Sonntag, 31. Januar 2010

Prostiile unui fotbalist

Se pare că AC Florenţa va renunţa la Adrian Mutu. Ca ciumă şi holeră titulează ziarul german de mare tiraj SÜDDEUTSCHE ZEITUNG de azi, numindu-l pe atacantul român un Enfante terrible al fotbalului european.

Nu de mult, copilul teribil s-a bătut cu nişte indivizi într-un hotel de lux. Acum problema este însă ceva mai gravă. Mutu a fost testat pozitiv la o probă de doping. Cert este că în optimile de finală din Champions-League, împotriva lui FC Bayern, nu va juca. Analizele au arătat că jucătorul lui AC Florenţa a consumat substanţa Sibutramin care în Italia este interzisă fiindcă face parte din grupa Amfetaminelor.

Acest preparat are calitatea de a frâna apetitul, scrie ziarul german, şi fotbalistul şi l-a procurat acasă în România, tocmai pentru a se prezenta cu greutatea ideală la primele antrenamente ale noului an. Ghinionul lui a fost că nu s-a consultat în prealabil cu medicul echipei din Florenţa.

Ce nedreaptă poate să fie viaţa asta. Vii în sfârşit acasă din emigraţie, să petreci cele mai frumoase zile ale anului la soba şi masa mămicii, şi n-ai voie să te îngraşi. Halal meserie. Cred că Adrian ar proceda mai bine dacă s-ar lăsa de meseria asta, adică de fotbal, şi ar veni cu mine la fabrică. Schimbul de dimineaţă începe la ora 6 şi se termină la 14.30, cel de după-masă are programul 14.30 - 22.00 şi cel de noapte 22.00 - 6.00.

Iată programul adecvat pentru un tânăr de 31 de ani care vrea să-şi menţină silueta. Voi vorbi mâine cu şeful meu. Doar îi trebuie (probabil) fostului fotbalist de clasă mondială un nou loc de muncă şi dacă se poate unul fără mari ispicii. Munca de acord îi va face bine, sunt convins de asta, şi în ritmul benzilor germane îi va pieri pofta de mâncare şi fără substanţa Sibutramin, dracu s-o ia.

Samstag, 30. Januar 2010

Schichtwerker

Warum sucht sich ein Blogger den Namen Schichtwerker als Blog-Adresse aus, könnte der eine oder andere sich fragen. Das hat nichts mit dem üblichen Versteckspiel zu tun, dessen sich Blogger in der Regel befleißigen. Ich beabsichtige nicht, mich hinter einem Nickname, wie der Spitzname neulich auch in deutschen Foren heißt, zu verbergen. Dafür steht mein bürgerlicher Name im Blogtitel.
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Als ich vor 25 Jahren zur ersten Schicht in einem deutschen Unternehmen antrat - da lagen meine Lehrjahre allerdings schon weit hinter mir -, nannte man die gewerblichen Arbeitnehmer, zumindest in der Metallindustrie, noch Werker. Heute sind sie Mitarbeiter. Ich meine damit natürlich vor allem die einfachen Arbeiter in der Produktion - am Band, der Logistik, der Instandhaltung und nicht zuletzt an den Maschinen und Produktionslinien -, also die Menschen, die eigentlich die Hersteller aller Güter sind und somit das wichtigste Glied einer Wertschöpfungskette darstellen. Dass gerade sie oft die kleinsten Löhne haben, liegt an der geringen Wertschätzung seitens der Arbeitgeber und Arbeitsverwalter ihres für jedes Unternehmen überlebenswichtigen Tuns.
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In meinem Archiv-Blog Textesammelsurium eines Banater Schwaben - mit in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern veröffentlichten Materialien – findet man auch mit Pseudonymen signierte Texte.

