Mittwoch, 27. März 2013

Ein frohes Osterfest wünsche ich allen meinen Blog-Gästen! - Anton Potche

Der blühende Kirschbaum

Nicht’s Schöneres in unserem Garten,
wenn die Abendsonne deine Blüten umarmt;
ich stehe und staune ob deiner Schönheit Pracht,
dass ich erkenne dein Sprechen in dieser sternklaren Nacht.
Und ich höre dein Abendlied singen,
wie funkelnd neu deine Blüten aufspringen,
und die Vöglein jubilieren in deinem Gezweig,
- als wenn der Bergwind geigt. -
Ein selig Freuen pocht leise an mein Herz,
dass der Mensch es wieder sehe:
Ein Dankgebet steigt himmelwärts.

Sr. Hedwig Ebner  O.S.B.
(*1912, Jahrmarkt  – †2013, Freiburg)


Montag, 25. März 2013

Soliditate germană


Oraşul bavarez Ingolstadt primeşte un nou muzeu pentru artă concretă şi design. Locaşul de cultură nu va fi o construcţie complet nouă. Pe un fost teren industrial din apropierea centrului oraşului mai stă ruina unei hale de producţie. Această hală va fi restaurată şi înzestrată cu un subsol. Este vorba de un proiect nu chiar ieftin, dar pentru un oraş bogat ca Ingolstadt realizabil fără mari discuţii, dacă ...

Dacă n-ar exista acest fag falnic. Pomul creşte de zeci de ani lângă această hală de maşini. Prin lucrările de pământ, care sunt necesare pentru construcţia unui etaj subteran, fagul ar putea fi vătămat, mai ales prin vibraţiile mari care vor apare la procesul mecanic de compresare a pământului. Toate birourile care au participat la concursul de arhitectură pentru construcţia acestui edificiu de cultură au ţinut cont de supravieţuirea fagului – una din condiţiile puse de oraş.

Teoria ca teoria, dar practica ne omoară – spune o zicală românească. După principiul de soliditate germană, acest pom trebuie să rămână la locul lui, orice ar costa această măsură. Teoretic acest lucru este posibil, dar practic apar probleme de cumpănire. Un grup de experţi a calculat pentru protejarea fagului suma de 100.000 de euro – da, aţi citit corect: o sută de mii de euro.

Pentru Petra Kleine, şefa Verzilor din consiliul municipal, „banii de impozite sunt bine învestite pentru monumente de natură şi construcţii monumentale“. Pentru domnia sa „fagul de muzeu“ va aparţine „cândva“ de patrimoniul oraşului Ingolstadt. Socialdemocratul Klaus Mittermaier, consilier municipal şi membru al consiliului angajaţilor al firmei Audi, crede că aceşti bani ar fi mai bine învestiţi în proiecte sociale. Politicienii şi cetăţenii discută. Personal cred că suma discutată ar putea fi împărţită în două: 50.000 € pentru proiecte sociale şi 50.000 € pentru plantarea unui crâng în apropierea oraşului.

Şi fagul? Lăsaţ-il acolo. Cine ştie. A supravieţuit războaie şi reforme industriale, va rezista poate şi acestui atac al maşinilor de construcţie. Şi dacă nu – copiii şi nepoţii noştri se vor recrea într-o pădurice tînără la marginea oraşului.

Anton Delagiarmata

Donnerstag, 21. März 2013

Peter Fihn – ein donauschwäbischer Komponist aus Gajdobra


In Robert Rohrs Standardwerk zur Musik der Donauschwaben Unser klingendes Erbe (drei Bände) kann man nachlesen, dass im Jahre 1928 Peter Kleiner im Batschka-Dorf Gajdobra eine Musikkapelle gegründet hat, deren Leitung er bereits ein Jahr später an Peter Fihn (1908 - 1998) übergab. Der erst 21 Jahre alte Mann hatte bereits das Stankovic-Konservatorium in Belgrad absolviert und in der Regimentsmusik der königlichen Garde seinen Militärdienst geleistet. Er leitete die Blaskapelle seines Geburtsortes bis 1943.

