Donnerstag, 28. Februar 2013

Februar 2013 - Giarmata in den Medien


RENAŞTEREA BĂNĂŢEANĂ, Timişoara / Temeswar, 05.02.2013
CFR Timişoara spielt in der 4. Fußballiga Rumäniens, in der D-Liga. Jetzt haben die Fußballer hinter dem Großen Bahnhof die Vorbereitungen für die Rückrunde aufgenommen. Als Verstärkung melden die Eisenbahner unter anderen auch den von Millenium Giarmata gekommenen Rogojinaru.
+ + + Als ich bei den A-Junioren von CFR einige Trainingseinheiten absolvierte – Schulkollegen hatten mich mitgenommen, weil ich schnell war -, spielte die Mannschaft in der A-Liga. Ich erinnere mich sogar an ein Trainingsspiel gegen die erste Mannschaft, mit der Sturmspitze Manolache, damals Auswahlspieler. Leider war der Ball für meine Schnelligkeit dann doch etwas zu rund und ich habe mich weiter auf die Safer-Mannschaft konzentriert. + + +

BANATSPORT.RO, Timişoara / Temeswar, 13.02.2013
Millenium Giarmata hat CFR Timişoara auf einem Kunstrasenplatz der Dan-Păltinişanu-Sportanlage in Temeswar mit 2:0 besiegt. Die Torschützen: Tăbăcaru (ein Juniore) und Gideon.
+ + + Das deutet auf eine solide Jugendarbeit hin.  + + +

ZIUA DE VEST, Timişoara / Temeswar, 16.02.2013
Die Rotarier in Temeswar haben eine Aktion gegen Wilderei veranstaltet. Auf der Route Corneşti – Murani – Pişchia – Giarmata – Dumbraviţa haben die Teilnehmer der Aktion 80 Fallen für Fasane und Rehe entdeckt. Von den Fallenstellern wird nichts berichtet.
+ + + Wilderei is nateerlich net scheen. Awwer wann’s Wild in de Garte kumm is? No hatt’s Bech ghat! So war des in unsrem Garte in der Neigass in Johrmark. Asso Falle ware kooni ufgstellt. Awwer Schlepp ware an die Pheel gebunn. Un do hot in kalte Wintre schun mol e Haas drin ghong. Awwer gewildert hun die Schwowe net. E Schuft, wer do was Beeses denkt!  + + +

OPINIA TIMIŞOAREI, Timişoara / Temeswar, 19.02.2013
Der Kreis Temesch hat nur eine Fußballmannschaft in der ersten Liga: CFR Timişoara – die Frauenmannschaft. Man will rumänischer Meister werden und verstärkt die Mannschaft auch mit ausländischen Spielerinnen. Leider scheint die in Giarmata wohnende Claudia Buză die Mannschaft verlassen zu wollen. Berufliche Gründe scheinen eine Rolle zu spielen.
+ + + Profifußballerinnen können  in Rumänien keine Millionen scheffeln. + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 20.02.2013
Unirea Cerneteaz hat den Superwintercup (Kreis Timiş / Temesch) gewonnen. Die Cerneteazer haben im Finale Spartak Gottlob mit 5:4 besiegt. Das Turnier wurde in der Giarmataer Sporthalle ausgetragen. Und das sind die Helden: Adrian MărtinaşCosmin Mingea, Florin Barbu, Dan Tiuch, Adrian Jivan, Mihai Rusu, Răzvan David, Cosmin Pleşescu, Andrei Blenche şi Adrian Rus. Trainer: Viorel Baici und Adrian Gabor.
+ + + Do schau her! Die Zorner! + + +

