Donnerstag, 29. April 2010

Meim Spindnochber sei letzti Verschwörungstheorie

Mei Spindnochber is e ausgeeckter Verschwörungstheoretiker. Oweds beim Umziehe ton mer zwaa, mei Spindnochber un ich, manchesmol noch e bißje politiseere. Zu intressante "politische Debatten" kummts awwer immer norr dann, wann sei Aue glanze. Un je stärker de Glanz, je hefticher kann er, mei Spindnochber, argumenteere.

Als tiefgläubiger Christ hot er mer besonders in der Kerchepolitik schun einiges voraus. Des muss ich neidlos zugewwe. Un do unlängst hot er mich uf dem Gebiet wirklich fertich gemach. Ich hun do norr meh mit uffnem Maul staune känne.

Was, hot er gsaat, du werscht doch net glaawe, dass des mi'm Mixa net vun langer Hand vorbereit war.
Naa, hun ich geantwort, wie soll ich mer des vorstelle? Do hot er mich onstännich ufgeklärt un is mit oom Fuß im Hosseboon vun seiner Latzhoss stehn geblieb, bis ehm mei Aue groß genuch ware un mei Maul vor Staune weit genuch ufgstann hot.

Na waaßt du nemi, dass de Mixa un de Hanke dort unne ware un dass de Mixa noher gsaat hot, die Palästinenser lewe wie im Getto. Ha, hosst du des schun vergess? Oons soon ich der, die Judde hun des net vergess. Dee ehre Geheimdienst hot so lang gsucht, bis er was funn hot. Waaßt schun, de Mossad, odder wie der haaßt.

Mensch, hun ich druf gsaat, des is doch de militärisch Geheimdienst vun Israel.
Na un? De Mixa is jo aah Militärbischof. Des passt doch zamm.
Aah, so is des?, hun ich gsaat un mei Schuhbändle zugebunn. Awwer des glaab ich net.
Na du werscht schun siehn, was do noch alles kummt, hot er noch gsaat un sei Latzhoss ganz nunnerfalle geloss.

Uf'm Hoomwech hun ich immer rumgschaut. Ich moon meim Spindnochber sei Theorie hot jo doch e bißje gewirkt. Awwer all die wu hinner mer ware, hun mich uf ehre neie Bizikle irgendwann iwerholl, bis mer konner meh nohkumm is.

Des muss merr aah verstehn. Die sin all vill jinger un hun noch junge Weiwer de Hoom, die wu uf se warte. Meins schloft immer schun un manchesmol schnorckst's aah - noch lauter wie ich. Des macht awwer nicks, weil wann ich vum Mossad troom, heer un siehn ich sowieso nicks meh vor lauder Angst, weil de Berns Toni gheert aah zu dee, wu moone, dass net grad alles hunnertprozentich richtich is, was die Israelis mache.

Sonntag, 25. April 2010

Bläsermusik erster Güte

Hans Jürgen Huber mag für seine Anmoderationen von Stücken des von ihm gegründeten und geleiteten Blechbläserensembles  Schutzblech umstritten sein. Es gibt Leute, die dieses Vorgehen schlichtweg für Musik in der Kirche, was sie wahrscheinlich mit Kirchenmusik gleichsetzen, unangebracht halten. Dabei geht es nie um das Procedere an sich, sondern um die lockere, flappsige Art Hubers, die sich so nicht passgenau in das Konzept ernster Musik einfügen lassen will.

Das heutige Konzert im Rahmen der "Orgelmatinee um Zwölf" in der überfüllten Ingolstädter Asamkirche "Maria de Victoria" begann er dann auch stilgetreu mit einem typischen Gruß an die Zuschauer: "Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass sie nach der Orgelmatinee Ihre Handys ... wieder einschalten."

Unumstritten war wie eh und je, was danach folgte: ausgereifte Blechbläserdarbietungen bestückt mit Stücken aus der klassischen und modernen Bläserliteratur. Hans Jürgen Huber (Foto: links) hat einige der Stücke selbst für sein Ensemble bearbeitet und auch da wie bei seinen Auftritten nicht alles so toternst genommen.


Aram Chatschaturjans (1903 -1978) Säbeltanz war mehr als ein wuchtiger Einstieg. Mitreißend im Tempo und brillierend in der Höhe zog er das Auditorium sofort in seinen Bann. Der Csárdás von Vittorio Monti (1868 -1922) wurde von dem zweiten Huber in dem Ensemble, mit dem Vornamen Stefan, so rasant gespielt, dass nur geübte Ohren noch zwischen Staccato und Legato unterscheiden konnten. Ruhiger ging es dann in der Orchestersuite III D-Dur BWV 1068 "Air" von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) zu. So ruhig, dass dieses Stück laut Hans Jürgen Huber öfter bei Zahnärzten zum Einsatz kommt. Eine Ballade für Posaune und ein russisches Volkslied führten diesen getragenen, beruhigenden Musikreigen fort, um es dann bei Gioachino Rossinis (1792 - 1868) Ouvertüre zu Guillaume Tell richtig satirisch werden zu lassen. Stellenweise klang dieses Huber-Arrangement gar wie eine Persiflage auf österreichische Volksmusik - das Publikum war allerdings vorgewarnt worden -, aber alles in höchstem Grade virtuos und klanglich wunderschön vorgetragen.