Berns Toni ist ein echter, über Generationen von meinem Urgroßvater, Großonkel, Onkel und später von mir selbst getragener Spitzname. Spitznamen waren in meinem Geburtsort Jahrmarkt im rumänischen Banat üblich und notwendig, um die vielen gleichnamigen Dorfbewohner leichter voneinander unterscheiden zu können. Die Ahnen sind tot, das Dorf wurde von seinen banatschwäbischen Einwohnern verlassen, wodurch es seine deutsche Identität verloren hat, und der Spitzname ist längst aus dem Gedächtnis der meisten noch irgendwo in der Welt lebenden einstigen Jahrmarkter getilgt. Er ist lediglich Teil meiner kurzen, aber leidenschaftlich gelebten Jahrmarkter Biografie geblieben.
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Barbu Ştefănescu (1858 - 1918) war ein rumänischer Schriftsteller. Er entstammte einer Hirtenfamilie aus dem Kreis Vrancea im Osten Rumäniens. "Meine Ahnen verlieren sich im Chaos der Leibeigenen, mit den anderen Bauern sowohl Entbehrungen, Hunger wie auch Überfälle erduldend", schreibt das ehemalige Mitglied der Rumänischen Akademie und zeitweise sogar Bürgermeister von Bukarest. Seine Herkunft blieb zeitlebens Teil seiner Biografie, Teil seiner Identität. Er kam aus Vrancea – rumänisch: de la Vrancea - und fand seinen Platz in Gero von Wilperts Lexikon der Weltliteratur als Barbu Ştefănescu Delavrancea. Meine Wenigkeit kommt aus Jahrmarkt - also de la Giarmata-, das heute als Giarmata im Westen Rumäniens seine andere Identität lebt. Von daher kommt in demütiger Erinnerung an meine Vorfahren und als Bekenntnis zu meinem liebevoll gepflegten und gehegten Steckenpferd, der Literatur, das Pseudonym Anton Delagiarmata.
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Dieses - nicht dieser - Jahrmarkt lässt mich natürlich bis an das Ende meines Lebens nicht los. Daraus lässt sich ein Anagramm bilden, das leicht auszusprechen ist und auch dadurch der Weltläufigkeit des Namens meines Geburtsortes Rechnung trägt. Dabei ging das entstandene Pseudonym lediglich eines stimmlosen Buchstabens verlustig. Aus Jahrmarkt wurde Mark Jahr.
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So gesellt sich also zu den Pseudonymen Berns Toni, Anton Delagiarmata und Mark Jahr, die hier weder als Decknamen noch als Künstlernamen verstanden werden sollen, die Blog-Adresse Schichtwerker. Und wer in Zukunft auf diesen Blog stößt, darf wissen, dass er es nicht (nur) mit einem narzistischen, namenlosen Verirrten im virtuellen Raum zu tun hat, sondern mit einem zu seiner Vergangenheit und Gegenwart stehenden Arbeitsmenschen, der die Meinung vertritt, dass die Schrift die unaufdringlichste Art und Weise ist, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen.
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schichtwerker.blogspot.com, 30.01.2009
Anton Potche

Samstag, 16. Januar 2010

Wir sind alle nur Sternschnuppen.

Wahrscheinlich hat jeder  Mensch von einem Normalbürger eine andere Vorstellung, aber mit Sicherheit immer auch abhängig vom eigenen Welt- und Selbstbild. Daher ist es müßig, sich um eine Definition für das Profil des Normalbürgers zu bemühen.

Ich sehe in ihm eher einen Menschen, der zwar an Gott und der Welt interessiert ist - vielleicht sogar überdurchschnittlich -, sich aber selbst nur sehr bescheiden in die Gesellschaft einbringt. Er geht täglich zur Arbeit,  ernährt eine Familie und pflegt in mäßigem Maße verwandtschaftliche und gesellschaftliche Kontakte (passive Vereinsmitgliedschaft, Nachbarschaft). So ein Bürger ist politisch nicht engagiert, schimpft aber gerne über politische Entscheidungen und profitiert von den Annehmlichkeiten der Demokratie, in der er das Glück hat, leben zu können. Von seinem Wahlrecht macht er aber immer Gebrauch.

Als so ein Normalbürger bewege ich mich selbst in einem familiären Mikrokosmos, der in ein überschaubares soziales Umfeld eingebettet ist. Aus diesem als Heimat empfundenen Raum - Ingolstadt mit seinen kulturellen Angeboten - lässt es sich ungestört hinaus in die Welt blicken.

Wir sind alle nur Sternschnuppen. Unser Flug ist ein Augenblick. Der Existenz dieses Augenblicks gewahr zu werden, ist eigentlich das Anliegen dieses Blogs. Er entsteht aus Dankbarkeit, in einer Welt leben zu dürfen, in der das Wort sich einer relativen Freiheit erfreuen kann, aber auch im Bewusstsein, dass die Wahrnehmung des Wortes immer ein subjektiver Prozess sein wird.