SPORTTIM.RO, Timişoara / Temeswar, 21.02.2013
Die Sportsite veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über das Ende des Engagements der Zwillingsschwestern Claudia & Diana Buză bei CFR Timişoara. Eine wahre Schlammschlacht ist hier im Gange. Die Mädels arbeiten in der Giarmataer Firma Valeo im Dreischichtbetrieb und können daher die ehrgeizigen Ziele der CFR-Funktionäre nicht mehr mit den geforderten Trainingseinheiten honorieren. „Wenn in unserem Fußball ein Gehalt gezahlt würde, mit dem man leben könnte, hätten wir uns für das Training entschieden, aber das konnten wir uns nicht erlauben, wir sind keine 18 – 19 Jahre mehr alt. Auf jeden Fall hätten wir mit einem Auto zu zwei Trainingseinheiten von Giarmata pendeln können, denn das liegt ja nicht so weit weg wie Hong Kong“.
+ + + Die Buză-Zwillinge werden im Mai 24 Jahre alt. Sie ziehen die Fabriksarbeit dem Fußball in der ersten rumänischen Liga vor. Entsprechend den dortigen Verhältnissen klingt das nach einer sehr reifen Entscheidung. Buză? „Selle des vleicht sogar Engelskinn vun unsrem gewesene Militzchef sein?” + + +

TIMIS ONLINE, www.tion.ro, 27.02.2013
Foto: tion.ro

Millenium Giarmata ACS Poli Timişoara 3:4 – ein Vorbereitungsspiel in Giarmata das anscheinend alle zufriedengestellt hat.


OPINIA TIMIŞOAREI, Timişoara / Temeswar, 28.02.2013
Der Abgeordnete im Temescher (Timiş) Kreisrat und Direktor der Gesellschaft für Interkommunitäre Entwicklung im Bereich Wasser und Kanal Temesch (Asociaţia de Dezvoltare Intercomunitară de Apa si Canal Timiş), Marcel Mihoc, hat in einem Interview auch zum Thema einer besseren Anbindung Temeswars an die A1 Stellung genommen: „Was die sieben verstrichenen Monate ohne eine Entwicklung betrifft... als Erstes wurde ein neuer Kreis-Chefarchitekt eingesetzt. Es ist ein junger Architekt, mit Visionen und offen, und dafür beglückwünsche ich mich. Wir haben eine Kommission gebildet, aber sie wissen ja, wie es heißt: Wenn man nicht will, dass etwas vorwärtsgeht, bildet man eine Kommission. Also haben wir keine Kommission gebildet, sondern eine Arbeitsgruppe. Mitglieder in dieser Arbeitsgruppe sind die Bürgermeister der an die Autobahn angrenzenden Gemeinden Orţişoara / Orzydorf, Dumbrăviţa, Giarmata / Jahrmarkt, Ghiroda und Remetea Mare, die Chefarchitekten aus diesen Ortschaften, der Architekt Temeswars, der Chef-Architekt des Kreises Tiimiş / Temesch, die Urbanisierungskommission des Kreisrates Timiş, die Führung des Kreisrates, der gewesenen Chef-Architekt Temeswars, Radoslav, und andere, also alle, die ihren Stempel der Entwicklung dieser Region aufgedrückt haben.”
+ + +  Wie war das doch mit diesen vielen Köchen und dem Brei? + + +

 Anton Potche

Dienstag, 26. Februar 2013

Dâmboviţa-Politik mit einer gehörigen Portion Fantasie


Das sind Geschichten, wie sie nur auf dem Balkan möglich sind. Die Nationalliberalen (PNL) in Rumänien hielten ihren Parteitag ab. Für den Posten des Vorsitzenden gab es nur einen Kandidaten: Crin Antonescu. Natürlich hat er am Wochenende die Wahl gewonnen. Auf einem ihm nicht gewogenen Fernsehsender – in Rumänien gibt es keine unparteilichen Medien – sprach man von einem Wahlsieg mit 103 Prozent. Gut, die Rumänen sind für ihren fatalistischen Humor bekannt. Immerhin, von 1434 abgegebenen Stimmen gab es bei 50 ungültigen nur 44 Gegenstimmen. Das wären nach Adam Riese 96,83 Prozent. An der Hundertprozentmarke knapp vorbeigerauscht, könnte man sagen.

