Mittwoch, 23. Mai 2018

Immer freitags

Ein Gedanke am Ramadan
Mir fiel kürzlich auf dem Online-Forum der Zeitschrift DAS GEDICHT das von dem in Berlin lebenden Autor Salean A. Maiwald (*1948) verfasste Gedicht  Am Freitag in die Augen.
Und als ich es las, fiel mir ein ehemaliger Arbeitskollege ein. Er war – ich hoffe natürlich, dass er es immer noch ist - Türke und Muslime. Es gibt in dem Gedicht die Verse: „Doch jeden Freitag in der / Altstadt Jerusalems / gefolgt vom Blick / schwerbewaffneter Soldaten // eilen vor Sonnenaufgang / Muslime zum Feiertagsgebet / in die Moschee; / schleppen zur Mittagszeit Christen, / des Karfreitags / gedenkend, / ein Kreuz durch die Gassen; / hasten kurz vor Sonnenuntergang / Juden zur Klagemauer / den Sabbat zu begrüßen.“
Immer freitags nach der Frühschicht, also jede zweite Woche, hatten mein Arbeitskollege und ich über eine kurze Strecke, ca. einen Kilometer, den gleichen Weg. Ich war auf meinem alten Drahtesel auf dem Heimweg und er mit ausholenden Schritten auf dem Weg „zum Feiertagsgebet / in die Moschee“. Jeder Freitag war für ihn ein Feiertag. Für mich nur der Karfreitag, und das nur, weil er ein gesetzlich freier Arbeitstag war.
Wir verstanden uns gut. Und ich beneidete ihn besonders für seine Schrift. Er bediente sich einer Kunstschrift, die jeden Kalligrafiefan ins Schwärmen bringen konnte, und das sowohl mit unseren lateinischen Schriftzeichen als auch mit arabischen. Er war für alles offen. Nur über seine Familie wollte er nie sprechen. Und nicht über seine Religion. Und mit mir schon gar nicht, nachdem er bemerkt hatte, wie schmalbrüstig meine christlichen Überzeugungen sind. Ich weiß, er hätte sich sogar gerne mit einem überzeugten Christen unterhalten, über Gott, Allah und die Welt. Doch soweit ich mich erinnere, hat er keinen seinen Ansprüchen entsprechenden Andersgläubigen in der Abteilung gefunden. Da war keiner, der an Karfreitag „ein Kreuz durch die Gassen“ der „Altstadt Jerusalems“ schleppen würde. Das waren alles säkularisierte Christen, keine Andersglaubens- und schon längst keine Glaubensbrüder. 
Ich weiß nicht, ob der Gebetsraum oder die –halle in seiner Moschee jeden Freitag voll ist, kann mir aber vorstellen, dass sie besser besucht ist als die katholische Kirche in meinem Stadtteil. Daher hat es mich auch kaum gewundert, als ich in einer der letzten Ausgaben der Ingolstädter Wochenzeitung INGOLSTADT-TODAY einen Beitrag von Chefredakteur Michael Schmatloch las, der sich Gedanken über Das [zurzeit grassierende] große Unbehangen nicht nur in Ingolstadt, sondern im ganzen Land macht und dabei feststellt: „Auch wenn die Kirche nicht mehr den ‚Schutz‘ der Bevölkerung genießt, so hinterlässt es doch ein massives Unbehagen, wenn wie im Hamburger Stadtteil Horn eine Kirche mit Hilfe der Finanzen aus Kuweit zu einer Moschee umgebaut wird, wenn das Kreuz ausgetauscht wird gegen den Schriftzug ‚Allah‘.“
Der Volksmund weiß, dass, wer anderen eine Grube gräbt, selbst hineinfallen kann. Wer sich eine solche aber selber aushebt, läuft Gefahr nicht mehr herauszukommen. Die Christen in Deutschland sind gerade fleißig am Graben. Und viele wundern sich jetzt schon, ob der notwendigen Kraftanstrengung, um wieder ans Tageslicht zu kommen. Die neuen Kreuze in den Behörden der bayerischen Staatsverwaltung werden den Ausstieg aus der Grube nicht leichter machen. Meinem ehemaligen Arbeitskollege aus noch unbehagenfreien Jahren wird das alles gleichgültig sein ... solange er seinen Freitagsweg in die Moschee unweit seines Arbeitsplatzes ungestört gehen kann. Er hat sich diesen Weg mit seinem unerschütterlichen Glauben ehrlich verdient - erst jetzt zur Opferzeit des Ramadan.
Anton Potche

Montag, 14. Mai 2018

Ingolstädter Schwowe


- Gedicht im Johrmarker Dialekt -

Wu de Johannes Eck
Gepredicht hot,
Lebt vun Haad un Heck
So mancher Schwob.