Und was bei allen anderen Konzerten dieser in Ingolstadt so beliebten sonntäglichen Konzertreihe nicht oder nur sehr selten geboten wird, gehört bei Schutzblech zu jedem Auftritt: Zugaben. Die gehören bei weltlicher Musik eben dazu. Und solche spielen die Mannen um Hans Jürgen Huber, wenn Ursprung und Aufführungsort auch sakrale Atmosphäre ausstrahlen.

(Foto: Anton Potche)

Samstag, 24. April 2010

Die Kunst des Zelebrierens

Keine Frage, das können die Damen und Herren in der Kirche, den Heldentod mediengerecht zelebrieren. Und das Volk versteht es, dankbar beizuwohnen und den "für uns Gefallenen" auf diese Art und Weise die letzte Ehre zu erweisen - mit einem Bier, einem Rotwein oder einer Tasse Cappuccino im Straßencafé. Wenn dann auch noch das Wetter passt, kann ein Samstagmorgen nicht abwechslungsreicher, um nicht zu sagen unterhaltsamer, sein.


So geschehen an diesem Frühlingssamstagmorgen des 24. April 2010. Tatort: Fußgängerzone Ingolstadt. Im Münster "Zu unserer lieben Frau" werden vier in Afghanistan gefallene deutsche Soldaten verabschiedet. Viele Prominente und Uniformierte haben sich in der Kirche versammelt. Das Volk davor. Dank Videoübertragung des Gottesdienstes nimmt es mehr oder weniger gerührt am Geschehen Teil und hört Sätze wie: Nichts macht hilfloser als der Tod. - Ich trage Verantwortung für Ihre Trauer.


So spricht Deutschlands Verteidigungsminister auf dieser zentralen Trauerfeier für die letzten vier am Hindukusch gefallenen deutschen Soldaten. Wenn es nur die "letzten" wären. Dass dem aber mit aller Wahrscheinlichkeit nicht so sein wird, klingt in Karl-Theodor zu Guttenbergs Rede an: Unsere Zusage an das afghanische Volk gilt. - Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze geworden und werden es wohl auch in Zukunft bleiben.

Ob von den Zaungästen in der Ingolstädter Innenstadt jemand den Sinn dieser Zusage verstehen kann, darf als rethorische Frage im Raum stehen bleiben. Wer aber mit Sicherheit nicht verstehen kann, dass diese vier Männer - der jüngste von ihnen war gerade mal 24 Jahre alt - in einem uns so fremden Krieg in Afghanistan gefallen sind, "um unsere Freiheit zu schützen" (Guttenberg), sind die Angehörigen der Verstorbenen, die in der ersten Reihe mit der verhärmt wirkenden Kanzlerin Angela Merkel sitzen. Schließlich ist sie es, die an einem sturen "Weiter so" festhält.


Und sie scheint die Rückendeckung einer breiten Mehrheit im Bundestag zu haben. In der Ingolstädter Fußgängerzone stand etwas weg vom Geschehen ein kleines Häuflein mit einem Spruchband und Flugblättern mit der Forderung Raus aus Afghanistan. Die jungen Männer waren von der ... NPD.

Nur wenige Minuten, nachdem die Trompete mit dem Lied Ich hatte einen Kameraden verstummt war, nahm der Alltag in Ingolstadt seinen Lauf. Das Ereignis schaffte es immerhin in die Nachrichten der Radio- und Fernsehsender. Die Ingolstädter nahmen ihren Lauf aber im wahrsten Sinne des Wortes auf und starteten schon eine Stunde nach der Trauerfeier zu ihrem jährlichen Halbmarathon.

(Fotos: Anton Potche)

Freitag, 23. April 2010

Criza de credibilitate a bisericii catolice din Germania

Legea bisericii romano-caltolice prevede pentru demisia unui episcop trei situaţii de fapt: împlinirea vârstei de 75 de ani, boală grea sau motive serioase care duc la împlinirea nesatisfăcătoare a funcţiei bisericeşti. Cererea de demisie poate fi aprobată sau respinsă doar de papa din Roma. De regulă, Vaticanul decide destul de repede, dar o perioadă precisă nu este prevăzută în lege.