Die Diskriminierungsmaßnahmen des Tito-Regimes in Jugoslawien haben auch Peter Fihn getroffen. Er ließ sich daher nach dem Krieg in Österreich nieder, wo er eine Tanzkapelle leitete. Im Jahre 1953 zog der Musiker weiter nach Deutschland und ließ sich in Mittelstadt nieder. Hier dirigierte er 30 Jahre lang die Schwäbische Blaskapelle. 

Peter Fihn war ein leidenschaftlicher und vielseitiger Musiker. Er spielte Klarinette, Saxophon und Violine. Seine großen Verdienste erwarb er sich allerdings als Komponist und Dirigent. Über 100 Kompositionen nannte er sein Eigen. Viele dieser Walzer, Polkas und Märsche sind auf den sieben Schallplatten, die er mit der Blaskapelle aus Mittelstadt – die Kapelle spielte unter verschiedenen Namen – eingespielt hat.

Titel wie Happy Party (Moderne Ouvertüre), Im Rhythmus der Zeit (Konzertmusik), Festliche Prélude oder Festliche Intrade deuten auf die Vielseitigkeit des schwäbischen Komponisten mit den donauschwäbischen Wurzeln hin. Viele seiner Stücke sind auch heute noch in den Repertoires der Blaskapellen zu finden. Dem Juventas-Marsch bin ich bei einigen Blaskapellen begegnet. Vor Jahren fand ich auf einer CD des Preetzer Blasorchesters (Schleswig-Holstein) den Schwentine-Walzer. Ja, und so manches Stück hat schon zu Lebzeiten Peter Fihns die Grenzen Deutschlands überschritten. Ich erinnere mich zum Beispiel an die Uschi-Polka, die im Banat der 1970er Jahre gespielt wurde.

Es kann gar nicht anders sein, dass ein so beherzter und unermüdlicher Musiker sich in seinem langen Leben auch so mancher Auszeichnung erfreuen durfte. Das goldene Verdienstkreuz des Bundesverbandes der Blasmusik, Verdienstnadel und Bundesfördermedaille in Gold des deutschen Volksmusikerbundes und Ehrennadel des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes sind nur einige seiner Auszeichnungen. 1992 erhielt er aus den Händen von Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz und auf Wikipedia wird Frau von Weizsäcker mit der Aussage zitiert: „Die von ihm komponierten Märsche, Walzer und Polkas machten deutsches Brauchtum auch in Texas bekannt und beliebt ...“.

Wir wissen nicht, ob Peter Fihn in seinen letzten Tagen seines Lebens gedanklich noch einmal in Gajdobra weilte. Aber wir können mit Gewissheit behaupten, dass er im Laufe seines langen, arbeitsreichen Lebens oft an seine erste Heimat gedacht hat. Musikstücke wie Die alte Heimat, Batschka, Mein Heimatdorf, Donauschwabenmarschlied, Heimatglocken oder Batschka o Heimat deuten darauf hin.

Die Siebenbürger-Banater Blaskapelle Ingolstadt (Ltg.: Hermann Mattes) hat den beliebten Walzer Waldzauber  in ihrem Repertoire.

Anton Potche

Dienstag, 19. März 2013

Seppi und Peppi unterhalten sich über das Gesundbleiben fürs Finanzamt


Seppi und Peppi sitzen im Bahnhofscafé des nicht mehr ganz so bedauernswerten Bahnhofs einer deutschen Großstadt. Die Stimmung ist bedrückt.