Der Mann braucht diese Zustimmung aber auch, will er doch im kommenden Jahr Traian Băsescus Nachfolger im Präsidentenamt werden. Da hat er letzten Sommer ja schon mal hineingeschnuppert. Leider ging das von ihm und seinem PSD-Freund Victor Ponta initiierte Amtsenthebungsverfahren mit Volksentscheid in die Hose. Aber die verbalen Schlachten, bestückt mit allen erdenklichen Schimpfwörtern, dürften noch in Erinnerung sein. Crin Antonescu ließ dabei kaum einen Schlag unter die Gürtellinie seines Widersachers aus. Dass die Sympathie der EU-Oberen ziemlich deutlich auf Băsescus Wagschale lag, dürfte die Ambitionen des Nationalliberalen noch angeschürt haben.

Die wirklich byzantinische Färbung bekam dieser Parteitag aber erst bei der Wahl der Stellvertreter. Sage und schreibe 31 Stellvertretende Vorsitzende hat Crin Antonescu. Und gewählt wurden die im Packet. Der Mann hat viele Begehrlichkeiten zu bedienen. Als der Chef seine Präsidiumsmitglieder höchstpersönlich vorstellte, hat er sogar kurz die Übersicht verloren und einen Freund glatt vergessen. „Sucht ihn mal“, rief er in den Saal. Das macht ihm so schnell keiner nach.

Crin Antonescu (l.) & Klaus Johannis
Aber damit war auch dem als „Dâmboviţa-Politik“ (politică dâmboviţeană) bekannten Begriff noch nicht voll Genüge getan. Der Ausdruck steht für die in Bukarest schon immer stark betriebene Personalisierung der Politik mit einhergehender Schwächung der Parteigremien und der schonungslosen Auseinandersetzung mit politischen Gegnern; während der Byzantinismus sich eher auf die Vetternwirtschaft quer durch alle Parteien bezieht. In einem solchen Klima ist es auch möglich, dass man mit einer Parteizugehörigkeit von drei (3) Tagen zum Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt werden kann. Der Mann, der das geschafft hat (oder dem das widerfahren ist), heißt Klaus Johannis und ist kein Geringerer als der deutsche Bürgermeister von Sibiu / Hermannstadt. Somit wäre er Crin Antonescus rechte Hand.

Nun kann man gut und gerne und lange darüber spekulieren, was den parteilosen Johannis - sein bisheriges politisches Mandat beruhte immer auf der Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) - zu diesem Schritt bewogen hat. Der Siebenbürger Sachse ist jetzt in seiner vierten Amtszeit und gilt konkurrenzlos als Rumäniens erfolgreichster Bürgermeister. Sich diesen Mann, der öffentlich eine gepflegte diplomatische Sprache spricht, neben einem Sprücheklopfer á la Crin Antonescu – „Es ist nicht grauenhaft zu verlieren, es ist grauenhaft nicht zu existieren. Ich existiere, PNL existiert.“ -  vorzustellen, ist nur mit einer gehörigen Portion Fantasie möglich.

Das politische Kalkül des gewieften Vertreters der Dâmboviţa-Politik liegt hingegen klar auf der Hand. Klaus Johannis könnte dem (zukünftigen?) rumänischen Präsidenten Crin Antonescu bei Frau Merckel den Rücken freihalten – nicht unbedingt kraft seines Amtes, aber immerhin dank seiner ethnischen Zugehörigkeit.

Wie auch immer, die politischen Repräsentanten der wenigen noch in Rumänien ausharrenden Deutschen scheinen 22 Jahre nach dem Sturz des Kommunismus in der neuen Dâmboviţa-Politik ihres Landes angekommen zu sein. Ovidiu Ganţ, der langjährige Abgeordnete der deutschen Minderheit im rumänischen Parlament, hat in den zurückliegenden Jahren viel Erfahrung auf der Bukarester Politbühne gesammelt. Und das nicht unbedingt zum Nachteil seiner Schützlinge. Auch der Bürgermeister von Mediaş / Mediasch, Daniel Thelmann, ein Mitglied der deutschen Minderheit, hat 2008 den Weg in eine großen Partei (PDL - jetzt Oppositionspartei) gewählt. Und anders gesehen, gab es nicht genug Rumäniendeutsche, die in der Kommunistischen Partei Rumäniens (PCR) aktiv waren? Bleibt nur, abzuwarten was Klaus Johannis aus seinem Amt macht. Vielleicht gelingt es ihm sogar, die stark nationale Prägung der PNL etwas abzuschwächen - wenn er lange genug in seinem neuen Parteiamt überlebt.