Săptămâna aceasta Walter Mixa, episcop de Augsburg şi episcop militar, şi-a înaintat demisia. Duminica aceasta va împlini vârsta de 69 de ani şi ştiri despre o boală grea nu sunt transportate de mass-media din Germania. Rămâne deci ultimul motiv pentru retragerea sa din funcţia bisericească. Într-adevăr: episcopul este învinuit de mai mulţi cetăţeni de a fi aplicat măsuri de violenţă fizică împotriva lor, pe cînd era preot în orăşelul bavarez Schrobenhausen. Palmele le-a dat cu mulţi ani în urmă, într-un timp când o palmă mai făcea parte din metodele uzuale de educaţie.

La început, ştirile despre episcopul Mixa se înşiruiau doar într-un lanţ de dezvăluiri a unor fapte de abuz sexual şi violenţă corporală, practicate de educatori şi educatoare în diferite internate şi şcoli bisericeşti. Seria de dezvăluiri şocante a început deja în ianuarie, atingând acum un punct culminant.

Episcopul Walter Mixa a făcut marea greşeală de a tăgădui palmele date. Cu cât omul a minţit mai mult cu atât mai înverşunaţi s-au destăinuit ziarelor tot mai mulţi afectaţi de metodele lui de educaţie. Efectul a fost catastrofal. Numai în oraşul Augsburg 600 de persoane şi-au declarat ieşirea din biserică. Alois Glück, preşedintele Comitetului Central ai Catolicilor Germani, vorbeşte chiar despre "cea mai mare criză a bisericii catolice de la începuturile ei".


Îmi aduc aminte de fiţuica cu care mergeam la prima mea spovedanie. Acolo era notat şi păcatul "am minţit". Şi mai ştiu că deja atunci, ca puşti de nouă, zece ani, - abia ştiam să citim - făceam haz de faptul că acest păcat era ultimul pe lista noastră. Doar însemna că tot ce şopteam până atunci în urechea duhovnicului, dincolo de peretele perforat al scaunului spovedaniei, era o singură mare minciune. Şi cum "Lügen haben kurze Beine", adică minciunile au picioare scurte, pentru foarte mulţi credincioşi catolici din Germania turnurile bisericilor au început să se clatine îngrijorător.

(Foto: Anton Potche)

Mittwoch, 21. April 2010

Host schun gheert?

Des hot mei Arwetskulleger mich allerdings net gfrot, weil er is jo devun ausgang, dass ich des sowieso waaß. Awwer was er wisse hot wolle, passt genau in des Host-schun-gheert-Schema.

Er, mei Arwetskulleger, kummt aah aus'm Banat un jemmand aus München hot'm verzählt, dass sich forr die Kerweih in Johrmark schun 400 Leit ongemeld hun. Un dass die annre aah nunner fahre un Kerweih mache. Un dass se net mit Marsch dorchs Dorf gehn därfe. Net die oone un net die annre. Des is vebott wor. Vun wem hot er net gsaat.

Awwer no hot er awwer aah noch gsaat, dass sei Freind aus München sich net hunnertprozentich sicher is, ob die oone un die annre des jetz net mitzamm mache. Sicher is norr, dass alle zwaa, die oone un die annre, nunner fahre un Kerweih mache.

Ich hun ehm no gsaat, dass es, soweit ich waaß, gar ka Kerweih is, was die, wu nunner fahre - ganz gleich ob norr die oone odder die annre aah - dort mache, sondern dass die norr e Treffe, e Musikantetreffe mache wolle. Na dann waaß ich net, hot mei Kulleger no gsaat un is sich a Bier holle gang.

Ich aah net, hun ich druf gsaat. Awwer des hot er nemmi gheert un die Gedanke in meim Kopp aah nemmi gsiehn. Die sin nämlich zrick in die siebzicher Johre gfloh. Selmols hot's ghaaß "Um Zwellef werd ingschlaa". Des hun se no aah gemach un die Doppelnohkriegskerweih war gebor. (Vor em Kriech hot's so etwas in Johrmark aah schun gewwe, asso war des norr was Neies forr die junge Generatione.)

Unne des Bild stammt aus dem Johr, in dem wu alle zwaa, asso die Spitziche un die Stumpiche an Kerweihsamstach mi'm Mittachleide ingschlaa hun. Des war an Phingste 1974. Merr sieht, wie de Stumpiche-Kerweihzug (am Kerweihsunntach odder -montach) dorch de Park - selmols noch mit Beem - marscheert is.


Ich hun selmols de "historische" Moment leider verpasst, weil ich ingerickt war. Sunst hätt ich nateerlich mit ingschlaa. Etwas annres kann sich de Berns Toni aah heit, 36 Johr späder, gar net vorstelle.