- Geht’s dir nicht gut?
- Körperlich schon.
-Aber?
- Es ist der Bonus.
- Bonus?
- Ja, den habe ich bekommen, weil ich gesund lebe, Vorsorgeuntersuchungen mache, Sport betreibe und so weiter.
- Von wem hast du diesen Bonus bekommen?
- Von meiner Krankenkasse.
- Toll! Das ist doch kein Grund, griesgrämig zu sein. Du hältst dich fit und kriegst noch Geld dafür.
- Ja, aber...
- Nichts Besseres kann Einem doch gar nicht passieren.
- Wenn das Gelt auch für dich gedacht wäre.
- Du kriegst es doch.
- Ja, aber jetzt habe ich ein Schreiben gekriegt, dass ich diese 100 Euro Bonus versteuern muss.
- Warum das?
-Weiß ich nicht. Aber schau, da steht’s geschrieben: „Nach den Vorgaben des Bundesfinanzministeriums gelten auch ausgezahlte Prämien aus Bonusprogrammen als Beitragserstattung und müssen somit ebenfalls den Finanzämtern gemeldet werden.“
- Ist das eine neue Form der Abzocke?
- Ja, der Staat will auch an meinem gesunden Lebenswandel mitverdienen.
- Und das ärgert dich.
- Ja. Da kommen bei mir ganz böse Erinnerungen auf.
- Erinnerungen?
- Ja. Ceauşescu hat mir auch immer vorgeschrieben, wie ich leben soll, wieviele Kinder ich mit meiner Frau zu zeugen habe, dass ich mich fleischlos zu ernähren habe und so weiter und so fort.
- Und du meinst...
- Ja, natürlich, auch was Schäuble hier verordnet hat, ist ein Eingriff in mein Persönlichkeitsrecht, mein Recht, gesund zu leben. Dafür werde ich jetzt bestraft. Ich will ja gesund bleiben für mich, nicht für das Finanzamt.
- Und was willst du jetzt tun?
- Ich werde mir wieder Zigaretten kaufen und mehr mit dem Auto fahren.
- Nicht schlecht. Das wird aber Herrn Schäuble genauso freuen.
- Ja, ja. Der hat es gut. Dem ist ewige Freude beschert. Der kann holen wan und wie er will.
- Also jetzt übertreibst du aber.
- Meinst du? Sollten etwa Zwangsabgaben wie in Zypern noch Untertreibungen sein? Wer die Armen der Ärmsten mit den reichen Gaunern in einen Topf steckt und ihnen das letzte Hemd vom Leibe reist, der ist zu allem fähig.
- Aber was hat denn Schäuble damit zu tun? Das hat doch Frau Merckel mit ihren Kumpanen in Brüssel ausgehandelt.
- Nein, alle sagen, der Schäuble steckt hinter diesen modernen Raubmethoden, und meine Bonusversteuerung ist auch so eine Gaunerei. Die ist dem Schwabe eingefallen. Das hab ich schwarz auf weiß. Und jetzt brauch ich einen hinter die Binde. Stark, ganz stark.
- Mensch, mach mir keinen Herzinfarkt! Bedienung!

Wo bleibt denn dieser verdammte Frühling heuer?

Donnerstag, 14. März 2013

Die Jahrmarkter Mundart oder "De Johrmarker Dialekt"

Jahrmarkt, im Sinne von Warenkauf und -verkauf, gelegentlich auch von Warentausch, den gab es befristet auch in Jahrmarkt; aber viel mehr noch war es Hort des täglichen Seins, der Begegnung, des Austausches von Meinungen und Überzeugungen oder auch des Rückzugs hinter den eigenen Zaun, infolge dessen mit vielen schönen Seiten und manchmal auch mit Zwist und Hader behaftet.

Es, natürlich es, denn Jahrmarkt war ein Dorf, ein Dorf wie alle Dörfer, also auch ein Jahrmarkt der Gefühle, mit gelegentlichen Eruptionen; aber auch äußerlichen Einflüssen, sprich politischer oder heute schon eher zeitgeschichtlicher Gewalt ausgesetzt. Es war ein sogenanntes banatschwäbisches Dorf in der Banater Hecke. Nicht das es vom Erdboden verschwunden wäre. Ganz im Gegenteil: Es lebt weiter, nur eben nicht als banatschwäbisches Dorf, sondern als rumänisches Dorf mit dem Namen Giarmata.

Geographisch ist es am östlichen Rand des Pannonischen Beckens anzusiedeln. Sein Weichbild ist schon leicht von den Ausläufern der Westkarpaten geprägt.