Anton Potche

Donnerstag, 21. Februar 2013

Trist dar adevărat


Una din cele mai potente economii naţionale din lume este cea a Germaniei. Nici crizele economice şi financiare din ultimii ani n-au reuşit să o frâneze. Cauzele acestui fenomen sunt multiple: o industrie solidă şi foarte inovativă, un sector bancar solid, o politică serioasă fără lupte politice care au părăsit coordonatele democraţiei şi a pluralismului parlamentar şi, nu în ultimul rând, o politică tarifară coordonată după necesităţile pieţei dar şi a nevoilor angajaţilor.

Şi totuşi, se pare că această situaţie – la prima vedere îmbucurătoare – îşi cere jertefele ei. Prof. dr. Bernhard Badura de la Universitatea Bielefeld spune că „Germania este un >uriaş< economic – dar din punct de vedere al sănătăţii populaţiei un >pitic<”. O afirmaţie surprinzătoare, dacă privim sistemul de sănătate din Germania, şi el unul din cele mai bune din lume. Biroul de Statistică al Uniunii Europene grăieşte însă o limbă clară: pe când în Suedia femeile şi bărbaţii trăiesc în medie 68,7 şi respectiv 69,2 de ani fără deficite de sănătate grave (a nu se confunda cu speranţa de viaţă), în Germania aceste graniţe ajung doar la  57,4 (femei) şi 55,8 (bărbaţi) de ani.

Este evident că cerinţele la adresa angajaţilor au crescut enorm în ultimii ani. Concomitent a crescut continuu media de vârstă a personalului din intreprinderi şi instituţii. Frica permanentă de a-şi pierde locul de muncă îi determină pe angajaţii să meargă tot mai des şi cu o sănătate firavă la lucru. Prof. Dr. Badura compară două fenomene rezultate din această evoluţie: absentismul şi prezentismul. Şi aici îi critică direct pe conducătorii intreprinderilor, reproşându-le că „se interesează de starea de sănătate a angajaţilor abia după ce sunt alarmaţi de timpurile de absenţă ale acestora.”

Magazinul pentru managementul de sănătate în intreprinderi GESUND IM JOB (Sănătos la muncă) a publicat în numărul său din noiembrie 2012 o statistică cu cele mai dese boli care au generat o incapacitate de muncă. Cifrele se referă la anul 2011 şi au fost stabilite de BKK (Asociaţiile de Asigurări de Sănătate din Intreprinderi). Din totalitatea cazurilor înregistrate 26,6% sunt boli ale sistemului de muşchi şi schelet, 14,4% - căi respiratorii, 13,6% - accidente, 12% - tulburări psihice, 5,8% - sistemul de digestie, 4,5% - sistemul de circulaţie al sângelui, 4,0% - infecţii, 19,0% –altele. În acest raport de sănătate (boală?) se mai consemnează faptul că în ultimii 30 de ani numărul bolnavilor psihici a crescut de trei ori.

Cu toate aceste cifre nu prea îmbucurătoare, guvernul actual (CDU/CSU & FDP) nici nu se gândeşte la o eventuală revendicare a legii pensiei, întrodus de fostul guvern roşu-verde (SPD & Verzii), şi care prevede o ridicare dreptată a vârstei de pensionare la 67 de ani. Este trist dar adevărat că şi sindicatele s-au aranjat cu această vârstă de pensionare. Succesul uneia din cele mai mari economii naţionale din lume nu se enumeră numai în euro şi dolari, ci şi în jertfele aduse de angajaţii acestui imens angrenaj economic, jertfe vizibile în sănătatea prea şubredă a oamenilor muncii germani.