(Foto: Archiv Kaszner-Kapelle)

Samstag, 17. April 2010

16. Literarische Nacht in Ingolstadt

Im Rahmen der zur Zeit über die Bühne gehenden 17. Ingolstädter Literaturtage (9. bis 25. April 2010) fand gestern Abend die 16. Literarische Nacht statt. Sie war wie eh und je den Autorinnen und Autoren aus der Region vorbehalten. Gelesen wurde in fünf Blöcken. Circa 10 Minuten Lesezeit waren für den Einzelnen vorgesehen und wurden auch respektiert. Das Afrika-Thema der Literaturtage musste nicht, durfte aber angeschnitten werden. Die Stuhlreihen in der Herderbastei waren zu 90 Prozent besetzt.


Begonnen wurde der Reigen von Michael von Benkel. Prosa. Das war schon mal ein vielversprechender Einstieg, diese Erfahrungen eines Münchner Taxifahrers, eine amoröse, nie ins Kitschige abgleitende Geschichte.
Martina Funk las mit monotoner Stimme eine Realität-Erinnerung-Traum-Geschichte, die zur vorherigen stark kontrastierte. Aber eine lesbische Beziehung könnte tatsächlich so beginnen. Literatur ist und bleibt eben Geschmackssache.
Iris Koller rezitierte ihre Gedichte im Stehen. Arbeit für die Organisatoren: der Tisch musste weg. Liebesgedichte. Leichte, interessante Reimspielereien, oft nur drei, vier Silben. Leider war die Beleuchtung schlecht. Lautmalereien ohne Gesicht büßen viel an Qualität ein.
Edeltraut Skawran erinnerte mich an die alten Dirigenten Karajan und Celibidache, die kaum noch ein Dirigentenpult besteigen konnten und trotzdem weiter dirigierten. Der Senioren-Autorin Gedichte umschreiben meist die Natur und ihre Bemühungen um den Reim waren spürbar. Wie könnte es auch anders sein.
Elisabeth Willner las eine Kindergeschichte, die etwas gekürzt reif für die Bayern 1-Sendung "Das Sandmännchen" wäre, wenn sie nicht mit diesem schrecklichen Ende, mit dem man ein Kind nicht in den Schlaf lesen sollte, ausklingen würde.


 Mit dem Kunstpreisträger der Stadt Ingolstadt, dem vielseitigen Künstler (Musik, Malerei, Literatur) Klaus W. Sporer, startete die zweite Lesestaffel. Das waren schon allesamt Leute mit Printveröffentlichungen. Sporers Lyrik fesselt. Seine Stimme ist prägnant und seine Botschaft eindringlich. Es geht um Afrika: "Das Wasser zieht sich zurück / Das Tote wird festgeschrieben:"
 TIA bedeutet This Is Africa. Über diesen viel gebrauchten Satz hat Giesela Geiseler eine anrührende Erzählung zum Besten gegeben. In einer engagierten Lesung nahm die Autorin die Zuhörer mit nach Tansanien und ließ zwei Kulturen, die europäische und die afrikanische, im wahrsten Sinne des Wortes aufeinanderprallen.
Paul Misch referierte zuerst mal kurz über das Kommende: "Ich hatte einen Text, der hieß Mein Nachbar. Ich habe ihn dann umbenannt in Mein afrikanischer Nachbar. Also blieb auch er beim Thema Afrika. Die zweite Erzählung, die er las, trug den Titel Einen Freund haben. Der Autor ging mit beiden Themen in sehr aufgeräumter Lesart um.
Dass es zwischen dem Ingolstädter Haus im Steinernen Meer in den Alpen und dem Steinmeer vor dem Ingolstädter Rathaus zwar gewisse sprachliche Analogien, aber weiß Gott keine ästhetischen Gemeinsamkeiten gibt, ließ Hildegard Wirthmüller in Stadtgeflüster-Manier (DONAUKURIER-Glosse) die engagiert mitgehende Zuhörerschaft wissen. Und warum ein solcher Text möglich ist, erläuterte sie sozusagen als Abspann: "Alle die über Ingolstadt kommandieren, sind ja keine Ingolstädter."
Bei Aribert Ebert wechselte die Stimmung zwischen Heiter und Nachdenklich. Ein Gedicht über Robert Enke ist mehr als das Folgen einer Zeitgeistlaune. Dass solche Ereignisse zwar Schatten werfen, aber zum Glück immer noch Raum für Jahresablaufwahrnehmungen, und zwar lebhafte, lassen, durfte der Leser in Gedichten wie Fasching, Ostern, Spargel, Erd und Beere erfahren.