Im Zeitraum 1720 - 1787 siedelten die Habsburger auch in dem damals von Serben bewohnten Dorf Gyarmath deutsche Bauern und Handwerker an. Die Siedler kamen aus Schlesien, Österreich, Elsaß, Böhmen, Mähren, Bayern, Baden, Württemberg, Hessen, Luxemburg, Lothringen, aber vorwiegend aus der Pfalz. Alle brachten ihre Mundarten mit. Im Laufe der Zeit entstand daraus eine Mischmundart, die am stärksten von den Sprachmerkmalen der zahlenmäßig größten Siedlergruppe geprägt ward, also den Pfälzern.

Den höchsten Bevölkerungsstand erreichte Jahrmarkt genau um die neunzehnte Jahrhundertwende. Im Jahre 1900 hatte das Dorf 4970 deutsche Einwohner.

Die letzten Deutschen haben das Dorf in den Monaten nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur an Weihnachten 1989 verlassen. Man kann davon ausgehen, dass heute noch ungefähr 3000 Menschen - die meisten von ihnen leben in Deutschland - den „Johrmarker Dialekt“ sprechen. In spätestens 50, 60 Jahren wird er endgültig „aus-gesprochen“ sein.

Die Sprecher dieser Mundarten haben die Entstehungsheimat ihrer Sprache verlassen und sind heute dem Assimilierungsprozess eines anderen sprachlichen Umfelds ausgesetzt.

[Auf der Schanz, 2003]
Berns Toni



Dienstag, 12. März 2013

Noch zwaa Johrmarker Oralhistory-Autore


Johann Steiner, Doina Magheţi: Die Gräber schweigen – Berichte von der blutigsten Grenze Europas; Bd. 2; Verlag Gilde & Köster, Troisdorf, 2010, ISBN 978-3-00-031829-0, 300 Seiten; 22 Euro; zu bestellen beim Verlag Gilde & Köster, Am Wassergraben 2, 53842 Troisdorf, Telefon: 0175-6094431 oder 02246/168655 oder 02246-2166, E-Mail: verlaggilde @ web.de.

Die Gräber schweigen. Des is schun wohr. Awwer umso verzähllusticher werre jetz die, die wu’s iwer die rumänisch Grenz gschafft hun, ohne uf der serwisch Seit i’me Grab ohne Nome zu lande. Dass so mancher norr mit knapper Not uf die anner Seit vum Stacheldroht odder vun der Donau kumm is, kann merr aah im zwatte Band vun de Fluchtgschichte Die Gräber schweigen – Berichte von der blutigsten Grenze Europas nohlese.

Schun im Vorwort bedankt sich de Johann Steiner, oone vun de Herausgewwer, bei seim „Journalisten-Kollegen Luzian Geier für die vielen Tipps und Ratschläge”. Do kann merr sich als Johrmarker zwar nicks davun kaafe, awwer stolz sein därf merr schunn. Um welli Tipps un Rotschläch es sich genau handelt, werd net verrot. Ich kennt mer allerdings gut vorstelle, dass de Geier Luzi zu dem oone odder anner Freind un Bekannte gsaat hot, Mensch, schreib doch dei Fluchtgschicht uf, die wolle wedder so e Buch mache, de Johann Steiner un die Doina Magheţi. Uf jede Fall, es hot jo aah in seiner Freindschaft – forr die Herrische: Verwandtschaft – Leit gewwe, die wu net norr ehre Lewe uf’s Spill gsetzt hun, sondern owwedruf noch verdammt vill Geld, aah aus heidicher Sicht, lossgebrung hun, dass se endlich mol vun drunne wechkumme.