Wu stolze Audis
Vum Fließband rolle,
Arwete fleißich
Banader Schwowe.

E Brezn mit Käs
Un e volles Maß Bier,
Des haaßt gelebt
Wie im Paradies.

Awwer wann die Schwowe zepple,
Heert merr oft soon:
Jetzt eerscht is es Lewe
Wie einstmols dehoom.


[Uf der Schanz, 1987]
Berns Toni


Worterklärungen: 
Haad = Heide
 zepple = eine Art, Polka zu tanzen
 merr = man

Lesung uf YouTube


Montag, 7. Mai 2018

Seppi und Peppi unterhalten sich über die 19 Antidigitalisierungsmusketiere im Ingolstädter Stadtrat


Seppi und Peppi sitzen in ihrem Bahnhofscafé.

- Hast du gestern wieder die Übertragung der Stadtratssitzung im Internet verfolgt?
- Nein.
- Wieso das? Du warst doch seit der ersten Übertragung immer dabei.
- Und das oft über die gesamte Dauer einer Sitzung.
- Und jetzt?
- Jetzt gibt es die Übertragung im Internet nicht mehr. Keinen Livestream mehr!
- Ha, Technik kaputt, was? Je mehr Technik, je mehr Defekte. Hab ich doch schon immer gesagt.
- Defekt ist gut. Aber nicht in der Technik, sondern in den Köpfen.
- ? … ? …
- Die haben Angst, mörderische Angst, sind krank, unheilbar krank.
- Wer?
- Na die, diese Stadträte in Ingolstadt.
- Krebs?
- Nein, noch viel schlimmer: Internetphobie.
- Vor dem Datenklau?
- Nein, vor sich selber.
- ? … ? …
- Sie zittern vor ihrem eigenen Schmarrn, den sie in den Stadtratssitzungen von sich geben.
- Könntest du bitte etwas präziser werden?
- Liest du keine Zeitungen? Die waren doch voll davon. Einer der Ingolstädter Bürgermeister hat in einer Stadtratssitzung den schönen und wahren Satz gesagt: „Mei, is des ein Deppenhaufen.“
- Und was ist da so schlimm dran. Deppen gibt’s doch überall.
- Ja, aber keiner will im Livestream sein. Denn dort hört man seinen Schmarrn in der ganzen Welt.
- Und du glaubst, dass man die Sitzungen im Ingolstädter Stadtrat überall verfolgt.
- Na klar. Jemand hat festgestellt, dass sogar der Trump sein Twittern einstellt, wenn die Ingolstädter diskutieren.
- Der Deppenhaufen?
- Das hast du gesagt.
- Nein, du hast gesagt, der Bürgermeister hat es gesagt.
- Ja, einer der drei. Aber er hat gesagt, damit nicht den Stadtrat gemeint zu haben, sondern jemand in seinem Smartphone, das er in dem Augenblick bearbeitet hat.
- Ach so, der war also doppelt online.
- Na klar, in der brigk-Stadt geht das.
- br… wie?
- Du solltest dich schon mehr um das kümmern, was in deiner Stadt so vor sich geht.
- br… kenn ich aber nicht.
- Das ist ein neues Silicon Valley an der Donau. Einzigartig in Europa und in der Welt. Da müssen die Amerikaner sich dick anziehen.
- Und das heißt br…
- brigk, eine Verschmelzung aus dem englischen Wort „brick“, also Ziegel, und der Endung des Kavalier Dallwigk, diese Ruine an der Donau.
- Aha, jetzt, hat’s geklickt. Und dort sitzen die Deppen, in der Ruine.
- Nein, dort sitzen in Zukunft, wenn die Ruine herausgeputzt wird, die Genies, die den Silicon-Brüdern Konkurrenz machen.
- Und die Deppen? Die bleiben im Stadtrat?
- Nein im Smartphone vom Bürgermeister. Sagt er.
- Sagt er. Und die Stadträte?
- Sagen dies und das und auch viel Deppenzeug. Und weil sie ihr eigenes Geschwätz nicht weltweit übertragen wissen wollen, gibt es ab sofort keinen Livestream mehr.
- Also müssen oder wollen sie sich ihr Geschwätz nur selber anhören. Finde ich aber ziemlich logisch. Wer will schon weltweit als Dummkopf ausgelacht werden. Diesmal sind sie sich wahrscheinlich sogar alle einig, die Deppen- oder auch Nichtdeppendamen und –herren im Großen Rat der Stadt.
- Na alle nicht. Aber immerhin 19 von 51.
- Ich würde auch dagegen stimmen. Wer sich den Deppenhaufen anhören will, soll in die Sitzungen gehen. Live ist live. Das ist auch bei der besten Musik so. Nein, braucht man nicht, einen Livestream.
- Dass du mit deinem bisschen Verstand nur so denken kannst, und das noch in einer Stadt mit brigk, überrascht mich nicht. Dagegen ist wohl auch kein Kraut gewachsen.
- Du meinst gegen die Deppen im Stadtrat oder im Smartphon, oder gegen den Silikon-Valley-Totengräber brigk, oder gar gegen meine Urteilsfähigkeit?
- Hm. Ich würde sagen, wenn du das Richtige nach Stärke und Menge bestellst, könnten wir auch diese fundamentalen Lebensfragen klären.
- Okay. Bedienung! Bitte eine Flasche Wisky!

