunzătoare la urne. La mesele din piaţa primăriei Ingolstadt îl ascultau pe Christian Ude în marea lor majoritate oameni de vârstă medie şi pensionari. (Cotidianul DONAUKURIER scrie de 700 de participanţi la această întrunire electorală. Eu nu cred că au fost mai mult de 400.) Tineretul stătea în acelaşi timp pe plaja Dunării, la numai 1 km distanţă. Dar la 15 şi 22 septembrie timpul de plajă a trecut. Şi poate până atunci şi tinerii cu drept de vot au realizat că trăiesc într-o ţară democratică şi sunt uzufructuarii unei ordini sociale care trebuie apărată zi de zi – prin votul liber al cetăţenilor ei. Abstinenţa politică a tineretului este generată şi de formatele greşite ale emisiunilor electorale, crede săptămânalul DIE ZEIT. Acestea ar fi realizate mai mult după gustul generaţiei de peste 40 de ani. Şi nici candidaţii importanţi nu sunt chiar tineri. Majoritatea lor aparţine generaţiei 60.

Anton Delagiarmata

Mittwoch, 4. September 2013

So hätt ich des geere gsiehn

1946. Des war ka gudes Johr forr mei Urgroßvatter, de Berns Vedder Toni. Sei ooni Tochter, es Lissje war in Russland – die zwatt, es Anna, hot därfe de Hoom bleiwe, norr sei Mann hot gehn misse - un seim Sohn, em Toni, sei Versteck vor de Schandare, in der Altgass uf’m Bodm vun seiner Schwester war noch net ausgekielt. Er, mei Urgroßvatter, hot mit seiner zwatter Fraa un dee zwaa Kinn vum Liss, es Anna un de Toni, versucht, iwer die Runde zu kumme. Sie hun selmols schun in der Neigass gewohnt.

Des war nateerlich net so oonfach. E bissje Feld un aah Wingert war jo do. Na ja, forr’s Esse hot des bissje Feld un aah de Hausgarte schun genuch hergewwe, awwer es is halt ka Geld ins Haus kumm so wie heitzutach. Do war zwar noch e Pension vum rumänische Staat, awwer forr die hot em Lissje sei Mann, de Pheder, – des war aah de Sohn vun meim Urgroßvatter seiner zwatter Fraa, annerscht gsaat, hot mei Berns-Oma ehre zugebrungne Bruder gheirat ghat, heit meecht mer soon, des war e Patchwork-Familie,  – 60 km vor Stalingrad sei Lewe losse misse.

Ich hun do unlängst mol wedder in vergessne Schublade im Keller rumgsucht un e Dokument funn, des wu mer uf de eerschte Blick gsaat hot, dass mei Urgroßvatter, de Berns Vedder Toni, wahrscheinlich forr die Fortzahlung vun der Rente gekämpft hot. E geeles Blaat Papier. E sogenannti Legalizare. Es muss sehr wichtich geween sin, weil es is uf e Stick Leinwand ufgepeckt. Un uf dem Papier werd bestäticht, dass mei Oma, es Berns Lissje, im Johr 1943 vum MINISTERUL APĂRĂRII NAŢIONALE, CASA INVALIZILOR, ORFANILOR ŞI VĂDUVELOR de RĂZBOI e Pension vun insgesamt 8910 Lei kriet hot. Mei Urgroßvatter hot des Schriftstick am 8. Fewer 1946 ausstelle geloss vum Notar Dr. Alexandru Morariu. Des hot ne 140 Lei kost.

Un des kännt selmols so gelaaf sin. Mei Berns-Oma, asso es Berns Lissje – des is es geblieb bis zu ehrem/seim Tod -, hot forr sei gfallne Mann e Pension kriet. Er war jo bei de Rumänre ingerickt. Un wie’s Lissje no uf Russland hot misse, hun die Behörde die Zahlung ingstellt, weil die Empfangsberechticht jo net do war. Ich waaß net genau, ob des so war. Des wär halt e Fall forr die Historiker, hun ich mer gedenkt. Was ich awwer vun meiner Motter waaß, is, dass die Rentenzahlung wirklich ingstellt is wor. Un zwar hot’s ins Platz 9 Joch Feld gewwe. Un mit dem un dem annre Feld un dem Stick Wingert is mei Urgroßvatter, de Berns Vedder Toni, in de 1950er Johre noh in die Kollektiv gang.

Asso is die Legalizare vun selmols wahrscheinlich ka Beweis forr meim Urgroßvatter sei Kampfgeist – wie ichs heit, 67 Johr späder, geere gsiehn hätt -, sondern norr e notwennichi Akte, um an die 9 Joch Feld zu kumme. Un merr brauch aah ka Historiker meh. 9 Joch Feld forr e Menschelewe, awwer net uf Dauer, norr forr e paar Johr, nemol so lang wie des Menschelewe gedauert hot. Mei Großvatter war 29 Johr alt, wie er im 42er gfall is.

Berns Toni