De zwatte Band vun de Fluchtverzählcher is nemmi so dick wie de eerscht. Vleicht hun vill Gflichte de eerschte Band geles un sich noh gedenkt, genau so odder so ähnlich war’s bei mer aah, asso forrwas soll mer desselwe wedder ufschreiwe. Die Gfohr is aah groß, dass mit der Zeit die selwer erlebt Fluchtgschicht wirklich zu’me Fluchtverzählche werd, wu Wohrheit un Fiktion sich ohni großi Mieh vermische. So mancher verfallt sogar in e nationale Rausch, dass merr selwer bsoff werre kennt, wann merr so etwas leest: „Mein deutscher Stolz hatte es nicht zugelassen, mittelmäßig zu sein, ich war vom Ehrgeiz gepackt, meine Volksgruppe in allen Bereichen würdig zu vertreten. Die schlimmsten Schikanen und die schwersten Aufgaben konnten mich nicht klein kriegen.” Na, wann des net sti..., Pardon, klingt! Wie gut, dass ich mich beim Lese mol wedder schnell uf mei (vleicht) franzeesischi Abstammung berufe hun känne, sunst wär mei aus deitscher – odder schwowischer? - Sicht norr „mittelmäßiges” Selbstbewusstsein mol wedder in de Keller gstärtzt.

Oft werd noh aah noch etwas vun annre verschännert, e bissje ufgeputzt, un schun hun mer unser rumäniendeitsche, Banater un forr was net aah Johrmarker Mythen, asso Heldensagen. So hun se doch vum Possler Matz un vum Britt Jaksch immer verzählt – noch drunne - , die hätte bei ehrer Onkunft in Nürnberg gscheit gfeiert, un wie merr se am nächste Morjet gfroot hot, wu se hin wolle, uf Hof odder wuannerscht hin, solle se gsaat hun, ehne is des egal, un wann’s i’me Hof is, wichtich is norr, es is in Deitschland. Uf jede Fall is in dem Buch do im Possler Matz seiner spannend Fluchtgschicht Auf Baumstämmen über die Schlucht nicks vun der bayrisch Stadt Hof  zu lese.

So Bicher wie Die Gräber schweigen sin jo eigentlich als Oralhistory-Veröffentlichunge gemoont, asso Geschichtebicher, die wu vun der „Befragung lebender Zeugen“ (Duden) gschrieb werre. Des is un bleibt schun drum e umstrittni Wissenschaft, weil merr nie waaß, wivl dass ooner dazudicht odder wechlosst, wann er im Verzähle is. So steht’s zum Beispill im Pfleger Naz seiner Fluchtgschicht Plötzlich Herr und Millionär zu lese: „Dem Schleuser-Netz, bestehend aus Anwerber, Schleuser und Zigeuner-Boss in dem großen Haus mit Videoanlage in der Temeswarer Elisabethstadt, hatte ich im Vorfeld rund 100.000 Lei bezahlt, die gesamten Ersparnisse meiner Mutter und meine eigenen. Ebenso von Verwandten aus Deutschland geborgene 20.000 Mark.“

Wie ich des geles hun, sin ich’s eerscht mol in de Keller gang. Dort steht unner der Bank e Kist mit alte Tagebicher. Ich hun des Heft forr’s Johr 1989 rausgholl un gsucht. Am Dienstach, em 15. August, asso an Maria Himmelfahrt, steht do gschrieb: „Am Sonntagmorgen war ich mit Pfleger Naz in der Stadt. In einem Haus, in einem Viertel unweit der Schager Straße (Temeswar) haben wir die 20.000 DM einem Vermittlungsmann der rumänischen Paßbehörde als Abkaufsumme für eine Person abgegeben. Innerhalb von zwei Monaten sollen aber Ignaz als auch Elke das Land als Touristen verlassen können. Für die zweite Person muss er aber dann innerhalb von einem Jahr 25.000 DM in Deutschland zahlen. Wahnsinn!