Was ist denn das für ein Sommer im Frühling? Sind die da oben auch schon ganz deppert geworden?

Montag, 30. April 2018

April 2018 – Giarmata in den Medien


Wieder Spülung der Trinkwasserleitungen
aus BanatulMeu.ro, Timişoara / Temeswar; 02.04.2016
Für den 4. April zwischen 9 und 14 Uhr kündigt der Wasserlieferant Aquatim eine erneute Reinigung der Trinkwasserleitungen in Giarmata und dem ihm angeschlossenen Dorf Cerneteaz an. Die Menschen sollen sich mit sauberem Wasser versorgen, heißt es in der Mitteilung.

Ramadama in Giarmata
aus ZiuadeVest.ro, Timişoara / Temeswar; 02.04.2018
Foto: Ziua de Vest
Die Schüler der Giarmataer Gymnasialschule (Școala Gimnazială) haben im Rahmen einer Projektwoche, die unter dem Motto stand „Wisse mehr, sei besser!“, den achtlos weggeschmissenen Müll in der Gemeinde eingesammelt. Die Initiative ging von der stellvertretenden Schuldirektorin Prof. Valentina Tomiță aus und wurde von der Gemeinde unterstützt. Auch die Lehrkräfte haben sich an der „acțiune de ecologizare“ (Umweltschutzaktion) beteiligt. 
+ + + Hoffentlich haben die Erwachsenen auch gut hingeguckt und sich ein Beispiel von den Kindern genommen. Die hatten bestimmt ihren Spaß bei der Aktion, denn war sie doch mit Schulfrei verbunden. + + +

Ohne Führerschein unterwegs
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 03.04.2018
Die Polizei stoppte in der Veseliei-Straße in Giarmata einen 19-jährigen Pkw-Fahrer und stellte fest, dass der junge Mann überhaupt keinen Führerschein hatte.
+ + + Die Freude in  der Veseliei-Straße (Straße des Frohsinns) war von kurzer Dauer. + + +

Gemeinderatssitzung am 11. April
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 06.04.2018
Fünf Tagesordnungspunkte stehen auf der Einladung zu dieser Gemeinderatssitzung. Schon der erste Punkt behandelt das Organigramm des in verschiedenen Bereichen spezialisierten Personals, das den Bürgermeister in seiner Arbeit unterstützen soll. Drei weitere Punkte sind dem Sport, vor allem den Junioren von Millenium Giarmata, vorbehalten. Es geht um die Finanzierung des Jugendfußballs in Giarmata. Zum Schluss soll noch ein bereits im Februar gefasster Beschluss zu einem Immobilien- und Grundstücksproblem korrigiert werden.
+ + +  Die Finanzlage der Giarmataer Fußballer, findet immer wieder mal Aufmerksamkeit im Gemeinderat. + + +