Dann ward die letzte Runde angesagt. Noch drei Namen standen auf dem Programmzettel. Die wurden dann schnell vier, denn Jens Rohr hatte zur Darbietung einer dramatisierten Erzählung seinen Freund, den Radio-IN-Redakteur Oliver Scholtyssek, mitgebracht. Die Zuschauer konnten bei entsprechender Konzentration nachvollziehen, wie ein schlechter Traum zum Trauma werden kann.
Danach setzte sich ein echter Spund, kaum der Pubertät entwachsen - zumindest dem Aussehen nach - an den Lesetisch. So stell ich mir hochkarätige Poetry-Slam-Akteure vor. Der Mann hatte eine echte Mikrofonstimme, las schnell, schnörkellos, verständlich, nachvollziehbar, hatte einen reichen Wortschatz und eine Menge zu sagen. Trotz aller jugendlicher Lebensfreude, ja sorgloser Überschwänglichkeit - "Bis 30 will ich einen Sportwagen versoffen haben" - leiden seine Gedichte keinen Moment an Seriosität. Man könnte nur zuhören. Wenn Thomas Wensing dranbleibt und das nötige Glück in der beschwerlichen Suche nach einem Verlag hat, könnte er auch über die Region hinaus im Literaturbetrieb Fuß fassen.
Ein kurzer Künstlername stand als Letzter auf dem Programmzettel: ChaBé. Dahinter verbirgt oder besser gesagt brilliert eine Frau. Und zwar mit hervorragender, fantasiereicher Erzählkunst. Das Korsett ist eine beeindruckende Doppelmetapher: zum einen über die Selbstverständlichkeit des Daseins in Ketten - von uns in Freiheit lebenden Menschen kaum nachvollziehbar - und zum anderen über die unergrünbare, äußerst gefühlvoll und knisternd vor Spannung keimende Begehrlichkeit nach dem Andersartigen, Andersfarbigen. Das ist Liebe par excellence.

Für die musikalische Untermahlung dieses gelungenen Literaturabends zeichnete der international bekannte Live-Elektronik-Musiker Ludwig Berger und für die entsprechenden Bildprojektionen sorgte Peter Vetter. Niemand musste hungern und dursten, denn eine Angestellte des Kulturamtes der Stadt verköstigte in den zwei Pausen Aktive und Passive mit Weißwürsten & Brezen und Getränken. Auch Bier. Schließlich bleibt Ingolstadt auch während dieser Afrika-Tage in Bayern.

(Fotos: Anton Potche)

Freitag, 16. April 2010

Als ob sie es geahnt hätten

Vor einer Woche titelte DIE ZEIT (8. April 2010): Ein Schöner Freund - Sterben für Afghanisten? Wer kann das von unseren Soldaten verlangen, wenn sich Kabuls Präsident vom Westen absetzt? Das war nach dem Karfreitag mit drei toten deutschen Soldaten in Afghanisten. Nur drei von 5350 mag der eine oder andere gedacht haben und wiedermal zur Tagesordnung übergegangen sein. Es wird schon seinen Sinn haben, dieses Opferbringen am Hindukusch. Wir Deutschen sind loyale Partner, im Guten wie im Bösen.

Der Autor des erwähnten ZEIT-Artikels macht es sich allerdings nicht so einfach. Um in einem fremden Land Krieg führen zu dürfen, muss es schon "um existenzielle Gefahren gehen, der internationale Frieden muss bedroht sein, zuallererst die eigene Sicherheit", schreibt Matthias Nass. "Und auch dann sucht verantwortungsvolle Politik noch nach anderen Auswegen."

Irgendwie rückt dieser verdammte und vermeidbare Krieg immer näher. Heute sind weitere vier Bundeswehrsoldaten einem Talibanangriff zum Opfer gefallen. Zwei von ihnen dienten in Ingolstadt im Gebirgspionierbataillon 8. Ihre Heimatgarnison hat die Flagge auf Halbmast gehisst. Ihnen hilft es nichts, so geehrt zu werden. Und auch die tieftraurigen Gesichter der deutschen Politikerkaste, die am unsinnigen Einsatz in einer uns total fremden Welt weiter festhält, kann den Angehörigen der Gefallenen kaum Trost bringen.


Unsere Soldaten brauchen jetzt ein neues Mandat, meint SPD-Chef Sigmar Gabriel. "Dann würde mit Sicherheit die Abstimmung anders verlaufen", zitiert ihn das HAMBURGER ABENDBLATT. Der Mann verlangt nach einem Kriegsmandat für die Bundeswehr. Wann hat denn schon mal eine reguläre Armee einen Krieg gegen Untergrundkämpfer gewonnen? Und was heißt das schon, die Abstimmung, würde "anders verlaufen"? Bei einer Ablehnung im Bundestag - würde dann das jetzige Mandat seine Gültigkeit behalten?

Das jetzige Mandat, erst einige Wochen alt, ist nach den Karsai-Äußerungen und den immer effektiveren Angriffen der Taliban ein reines Besatzungsdokument. Wer mit bewaffnetem Personal in einem fremden Land steht, wird immer von einem Teil der Bevölkerung als feindliche Besatzungsmacht empfunden, ganz gleich wie gutgemeint und friedlich diese Präsents ist. Das sollte man in Berlin endlich erkennen. Wenn man sich dann auch noch eingestehen könnte, dass man in einem Guerillakrieg gegen Leute, die schon mit dem Gewehr in der Wiege groß wurden, nur eine erbärmliche Greenhorn-Rolle spielen kann, dann wäre ein großer Schritt in Richtung Abzug getan, noch vor 2011 und schon längst vor 2015.