Anton Delagiarmata

Dienstag, 19. Februar 2013

Sieglinde Bottesch im Haus des Deutschen Ostens

Foto: Anton Potche [von einer 
Video-Präsentation des Berufsverbandes
Bildender Künstlerinnen & Künstler 
Obb. Nord & Ingolstadt e.V (2012)]

Am 7. Februar 2013 fand im Haus des Deutschen Ostens, München, Am Lilienberg 5, die Vernissage zur Kunstausstellung Kontinuum statt. 
Sieglinde Bottesch, in Sibiu/Hermannstadt geborene Wahlingolstädterin, stellt Arbeiten auf Papier & Objekte aus. 
Laut der Ingolstädter Tageszeitung DONAUKURIER „spricht aus allen Objekten und Zeichnungen der Künstlerin die Ehrfurcht vor den kleinen Dingen der Schöpfung“.

Ausstellungsdauer: 8. Februar bis 19. April 2013
Öffnungszeiten: Mo – Do: 10 – 20 Uhr, Fr: 10 – 15 Uhr, Ferien: 10 – 15 Uhr


Donnerstag, 14. Februar 2013

Gute Unterhaltungsliteratur


Katerina Timm: Die Kosakenbraut, Historischer Roman; List Taschenbuch Verlag, 2009; ISBN 978-3-548-60897-6; 428 Seiten, € [D] 8,95 / € [D] 9,20; www.list-taschenbuch.de

Rurik Semjonowitsch Lankow war der Anführer des Kosakenstammes der Jarostnye. Ein rauer Geselle, wie die Zeit, in der er lebte. Die Kosaken am Don waren in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts noch weitgehend unabhängig vom russischen Zaren. Das erleichtert ihre fiktionale Darstellung als Helden historischer Romane.

Katerina Timm (*1952) hat in diesem Roman an der Fiktion nicht gespart. Aber als Ort, auf den der Konflikt der Handlung zusteuert, hat sie dann doch eine geschichtlich belegte Stadt ausgewählt. Die an der Mündung des Dons ins Asowsche Meer gelegene Festung Asow wurde im Frühjahr 1637 den Türken von den Kosakenhorden entrissen. Bei Nicolae Iorga kann man dazu nachlesen: „Die Kosaken hatten zwei Monate gebraucht, um sich Azow – Asaks zu bemächtigen; sie gingen jetzt an eine Befestigung desselben, da es ihnen als geeigneter Ausgangspunkt für Seefahrten gegen die Türken erschien.“

Rurik war mit seinen Jarostnye dabei. Diese waren aber gespalten. Ein Teil von ihnen hörte auf Andrej, ein geborener Nogaier, aber von Rurik zu den Jarostnye geholt. Dem Ataman war nämlich seine Nachfolgerin – Sohn hatte er keinen – abhanden gekommen. Elja, seine Tochter, war in eine Stadt am Schwarzen Meer geflüchtet. Sie war das kriegerische Kosakendasein leid.

Wie Andrej und Elja sich kennen, hassen und lieben lernten, erlebt der Leser im Haupthandlungsstrang des Romans. In vier Teilen mit zusammen 30 Kapiteln hat die Autorin eine spannende, unterhaltsame und vor allem mit interessanten Einblicken in die Gebräuche der Donkosaken bespickte Handlung zusammengedacht. Die Zeiten am Don, dem größten Fluss Europas, waren schon immer stürmisch und an Kriegsstämmen und –völkern fehlte es nie. Als die Kosaken Asow stürmten, waren „die Osmanen in den Krieg mit Persien verwickelt, und die Krimtataren kämpften gegen Moldawien“. (Romanschreiber gehen manchmal auch mit Namen von Staaten sehr freizügig um.)