Des sin jetz zwaa Darstellunge vun oon un derselwet Situation, die net unnerschiedlicher sein kenne. Awwer wann merr se mitzamm betracht, kann merr sich e Bild vun der Lage in Rumänien korz vorm Ceauşescu seim Fall mache. Es Angebot an zwielichtiche Figure, die wu de Leit versproch hun, se aus’m Land zu schaffe, war groß. Genauso groß war awwer aah die Angst vun de Mensche, zrickbleiwe zu misse. Des hun die findiche Menschehändler skrupellos ausgenutzt. Ich hun des Gspräch mit dem „Zigeuner-Boss” aah heit noch als e klori Uf-Bsuch-fahre-Gschicht in Erinnerung. Wie’s no wirklich kumm is, verzählt de Pfleger Naz in dem Buch. Do war ich net dabei, un hun ehm aah net helfe kenne, sei Millione zu Zähle, vun dee er mit seim rustikale Humor verzählt. Ich waaß bloß noch, dass der „Zigeuner-Boss” uns e sehr gute Kaffee kredenzt hot. Un ich waaß aah noch, dass ich ab heit wedder onfange werr, Tagebuch zu schreiwe.

Es lohnt sich allewechs, aah de zwatte Band vun dee Berichte von der blutigsten Grenze Europas zu lese. Manchesmol speert merr direkt so e Liftche vun Geschichte gehn. Do gebt’s Leit, die sin uf ehrem oft johrelange Wech in die Freiheit, wirklich mit Persone zammkumm, die wu in der Näh vun Figure aus der rumänisch Politik gelebt hun. So hot de Peter Schuster, e Siebenbürger Sachs aus Kirtsch / Curciu, Bekannschaft mi’m Schweervatter vum Gheorghe Gheorghiu-Dej (1901 – 1965) un mit der Fraa vum Lucreţiu Pătrăşcanu (1900 – 1954) gemach. Na, wann des nicks is! Uf jede Fall sieht merr, dass do jemand beim Verzähle un Ufschreiwe sehr weit ausgholl hot. (Ich hat mol e Arwetkulleger – do in Deitschland – der hot immer voller Stolz verzählt, de Adalbert Milliz, selmols Sekretär des Rates der Werktätigen deutscher Nationalität, Mitglied im Landesrat des Rumänischen Rundfunks und Fernsehens, stellvertretender Vorsitzender des Landesrates für Körperkultur und Sport, hot ehm bei’me Fawriksbsuch in Kronstadt die Hand gewwe. Is doch scheen! Mer hot de Dr. Ferdinand Piëch, selmols norr Audi-Chef, noh’re Betriebsversammlung aah mol die Hand gewwe - weil ich zufällich newer meim Kapellemaaster gstann hun. Selle Johr hun ich bis Weihnachte mei Hänn nemmi gewäsch.)

De längste, odder besser gsaat, de ausfiehrlichst beschriebne Wech hot de Alfred Waldemayer aus Guttenbrunn / Guddebrunn / Zăbran, Schwimmend in die Freiheit, uf’s Papier gebrung. Des is der mit seim „deutschen Stolz”. Awwer des macht jo nicks. Ich hun mich ganz perseenlich implizeert in sei Fluchtwech gfiehlt, so e Art geheimi Komplizenschaft noh dem Motto: Ich waaß, wu du riwwer kumm bist. Noh 55 Seide spannender Flucht schreibt de Alfred Waldemayer: „Mein Onkel brachte uns an eine Stelle, an der wir gefahrlos nach Deutschland spazieren konnten. Es war die Grenzstadt Großgmain bei Salzburg. Ein Teil der Stadt liegt in Österreich, der andere in Deutschland. [...] Als wir den kleinen Bach erreichten, blieben wir stehen, um den Moment unserer letzten Grenzüberschreitung zu genießen.“

Norr paar Metter wech vun dem Grenziwergang hun mei bessri Hälft un ich mol Urlaab gemach. Uf der deitsch Seit. Uf die österreichisch Seit sin mer ins Konzert gang – iwer „den kleinen Bach“. Un des als ooner vun dee, „die mit dem Koffer gekommen sind un bis heute unzufrieden sind, weil ihnen alles in den Schoß gefallen ist“.