Die letzte Forsa-Umfrage zu Afghanisten sagt, dass bereits 62 Prozent der Deutschen den Abzug der Bundeswehr fordern. Bei der letzten TED-Umfrage des DONAUKURIER aus Ingolstadt forderten das 67,15 Prozent der beteiligten Leser. Als hätten sie es geahnt, was da am folgenden Wochenende auf sie zukommt: die Fratze dieses schmutzigen Krieges in Afghanisten. Und sie werden ihre Machtlosigkeit ob des wachsenden "Gefühls von Vergeblichkeit, das den Tod der Soldaten noch tragischer, noch unerträglicher erscheinen lässt" (Matthias Nass), zum wiederholten Male spüren.

Donnerstag, 15. April 2010

Na endlich

Der Germanist Enno Stahl hat jetzt laut FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG herausgefunden, dass "Arbeit und Broterwerb in der jungen deutschen Erzählprosa" so gut wie nicht vorkommen. Mit jung ist allerdings die zeitgenössische Literatur, geschrieben von jungen Menschen, gemeint, und nicht kürzlich veröffentlichte Bücher von Walser, Grass & Co. Als Beleg für diese Theorie werden die Autoren und  Autorinnen Christian Kracht (*1966), Benjamin von Stuckrad-Barre (*1975), Elke Naters (*1963) und Julia Herrmann - wahrscheinlich ist Judith Hermann (*1970) gemeint - genannt. Die jungen SchriftstellerInnen lassen in ihren Werken angeblich nur die Nebenfiguren arbeiten.

Das komme daher, dass diese Literaten die wirkliche Arbeitswelt nie kennengelernt haben. Auch schreiben sie nur "für Leute in wohlsituierten Lagen, die wie Verleger, Agenten, Kritiker zumeist auch nur geistigen Broterwerb vor Augen hätten".

Darum also kann mit meinem Romanmanuskript Tausend Kilometer westwärts kein Mensch in diesem deutschen Sprachraum etwas anfangen. Da wird in Tarutino gemäht, in Jarmat gedrescht, in Temeswar gebindert und in Ingolstadt genäht.

Aber, wer weiß? Vielleicht findet ja jetzt ein Sinneswandel statt. Also nichts wie auf und zur Post... zum vierunddreißigsten Mal.



Mittwoch, 14. April 2010

Das Eine-Stufe-Modell

Wieso ist die FDP jetzt plötzlich eine Umfallerpartei, wo sie doch nur das tut, was Regierungsparteien aller Couleur schon immer taten? Sie distanziert sich langsam aber sicher von den im letzten Wahlkampf gegebenen Versprechen. Wer sich darüber ärgert, ist selber schuld. Jeder Glaube an Wahlversprechen hat seinen Ursprung in der Naivität.

Vom Drei-Stufen-Modell der FDP ist jetzt ein Fünf-Stufen-Modell geworden. Dass dieses Steuerkonzept nicht mehr als einige Blätter beschriebenes Papier ist, weiß jeder der sich ein wenig - so als Normalbürger - mit Politik beschäftigt. Unionsfraktionschef Volker Kauder hat jedenfalls sofort die passende und natürlich nichtssagende Losung für die Steuerabspekungspläne der FDP parat, wenn er sagt: "Union und FDP geht es vor allem um die Entlastung und um mehr Gerechtigkeit für die Arbeitnehmer." Mir ist keine Partei in Deutschland bekannt, die das nicht sofort unterschreiben würde, natürlich auf das eigene Steuerkonzept gemünzt.

Mein Arbeitskollege war sauer ob dieser unnötigen Steuerdebatte. Vor 2012 passiert erstens sowieso nichts, da sind die Streithähne im Regierungslager sich einig, und zweitens, wäre ein Eine-Stufe-Modell das Beste, ist mein Arbeitskollege überzeugt. Er hat gestern den Bierdeckel von Friedrich Merz - lebt der Mann überhaupt noch? - als einzig verrnünftiges Steuerkonzept für Deutschland verteidigt und auch gleich den alleinigen Steuersatz für alle Erwachsenen dieses Landes, also Deutschlands, genannt: 5 Prozent. Alle Steuersubventionen, Steuernachlässe, Abschreibungen und was es da noch alles gibt, müssen weg, für immer und ewig getilgt werden. Das hat er extra betont.