Es ist spannend, zu erfahren, wie Liebe in solchen Zeiten mit Mord und Totschlag funktioniert. Katerina Timm verleiht einigen ihrer Haupthelden übernatürliche Fähigkeiten. Traumdeuterei wird in das Entknoten einiger Geheimnisse eingebunden. Wen wundert’s? Die Autorin ist praktizierende Psychotherapeutin. Also haben wir es nicht nur mit Romanfiktion in historisch festem Zeitrahmen (1620 – 1637) zu tun, sondern auch mit einem Schuss Esoterik.

Das ganze im Bunde mit einer legeren Erzählsprache ohne überlange erläuternde Passagen – alle geschichtlich und volkskundlich interessanten Informationen sind in Dialoge und Handlungsstränge verpackt – ermöglicht ein kurzweiliges Leseerlebnis. Was ich beim Lesen ab und zu vermisst habe, waren Erläuterungen (als Anhang oder Fußnoten) einiger aus der Kosakensprache entliehener oder gar erfundener Wörter.

Wo könnte man ein solches Buch einordnen? Die Genregrenzen sind nach wie vor in der Kunst wie in der Literatur fließend. Ich denke, in der Sparte Unterhaltungsliteratur ist Katerina Timm neben Amelie Fried, Donna Leon, Hera Lind, Johannes M. Simmel u.v.a. gut aufgehoben.

Anton Potche

Dienstag, 12. Februar 2013

am gipfelkreuz

wenn du glaubst
der berg
gehört dir
kommt einer
zum fotografieren
ans gipfelkreuz
dann weißt du
es war schad’
um die müh’
der berg
gehört nie
nur dir


Schwarzkopfwand, 2012
Anton Potche

Donnerstag, 7. Februar 2013

Seppi und Peppi unterhalten sich über deutsche Unpässlichkeiten


Seppi und Peppi sitzen im Bahnhofscafé des nicht mehr ganz so bedauernswerten Bahnhofs einer deutschen Großstadt. Die Stimmung ist bedrückt.

- Dieses Land geht den Bach runter.
- Meinst du?
- Ja, die Probleme werden immer größer und vor allem immer mehr.
- Und sie tauchen so schnell aufeinender folgend auf.
- Man hat kaum Zeit sich mit einem Problem tiefgehend zu beschäftigen.
- Geschweige denn Lösungen zu finden.
- Suchst du welche?
- Natürlich. Du nicht?
- Doch, doch. Aber...
- Wo liegt das Problem?
- Ich kann die Probleme in den Problemen nicht erkennen.
- Wie meinst du das?
- Der Augstein ist weder Antisemit noch Rassist und landet auf einer Liste mit Antisemiten. Stell dir mal vor, du liest bei Lenau „Drei Sinti und Roma fand ich einmal / Liegen an einer Weide, / Als mein Fuhrwerk mit müder Qual / Schlich durch sandige Heide.“
- Gab’s damals noch keine Zigeuner?
- Das schon, aber noch keine politische Korrektheit.
- Was ist das?
- Eine Philosophie, nach der jeder ein Rassist ist, der weiß, dass ein Roma ein Zigeuner, ein Schwarzer ein Neger, ein Roter ein Indianer, ein Weißer ein Bleichgesicht usw. ist.
- Also ist Lenau kein Antisemit oder Rassist.
- Doch, denn er hat ja geschrieben „Drei Zigeuner fand ich einmal“.
- Ah, so. Jetzt. Ich glaube, ich hab’s.
- Und es kommt noch schlimmer: Er ist auch ein Sexist.
- ??
- Ja! Er hat auch geschrieben: „Rosen wecken Sehnsucht hier, / Dort die Nachtigallen, / Mädchen, und ich möchte dir / In die Arme fallen!“
- Und was ist daran so schlimm?
- Es ist politisch nicht korrekt. Er hätte schreiben müssen „Fräulein, und ich möchte Ihnen / Zum Gruß die Hand reichen.“
- Das klingt ja schrecklich.
- Ist aber politisch korrekt. Denn, wenn er einem Mädchen in die Arme fallen will, kann er ja ihre Brüste berühren. Und das entspricht wiederum nicht der deutschen Politicalcorrectnesphilosophie.
- Muss der Lenau das jetzt umschreiben?
- Geht nicht.
- Warum nicht?
- Weil er vor 163 Jahren gestorben ist.