Heimniederlage gegen den Tabellenführer
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 06.04.2018
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 21. Spieltag
CS Millenium Giarmata - ACS Șirineasa  1:3 (1:2)
Torschützen: Marius Cioiu (Min. 3 und 33), Nicolae Gunie (Min. 53) für die Gäste und Michael Rosenblum (Min. 32) für Giarmata
Aufstellung CS Millenium: Robert Miklos, Sinisa Sporin, Darius Buzdugan, Mircea Stupu, Alex Cherecheș, Dorin Codrea, Michael Rosenblum, Bogdan Ferțu, Marius Călin, Claudiu Ghighilicea, George Beloescu
Weitere Einsatzzeiten bekamen noch: Andrei Rus, Radu Domşa und Alin Pricop.
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  23

Aus dem Rhythmus
aus CSOFilias.ro; 13.04.2018
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 22. Spieltag
ACSO Filiași - CS Millenium Giarmata  3:1 (3:1)
Torschützen: Cosmin Calu (Min. 20), Preda (Min. 34), Fabian Crușoveanu (Min. 39) für die Heimmannschaft und für die Gäste Michael Rosenblum (Min. 34)
Aufstellung CS Millenium: Narița, Sporin (Min. 68, Stoica), Rus, Stupu, Cherecheș, Rosenblum, Domșa, Ghighilicea, Călin (Min. 46, Buzdugan), Fertu (Min. 74, Pricop), Beloescu (Min. 72, Grunță)
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  23
+ + + Als Trainer wird Sorin Badea genannt. Warum Răzvan Leucă die Mannschaft nicht betreut hat, wird nicht berichtet.+ + +

Fleißige Zorner
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 15.04.2018
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 20. Spieltag
Millenium II Giarmata - Timișul Urseni  2:0
Unirea Cerneteaz - Olimpia Răuți  5:0
Tabelle: 6 Unirea Cerneteaz  32
7 Millenium II Giarmata  32

Zu früher Morgenstunde auf der Michelangelo-Brücke in Temeswar
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 17.04.2018
Hochturig durch die Nacht in einem BMW. Dann die Bremsen kreischen und die Reifen rauchen lassen. Das Auto dreht sich. Welch ein Spektakel. Hier war ein Held unterwegs. Auf der Temeswarer Michelangelo-Brücke um 3:30 Uhr. Sein Pech, eine Polizeistreife war von diesem Heldentum nicht sonderlich angetan. Der kaum der Pubertät entwachsene Jüngling wurde mit einer 500-Euro-Strafe für seine Fahrkünste ausgezeichnet. Er ist 20 Jahre alt und kommt aus Giarmata.
+ + + Des werd bestimmt mol e Großer. + + +

Gemeinderatssitzung am 25. April
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 19.04.2018
Die zwölf Tagesornungspunkte enthalten Themen zur weiteren Modernisierung der Gemeinde, zur Unterstüztzung kirchlicher Einrichtungen und zur Versorgung der Bevölkerung mit Gas seitens der Firma SC GAZ VEST SA. Aber auch weniger angenehme Probleme müssen behandelt werden. Es geht um die Aufhebung des Nutzungsrechts für mehrere Grundstücke. Folgende Personen sind davon betroffen: Goia Raluca Coredana, Codrea Paul Constantin, Silvestru Mihail Emil, Maxim Ioan Petru, Homei Daniela Elena. Für jeden Grundstücksfall ist ein eigener Tagesordnungspunkt vorgesehen.
+ + + Das Problem mit den kostenlos an junge Menschen vergebenen Grundstücke zwecks Bebauung wird die Gemeinde wohl noch lange beschäftigen. + + +

Niederlagenserie
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 20.04.2018
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 23. Spieltag
Șoimii Lipova - CS Millenium Giarmata  3:2
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  23

Schülerin des legendären Milosav Tatarici
aus ZiarulTimişoara.ro, Timişoara / Temeswar; 20.04.2016
In einem ausführlichen Interview spricht der wohl bekannteste Choreograf des Banats, Miloslav Tatarici (*1931), über sein Leben und besonders seine Kunst. Zu seinen vielen erfolgreichen Schülerinnen und Schülern zählt er auch die in Giarmata tätige Tanzlehrerin Veronica Kretten.
+ + + Frau Kretten leitet die bekannte Tanzgruppe Sânziene Bănățene. + + +