"Mit einer kleinen Ausnahme", fügte er, mein Arbeitskollege, mit etwas abgedämpfter Stimme noch hinzu: "Die Pendlerpauschale muss bleiben." Und er hat das auch sehr überzeugend begründet. Es gehe nicht an, dass er mit dem Auto 30 km zur Arbeit kommen muss, während meine Wenigkeit nur 8 km für die gleiche Arbeit zurücklege und das noch mit dem Fahrrad. Nein, also da muss es schon einen Unterschied bei der Steuer geben. Als ich entgegnete, dass weder die Firma noch der Staat ihn bemusse, hierher zur Arbeit zu kommen, und er beim Blick aus dem Fenster in die wunderschöne Altmühlttallandschaft blicke und beim Öffnen desselben  nur Vogelgesang vernehme, während vor meinem Schlafzimmerfenster nachts um 2.00 schon mal eine Lock rangiert, ließ er dieses Vor- und Nachteilargument überhaupt nicht gelten.

Was einem zusteht, muss er auch bekommen, sagen sogar die Richter in Karlsruhe und unterstützen so meinen aufgebrachten Arbeitskollegen, seine Bierdeckel-Theorie selbst ad absurdum zu führen.

Sonntag, 11. April 2010

Das wollte ich eigentlich sagen

"Oma", fragte Bastian aber dann plötzlich und drehte sich um, "was ist eigentlich ein Knastologe?"

So nachzulesen in Walter Kuhnkes Kolumne mit dem Titel "Die Hauptsache ist ein guter Charakter" (DONAUKURIER, 10./11. April 2010).

Menowin war auch ein Knastologe. Er ist aber nicht nur ein Raufbold und Scheckfälscher, was ihm zwei Lehrjahre hinter schwedischen Gardinen eingebracht hat, sondern auch ein hervorragender Sänger. So viel Gefühl, und dieses devote Lächeln, man spürt förmlich die Bescheidenheit, die Demut vor der großen Kunst, die diesem neu aufgehenden Stern am deutschen Musikhimmel innewohnt. In diesem Wesen muss doch ein "guter Charakter" hausen.

Und das Wichtigste ist dabei noch gar nicht gesagt  - er ist mein Landsmann. Ja, Menowin ist Wahlingolstädter. Welche Aufregung das gestern den ganzen Tag war. Diese Vorfreude. Ich wusste, er wird es schaffen, wieder schaffen, er wird, er muss Deutschlands Superstar werden, mein Landsmann Menowin. Und ich habe mitgefiebert und angerufen und an den Lippen der Jurymitglieder gehangen.

Die Jury besteht bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" aus einer sehr hübschen und kompetent auftretenden Blondine, eingerahmt von zwei Männern. Und mehr wollte ich eigentlich hier gar nicht sagen, nur ihre - der Männer - meistgebrauchten Vokabeln wollte ich kundtun. Zwei Wörter haben den ganzen Abend ihre "Musikkritikerbewertungen" geprägt: "geil" und "Scheiße".

Samstag, 10. April 2010

Unfair

Das war nicht fair von der Dame und dem Herrn an den zwei Stehtischchen. Ich wollte nur für die Bürgerinitiative für das Glacis unterschreiben. Das Glacis ist heute in Ingolstadt einfach mehr als eine "Erdaufschüttung vor einem Festungsgraben, die keinen toten Winkel entstehen lässt", wie es in einem Fremdwörterbuch heißt. Es ist ein fast einheitlicher Grüngürtel um die Altstadt, ein Naturdenkmal schlechthin.

Als solches empfinden es allerdings nur viele Bürger, Normalbürger, keine gewählten Funktionsträger aus der Politik, oder zumindest nicht viele von dieser Bürgersorte. Nach unzähligen zugelassenen Bausünden in der Stadt und sogar einem Bunker im schönsten Park der Stadt, dem Luitpold-Park, hat der CSU-dominierte Stadtrat es jetzt auf diesen Grüngürtel um die Altstadt, das von den Ingolstädtern vielgeliebte Glacis, abgesehen. Neue Bauten sollen dort an mehreren Stellen hineinbetoniert werden, "tote Winkel" in lebendiges Grün.


Um ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten, benötigt die Bürgerinitiative für das Glacis  4500 Unterschriften, fünf Prozent der Wahlberechtigten. Nun läuft zur Zeit auch eine zweite Unterschriftensammlung in der Stadt. Eine von allen Parteien -  außer der FW-Fraktion im Stadtrat - unterstützte Bürgerinitiative will, dass die Bussungeheuer, die das Stadtbild verschändeln und mit Abgasen belasten, sich für alle Ewigkeit durch die Nord-Süd-Achse der Altstadt zwängen - eine genauso umweltschädliche wie unansehnliche Maßnahme wie die voraussichtliche Zerstörung des Glacisgürtels.