So sieht uns Kupperdeitsche de Paul Muck (nett Der kleine Muck) aus Altsadowa, der „mit ganz anderem Mumm hierher gekommen“ is un sei „Leben ganz anders angepackt“ hot wie mer Rucksack-odder Kupperdeitsche – merr kännt aah soon Kistedeitsche. Wie dehr sieht, Leit, is des e ernstes Buch, awwer es gebt aah ganz lustiche Stelle drin. Odder gebt’s vleicht jemmand, der wu des mi’m Kupper gar net so lustich find?

Berns Toni


Donnerstag, 7. März 2013

Dunărea – fluviul care uneşte


Dunărea are o lungime de 2.880 km şi curge prin 10 state. În lungime este al doilea fluviu din Europa, după Volga. Deci are toate posibilităţile de a uni ţările pe care le traversează – mai ales din punct de vedere cultural. În istoria sa Dunărea a avut întotdeauna o deosebită importanţă militară şi economică. Dar nici rolul ei în procesul de colonizare a sudestului Europei cu coloni din Imperiul Habsburgic, după alungarea turcilor în sec. XVIII, n-ar trebui uitată.

Acest fluviu imens, cu peisaje fascinante de-a lungul cursului său, s-a luptat dintotdeauna cu omul – sau invers – cu succese şi eşecuri alternante, luptă care continuă şi azi. Ceea ce s-a schimbat în această confruntare milenară, este apariţia grupurilor de interese care luptă pentru o integrare naturală a fluviului în peisajele sale şi chiar renaturarea unor zone fluviale întinse. Deci Dunărea a primit prieteni puternici chiar din rândul oamenilor, pentru care timp de milenii fluviul era doar o cale de transport şi o sursă de hrană, lemne şi, în timpurile moderne, de curent electric. În această luptă milenară au avut mult de suferit şi diferite plante, păsări şi animale, baza lor de viaţă fiind micşorată tot mai mult prin îndreptarea fluviului.

Acum se angajează pentru renaturarea Dunării şi mulţi factori politici din diferite ţări, regiuni, oraşe şi comune. Danubeparks este unul din aceste proiecte. Este vorba de o reţea de arii dunărene protejate, cu 15 centre care lucrează cu acelaşi ţel: „Ariile Protejate Dunărene păstrează şi restaurează cele mai valoroase habitate ale acestui fluviu internaţional, protejând astfel o parte importantă a patrimoniului natural al Europei pentru genaraţiile viitoare. Cooperarea transfrontalieră şi transnaţională este o parte indispensabilă a acestei activităţi; natura nu recunoaște frontierele de stat, deci protecţia naturii are nevoie şi de cooperare trans-frontalieră, dacă vrem să obţinem rezultate.”

Partenerul german pentru Danubeparks  este organizaţia ARGE Donau-Auwald Neuburg-Ingolstadt (ARGE Lunca Dunării Neuburg-Ingolstadt). Între oraşele Neuburg şi Ingolstadt se întinde pe o suprafaţă de 3.686 de hectare una din cele mai mari lunci din Germania. Între 11 ianuarie 2013 şi 22 februarie ARGE Lunca Dunării (ARGE = Arbeitsgemeinschaft = Colectiv de lucru) a organizat în incinta Tribunalului Ingolstadt o expoziţie cu ţelul şi rezultatele muncii acestei organizaţii, patronată de oraşul Ingolstadt şi regiunea Neuburg-Schrobenhausen. Expoziţia de fotografii şi texte explicative arată bogăţia faunei şi florei din această regiune dunăreană. În aceste păduri de luncă trăiesc peste 1.600 de specii de animale, unele din ele considerate rare, şi cresc 600 de specii de plante.

Protejarea Dunării devine din ce în ce mai mult şi un proiect cultural. Primarul principal din Ingolstadt, Alfred Lehmann, a declarat într-un interviu cu săptămânalul BLICKPUNKT (Nr.2 / 2013): „Vrem să coordonăm amenajarea unui eventual muzeu al Dunării cu celelalte două muzee planificate în Europa – în Ungaria şi România -, oraşe de amplasare cu care suntem deja în discuţii, pentru a putea înainta împreună o cerere de promovare a proiectului la Uniunea Europeană.”