Die Zorner machen es zurzeit besser
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 22.04.2018
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 21. Spieltag
Millenium II Giarmata – Jebel  4:4
Timișul Urseni - Unirea Cerneteaz  1:2
Tabelle: 5 Unirea Cerneteaz  35
7 Millenium II Giarmata  33

Projekt zur Finanzierung der Sporttätigkeiten in der Gemeinde
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 23.04.2018
Die Gemeinde will auch etwas vom Kuchen, der für den Freizeit- und Profisport seitens des Staates bereitgestellt wird, abbekommen. Zu verteilen ist eine Summe von 622.500 Lei. (Ob das landes- oder kreisweit gedacht ist, kann dem von der Gemeinde veröffentlichten Dokument nicht entnommen werden.) Auf jeden Fall hängt die Höhe der zugestandenen Finanzierung von der Höhe der von der Gemeinde für den Sport bereits per Gemeinderatsbeschluss vorgesehenen Unterstützung für 2018 ab. Die Gemeinde muss auch bis zum 18. Mai 2018 die Projektentwürfe, für die das Geld verwendet werden soll, bei den Behörden einreichen.
+ + + Also, bloß nichts verschlafen.+ + +

Eine Studie mit vielen interessanten Daten
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 23.04.2018

Gemeinsame Strategie zum Management der Abwässer aus dem Hydrographischen Becken der Donau, in den Arealen Dumbrăvița, Giarmata (RO) und Golumbac (SE) nennt sich eine wissenschaftliche Studie, die vom Zentrum für Regionale Entwicklung, Grenzüberschreitende Studien und Rationale Flächennutzung der West Universität Temeswar, Abteilung Geographie, angefertigt und im Jahr 2016 veröffentlicht wurde. 
371 Seiten umfasst die Studie. Und sie ist viel mehr als eine Analyse der Trink- und Abwassersituation der serbischen und der zwei rumänischen Ortschaften. Entstanden ist ein umfassendes Gesellschafts- und gegenwärtiges Siedlungsbild der drei Wohnorte. Die demographische Entwicklung in Giarmata sieht nach der Revolution im Jahre 1989 (die auch das Ende der deutschen Bevölkerung in der Ortschaft bedeutet) so aus: 1992 – 4870 Einwohner (seit 1968 gehört auch das Dorf Cerneteaz zu Giarmata), 2005 – 5844 Einwohner, 2010 – 6494 Einwohner und 2015 – 7113 Einwohner. 
Die Vorteile, Nachteile und langfristigen Probleme die diese rasante Bevölkerungsentwicklung mit sich bringt, werden mit vielen Tabellen, Grafiken und Karten analysiert und bewertet. In Giarmata zum Beispiel geht der Neubau von Häusern viel schneller vonstatten als die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen für Wasserleitung und Kanalisation. Erst 35% der Wohneinheiten sind ans Trinkwasser- und Kanalnetz angeschlossen. Wirtschaftlich steht die Gemeinde allerdings nicht gerade schlecht da. Im Jahre 2014 waren in Giarmata 13 Firmen ansässig. Die kleinste Beschäftigtenzahl wird mit 12 angegeben und die größte mit 860 (Valeo Lighting Injection SA). Das bringt natürlich Steuern ins Gemeindesäckel. Auch der für viele ausgewanderte Deutsche so erinnerungsträchtige Pendlerzug findet in der Studie Erwähnung. Er darf wegen den maroden Schienen nur noch mit 45 km/Stunde fahren und hat so 2014 immerhin noch 25.000 Reisende transportiert.
Diese Studie wurde nach dem international bewerten Analysen-System SWOT - Strenghts (Stärken), Weaknesses (Schwachpunkte), Opportunities (Vorteile), Threats (Risiken) – angefertigt und kann nicht nur für Gemeinderäte, sondern auch für interessierte Bürger ein lesenswertes Dokument sein … zumindest was die eigene Gemeinde betrifft. Seitens der Gemeinde Giarmata hat an der umfangreichen Studie Frau Doina Frățilă mitgearbeitet.
+ + + Das Fazit dieser wissenschaftlichen Studie ist eindeutig: Es gibt noch sehr, sehr viel zu tun, und das in allen drei Ortschaften. Das Giarmataer Rathaus hat die Studie jetzt onlinegestellt.+ + +