Es wird noch immer früh dunkel. Aber der nächste Frühling kommt bestimmt und dann verschwinden auch wieder die vernebelten Geister.

Dienstag, 5. Februar 2013

Apa şi salubrizarea constituie un drept al omului


Birocraţia EU de la Bruxelles încearcă să influenţeze pe zi ce trece tot mai mult viaţa noastră particulară. Legi şi reguli noi au de foarte multe ori menirea de a micşora competenţele politice ale parlamentelor naţionale şi regionale ca şi a primăriilor orăşeneşti sau comunale. Rezultatele acestor reglementări exagerate se simt în toate ţările membre ale Uniunii Europene.

Posibilităţile cetăţenilor de a lupta pentru drepturile lor sunt multiple, de la demonstraţii de stradă pînă la intervenţii pe lângă diferitele foruri politice şi juridice din cadrul Uniunii Europene. Petiţiile de protest sunt un mijloc des practicat. Aceste culegeri de semnături pot fi organizate şi pe cale electronică.

În aceste zile are loc o iniţiativă a cetăţenilor europeni  împotriva unei intenţii a Comisiei Europene de a liberaliza oferta apei. Asta ar însemna că apa potabilă ar deveni o marfă oarecare, supusă legilor pieţei private. Concret, un concern internaţional ar putea de exemplu să cumpere serviciile comunale ale unui oraş ca Bucureşti, stabilând astfel preţul apei potabile.

Conform legislaţiei EU o iniţiativă a cetăţenilor europeni trebuie să adune cel puţin un milion de semnături pentru a fi auzită la Bruxeles. Motivele iniţiativei se pot citi pe site-ul instalat de grupul de organizare. Un exemplu: „Comisia Europeană ar trebui să îşi oprească impulsul său constant de liberalizare a serviciilor de apă şi salubrizare. Încurajarea pieţii de a furniza aceste servicii înseamnă că cei care îşi pot permite mai mult ar putea obţine servicii mai bune şi cei care îşi pot permite mai puţin vor primi servicii mai rele. ‚Nu sunt bani, nu este apă’, iată ce înseamnă o piaţă pentru serviciile de apă. Dar apa şi salubrizarea sunt un drept al omului. Este o obligaţie şi o responsabilitate a Guvernului de a furniza aceste servicii pentru toţi oamenii.“

Pentru a contracara legi şi regulamente dăunătoare, cetăţenii Uniunii Europene ar trebui să arate mai mult angajament politic. Curajul civil lasă încă foarte mult de dorit. Cauzele sunt diferite: în Europa de Est şi Sud-Est mai predomină un respect exagerat (sau chiar frică) faţă de autorităţile statale, regionale şi comunale, pe când cetăţenii din Europa de Vest sunt prea delăsători. Acum însă se pare că mulţi s-au trezit din letargia lor politică. Iniţiativa cetăţenilor europeni a strâns deja peste 900.000 de semnături pentru petiţia cu numele de Apa este un drept al omului. Şi asta cu toate că suntem abia la începutul anului. Dar nu trebuie uitat că resposabilii din capitata Europei vor fi cu atât mai impresionaţi cu cât numărul participanţilor la această iniţiativă va fi mai mare.

În Germania intenţiile Comisiei Europene sunt vehemt criticate de mulţi factori de răspundere. Astfel, Thomas Schwaiger, şeful Serviciilor Comunale din Ingolstadt a declarat într-un interviu cu ziarul local DONAUKURIER: „La Ingolstadt vrem noi înşine să luăm deciziile privind aprovizionarea noastră cu apă. Aceste atacuri de liberalizare ronţăie la sentimentul nostru de normalitate. [...] Apa nu este o marfă, ci baza vieţii noastre.”

Anton Delagiarmata