Anton Delagiarmata

Dienstag, 5. März 2013

Eine Geschichte, die mir zugetragen wurde


Die Geschichte, die mir zugetragen wurde, geht so: Ein junges Ehepaar bekommt keine Kinder. Es liegt am Mann. In einer geselligen Runde kommt dann der gute Rat von einer Freundin, doch einen kleinen Seitensprung zu wagen. Was ist schon ein Inkognitobeischlaf gegen einen nichterfüllbaren Kinderwunsch. Niemals, war die Antwort. Das Paar blieb kinderlos.

Wie es aber hätte kommen können, zeigt jetzt der deutsche Spielfilm Ende der Schonzeit. Ein junger Mann erfährt spät, wer er eigentlich ist. Das heißt, er ist erwachsen, als er seinen Vater kennenlernt. In einem abgelegenen Dorf in Israel. Seine Mutter hat ihm bei der Spurensuche geholfen. Und sie hat ihm einen Brief für seinen Vater mitgegeben. Was der wortkarge und am Anfang sehr misstrauische Vater erzählt und was in dem Brief, den Sohn & Vater erst kurz vor der Abreise des Jungen öffnen, steht, bildet den sehr spannungsgeladenen und dramatischen Verlauf der Filmhandlung.

Emma, Fritz , Albert (Foto: .farbfilm-verleih)
Dem Zuschauer wird eine Dreiecksbeziehung geboten, die von ihrer Dramatik und Herbheit lebt. Es wird nicht viel geredet, obwohl die Emotionen immer wieder hochkommen. Es ist nun mal nicht so einfach, die eigene Frau dem Hausgehilfen zwecks Begattung zu überlassen. Damit der Hof einen Erben bekommt. Dazu kommt noch, dass die Zeit und das Umfeld mehr als ungeeignet für eine solche Abmachung sind. Und trotzdem treffen Fritz (Hans-Jochen Wagner), der Bauer aus dem Schwarzwald, und der flüchtige Jude Albert (Christian Friedel) sie. Eine verhängnisvolle Entscheidung, auch für die zu schwängernde Bäuerin Emma (Brigitte Hobmeier). Aber das heraufbeschworene Schicksal nimmt seinen Lauf im Kriegsjahr 1942 - mit den Nazis als Herren auch im entlegensten Winkel des Schwarzwaldes.

Menschen haben Gefühle. Daran scheitern oft rein rationale Überlegungen. Das müssen die Protagonisten auf dem Schwarzwaldhof schmerzlich erfahren. Die Münchner Regisseurin Franziska Schlotterer hat diesen hochgradig psychologisch angehauchten Film nicht rein fiktional erdacht. Es soll Ähnliches wirklich mal vorgefallen sein.

Ja, es ist denkbar, was dieser Film in sehr realistischen Bildern, inmitten einer Landschaft, deren natürliche Schönheit spürbar von den Ereignissen überschattet wird, erzählt. Das bestätigt mir auch die Geschichte, die an mich herangetragen wurde. Auch wenn sie nie ins Rollen kam. 

Das Leben zeigt sich in diesem bewegenden Streifen von seiner ernstesten Seite. Umso weniger habe ich verstanden, warum es Leute gibt, die in einem solchen Film, dauernd etwas zum Kichern finden. Warum bleiben sie nicht einfach zu Hause?

Als Albert seinem Sohn Bruno (Max Mauff) beim Abschied, wo alle Schuld längst geklärt - wenn auch nicht verziehen - war, zu verstehen gibt, dass er wieder kommen könne, bleibt sein Angebot unbeantwortet – wie so viele begonnene und mit einer zugeschlagenen Tür brüsk beendete Gesprächsversuche in diesem Film. Während dann der alte Bus über die Hügelkuppe rollt, über die er beim Beginn des Filmes gekommen war, hört man Schnäuzen im Saal. Und auch die Dauerkicherer sind verstummt. Das spricht für die Qualität dieses Werkes.

 Anton Potche