Niederlagenserie unterbrochen
aus us.soccerway.com; 25.04.2018
Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 24. Spieltag
CS Millenium Giarmata – CS U Craiova II  3:2
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  26

Stellenausschreibung im Rathaus
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 25.04.2018
Gesucht wird ein Oberinspektor, der sich um Investitionen, Projekt- und Vertragsmanagement kümmert. Vorgesehen sind für die Bewerber eine schriftliche Prüfung und ein Bewerbungsgespräch. Bewerber können sich bis zum 15. Mai 2015 im Rathaus zu Giarmata melden. Die Bewerbungsmappe muss an die Adresse Primăria Comunei Giarmata, str. Principală, nr. 445 geschickt werden. Die Messlatte der schulischen und (bisherigen) professionellen Tätigkeit liegt ziemlich hoch. Natürlich muss man auch einen makellosen Leumund haben. Nähere Auskünfte gibt auch die im Rathaus tätige Inspektorin Elena Șuhan unter der Telefonnummer 0752/012788.
+ + + Wer sich ausm Ausland bewerwe will, muss noch die Vorwahl +40 wähle. Asso ich hun gar ka Zweiwl: Ich meecht des schaffe. Awwer der kennt jo schun des ewich Lied mit meiner bessre Hälft. Des will net, des altmodisch ...+ + +

Zug kollidiert mit einem Auto
aus BanatulAzi.ro, Timişoara / Temeswar; 26.04.2018
Ein Zug, der auf der Strecke Giarmata – Timişoara verkehrt, hat ein Auto gerammt. Der Insasse wurde schwer verletzt. Im Zug waren sechs Personen, davon drei Passagiere, die alle unverletzt blieben. An welchem Bahnübergang der Unfall passierte, wird nicht berichtet.
+ + + Andere Medien schreiben, dass der Unfall in Giarmata Vii / Überland passiert sei.  + + +

Gemeinderatssitzung am 3. Mai 2018 um 17:30 Uhr
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 26.04.2018
Tagesordnung:
1.) Beschlussvorlage zur Genehmigung von 16 neu eingereichten  kompletten Dossiers betreffend das Gesetz Nr. 15/2003. (Es handelt sich um die Unterstützung junger Menschen beim Eigenheimbau.)
2.) Beschlussvorlage zur Genehmigung der Errichtung eines Kulturhauses Giarmata (Casa de Cultură Giarmata). (Ob es sich um die Sanierung des alten Kulturheims oder um einen neuen Bau handelt, ist aus der Vorlage nicht ersichtlich.)
3.) Beschlussvorlage zur Genehmigung eines Dienstleistungsvertrages zwecks Unterstützung der Choreographie, der Instrumentalisten und Sänger, die das Tanzensemble Sânziene Bănățene musikalisch begleiten, sowie des Cantounterrichts für Volksmusik.
4.) Beschlussvorlage zur Genehmigung des Nutzungsrechtentzugs für 42 Bauparzellen.
5.) Beschlussvorlage zur Genehmigung der Ergänzung des Gemeinderatsbeschlusses HCL Giarmata Nr. 99, vom 28.06.2017, betreffend die Bewertung und Verkaufsgenehmigung des ortsinternen Terrains aus der Industriilor-Str., Nr. 9, eingetragen im Grundbuch CF Nr. 407153, Nr. Top / Nr. Cad: 5012/1/1/7/a.
+ + + Der Antrag Nr. 4 wurde von den Gemeinderäten Tiuch Lenuța, Delvai Ion und Mihălceanu Claudiu eingereicht, alle anderen von Bürgermeister Virgil Bunescu. Wer Anregungen zu diesen Anträgen, die auch am Rathaus ausgehängt wurden, hat, kann sie schriftlich bei der Verwaltung oder per E-Mail über die Adresse primaria.giarmata@yahoo.com bis zum 2. Mai, 16:00 Uhr einreichen. + + +