Nun schob der gute Mann am Stehtischchen mir gleich beide Listen unter die Nase. Das empfand ich sofort als eine Überrumpelung, denn ich habe auf meinem nun auch schon 25-jährigen täglichen Fahrradweg zur Arbeit genug Bussluft in der Altstadt eingeatmet. Ich wollte da also nicht unterschreiben und habe das auch nicht getan. Dieses Vorgehen ist nicht fair, meine Damen und Herrn. Unterschriftensammlungen sollten wirklich schön sauber auseinandergehalten werden. Schließlich halten die Händler auf dem nahen Wochenmarkt Äpfel und Birnen ja auch getrennt. Ist ja nur ein Katzensprung bis dorthin.

Dienstag, 6. April 2010

Sau le daţi băieţilor voie să lupte, sau îi chemaţi acasă

Cam ciudaţi nemţii ăştia. Când colonelul german Klein a dat în septembrie 2009 ordin să se bombardeze nişte talibani care capturaseră două cisterne de benzină nemţii l-au făcut criminal de război. Ministrul şi şeful armatei trebuiau să demisioneze. Motivul scandalului - muriseră şi civili. Guvernul şi Parlamentul german - în afară de Partidul de Stânga (Die Linken), care nu a votat pentru prezenţa trupelor germane în Afganistan - au crezut că se poate duce un război fără victime. Atâta naivitate e greu de imaginat.

Acum talibanii au împuşcat trei soldaţi germani şi au rănit alţi patru grav. Imediat a început marea discuţie despre înarmarea şi instruirea insuficientă a trupelor germane. Păi dacă ăştia nu sunt dotaţi cu tehnica cea mai modernă, ce să mai spună alţii? Discuţia este absurdă, nu altceva. Cine trimite ostaşi pe câmpul de luptă, trebuie să le dea şi permisiunea să tragă. Ofiţerii germani trebuie să aibă putere de decizie fără să se teme mereu de tribunalele de acasă.

Talibanii vor câştiga acest război din Afganistan călărind pe măgari şi trăgând cu puşti din timpul lui Kara Ben Nemsi dacă nemţii - şi nu numai ei - nu vor realiza odată că batalioanele lor se află într-un război adevărat şi nu într-o joacă de-a războiul. În Germania se consideră deja un progres dacă actualul ministru de apărare Karl-Theodor zu Guttenberg are curajul să ia cuvântul război în gură când vorbeşte despre situaţia tot mai periculoasă în care se află soldaţii germani din zona afgană Kundus.

Guvernanţilor germani nu li se poate da decât un singur sfat: sau le daţi băieţilor voie să lupte, sau îi chemaţi acasă. Personal cred că a doua variantă ar fi oricum cea mai bună.

Freitag, 2. April 2010

Unanfechtbar und verjährt

Rumänien wird im Westen meist mit Korruption in Verbindung gebracht und wer die politischen und gesellschaftlichen Abläufe in diesem Land näher betrachtet, muss diese Einschätzung verstehen. Sie ist mehr als ein Vorurteil. Umso mehr kann es einen erfreuen, wenn er in der ROMÂNIA LIBERĂ (29. März 2010) die Schlagzeile liest Revolta celor 300 - Der Aufstand der 300.

Rumänien hat 4000 Richter. 300 von ihnen protestieren jetzt gegen die Aufnahmeverfahren des Obersten Gerichtshofes in seine Gremien. Die Zeitung schreibt von "okkulten Beförderungen" auf die Richterstühle des Obersten Kassations- und Gerichtshofes. Gruppeninteressen würden berufliche Kompetenz bei den Erörterungen ausstechen. Als Sündenbock muss der Richter Cristian Jipa - natürlich stellvertretend für viele andere - herhalten. Er wurde im Septemnber 2009 an den Obersten Kassations- und Gerichtshof berufen, obwohl er den Prüfungsanforderungen in keiner Weise gerecht worden war. Dort blieb er auch, nachdem sein Name schon bald in der Strafakte des wegen Korruption in Untersuchungshaft sitzenden sozialdemokratischen Senators Cătălin Voicu, mit dem die rumänische Antikorruptionsbehörde endlich ein erstes prominentes politisches Exempel statuieren will, aufgetaucht war. 

Ein anderes Beispiel schildert den Fall des Richters Săndel Macavei. Der Gute hat morgens bei der Einstellungsbefragung nichts gewusst, worauf man ihm nachmittags die Fragen stellte, auf die er die richtigen Antworten parat hatte. Na wenn das keine Menschenfreundlichkeit ist. Die protestierenden Richter sehen das allerdings ein wenig anders. Sie behaupten, dass die Förderung der Inkompetenz die Korruption zur Folge habe.

Eigentlich müsste man diese Geschichte für die rumänische Gesellschaft positiv bewerten, wäre da nicht der Zeitungsvermerk: "Traurig ist, dass diese Prüfungen nicht angefechtet werden können."

Und das wiederum  lässt mich an die vielen Missbrauchsfälle - alles was über eine nicht allzu schmerzhafte Ohrfeige oder ein freundliches Schmeicheln hinausgeht - in Deutschland erinnern. Auch da ist "leider" alles verjährt.