Stellenausschreibung für zwei weitere Stellen im Rathaus
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 27.04.2018
Für den 29. Mai 2018 ist ein weiterer Wettbewerb für zwei Stellen in der Verwaltung vorgesehen. Gesucht werden ein Inspektor, Klasse I, Berufsgrad Assistent für Investitionen, Projekt- und Vertragsmanagement sowie ein Rechtsrat, Klasse I, Berufsgrad Assistent für die juristische Abteilung des Rathauses.
+ + + Entweder dem Bunescu laufen die Leute weg oder die Entwicklung der Gemeinde ist so rasant, dass die Verwaltung im Rathaus mit der Arbeit nicht mehr nachkommt. + + +

Niederlage gegen den Nachbarn
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 28.04.2018
 Fußball - C4 (Liga III – Serie IV) – 25. Spieltag
ACS Ghiroda - CS Millenium Giarmata  2:0 (1:0)
Torschütze: Alexandru Baranyi (Min. 2 u. 79)
Aufstellung CS Millenium: NariţaSporin, Andrei Rus, Stupu, Cherecheş, Domşa, Codrea, Ferţu, Grunţă, Stoica, Beloescu.
Spielzeit bekamen noch Călin, Rosenblum, Ghighilicea und Pricop.
Trainer Răzvan Leucă sagte nach dem Spiel: „Es war ein Derby der Region, aber nicht wie sonst, ruhiger, vielleicht weil uns ein Fräulein gepfiffen hat.“
Tabellenplatz: 12 CS Millenium Giarmata  26
+ + + Die Schiedsrichterin Roxana Recorean hat laut Bericht ihre Sache gut gemacht. + + +

Heiratsaufgebote im Rathaus von Giarmata im April 2018
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt
1.) Unleserlich Doru-Daniel, 25 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș ∞ Radosav Karina, 24 Jahre alt, aus Dumbrăvița, Kreis Timiș  (04.04.2018)

Die Visionen des Virgil Bunescu
aus FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar;  April 2018
Der Bürgermeister von Giarmata denkt an eine Schule, die sowohl Lyzeum als auch Berufsschule ist. Zurzeit wäre das Lyzeum „verpflichtend“ in Rumänien. Nach Virgil Bunescus Meinung eine Absurdität, wo der Arbeitskräftemangel im Land erschreckende Ausmaße annimmt. Nur in Italien würden nach Aussage des Bürgermeisters ca. 1 Million Rumänen leben. Er stellt sich für die neue Schule auch eine Kantine und Nachmittagsbetreuung vor. In der Region angesiedelte Unternehmen hätten ihm sogar eine Ausbildungsvergütung von 250 Lei für jeden Schüler versprochen. Und auch die Gemeinde könnte einen gleich hohen Beitrag leisten. Dieses Geld sollte man sich aber nicht als Auszahlungsbetrag an jeden einzelnen Schüler vorstellen, sondern als Finanzierung für den Schulbetrieb, Essenszubereitung und andere schulspezifische Ausgaben. „Wenn die Deutschen das geschafft haben, müssten wir es doch auch können“, sagt der Bürgermeister und meint das weltweit so geschätzte duale System in Deutschland. Auch das alte Schulsystem in Rumänien mit Volksschule, Berufsschule und Lyzeum findet er heute noch als sinnvoll. An Visionen fehlt es dem Giarmataer Bürgermeister nicht. So denkt er zum Beispiel auch an Essen auf Rädern. Bei allen Wünschen und Planungen für die Zukunft sagt er auch in diesem Interview, dass die Menschen in Rumänien noch nicht reif für ein „Ehrenamtsbewusstsein“ seien und seine Vorstellungen von der Zukunft oft nicht verstanden werden. In seinen Worten: „Bei uns funktioniert leider noch das Feuerwehrsystem. Es ist schwer, diese Mentalität zu ändern. Wir haben diesbezüglich keine Kultur. Das lernt man mit der Zeit.“
+ + + Wo er recht hat, hat er recht. + + +

Montag, 23. April 2018

ich muss schun soon

- stichlerei im johrmarker dialekt -


es herta is wirklich
wie e krepeerter sta(a)r
jetz fallt’s sogar raus
vun wu’s gar net drin war

uf der schanz, 2018
berns toni