Montag, 20. Februar 2017

Ein Grund neugierig zu sein

Heinz Czechowski: Die Pole der Erinnerung – Autobiographie – mit einem Nachwort von Sascha Kirchner; Grupello Verlag, Düsseldorf, 2006; ISBN 3-89978-046-9; 282 Seiten, Hardcover;  22,90 EUR

Ich hatte den Namen nie oder nur flüchtig gehört: Heinz Czechowski. Und doch bestellte ich eines Tages seine Autobiografie, den selbstreflektierten Lebenslauf eines 2009 verstorbenen Dichters aus Dresden. Ein guter Teil seiner Schaffensperiode deckt sich also mit der DDR-Zeit. So eine Überlappung ist für mich eigentlich immer ein Grund neugierig zu sein. Bis zum Erwerb eines Buches ist es ab da allerdings noch ein gutes Stück des Weges. Die Strecke bewältigte ich, als ich in einem meiner Ordner eine Artikelserie aus der NEUEN BANATER ZEITUNG / Temeswar aus dem Jahre 1978 durchblätterte. Darin wird die 70-jährige Geschichte der damals im deutschgeprägten Dorf Jahrmarkt im rumänischen Banat aktiven Loris-Blaskapelle erzählt. In einer Fortsetzungsfolge las ich, dass im Jahre 1970 der DDR-Schriftsteller Heinz Czechowski in Jahrmarkt einem Konzert dieser Blaskapelle beiwohnte und dem Kapellmeister Mathias Loris eines seiner Gedichtbände überreichte. Ob und wie der 70-jährige Autobiograf (er schrieb seine Autobiographie im Jahre 2005) sich an diese Episode seines wahrlich abenteuerlichen Lebens erinnerte, wollte ich – als geborener Jahrmarkter, der schon darum nicht alle Konzerte dieses Blasorchesters besuchte, weil er in einer konkurrierenden Kapelle spielte – wissen.

Also habe ich gelesen …, um bis zur letzten Seite keine einzige Erwähnung dieses Dorfereignisses zu finden. Für meine Enttäuschung wurde ich aber anderweitig reichlich entschädigt: Ich las in knapp drei Tagen – für einen wie mich, der nicht zu den Schnellüberfliegern gehört, eine erhebliche Leistung – eine Autobiografie, die nichts mit einem chronologischen Lebenslauf zu tun hat, sondern von mir eher als eine in brillantem Deutsch verfasste Abrechnung mit den eigenen Unzulänglichkeiten wahrgenommen wurde.

Natürlich gehören auch zu dieser Biografie Großereignisse der deutschen Geschichte. Wie anders könnte es bei einem 1935 in Dresden geborenen und dort pubertierenden Jungen sein: Drittes Reich, DDR und BRD. Heinz Czechowski hat auch das mittlere Glied dieser deutschen Geschichtskette ohne öffentlichkeitswirksame Dissidentschaft und trotzdem opponierend überlebt. Aber zu welchem Preis?

Die familiären Erschütterungen dieses Autors ermöglichen auch Einblicke in die tiefen Abgründe der Literaturszene des deutschen Vasallenstaates der großen Sowjetunion: Ehen, Scheidungen, Affären, Nervenzusammenbrüche und natürlich Bespitzelungen noch und nöcher. Ein unruhiges Leben, das eher Stoff für einen autobiografischen Roman als für eine genregetreue Autobiografie liefert.

Und das wurde es dann auch: ein von fesselnder Subjektivität kolorierter selbstbezogener Roman oder eine romanhafte Biografie, so als wäre sie von einem veritablen Romancier und nicht von einem Dichter verfasst. Aber ohne offenkundige Larmoyanz. Nur selten sind die Anderen schuld an den vielen seelischen Beschädigungen. Meistens outet Czechowski sich selber als Ursache allen Übels: „Ich hatte es nach meiner ersten Scheidung eigentlich immer nur zu einer Lebensweise gebracht, die durch Unstetigkeit und Improvisation gekennzeichnet war.“

Ich raste ungestüm durch die vielen tiefen und wenigen Höhen dieses deutschen – zu Beginn ostdeutschen – Dichterlebens der Gegenwart, um dann kurz vor Schluss doch noch den Atem anzuhalten. Viermal erwähnt Heinz Czechowski seinen „damaligen Lektor Werner Söllner“ vom Ammann-Verlag als seinen „Freund“. Zusammen haben sie an Czechowskis letztem bei Ammann erschienenen Gedichtband Wüste Mark Kolmen gearbeitet, ein Buch, zu dem der Dichter ein besonderes Verhältnis zu haben scheint. Er erinnert sich: „Einige der Gedichte sind der letzte Nachhall meiner sächsischen Existenz. Wenn es stimmt, daß Heimat das ist, was man nicht hat, so habe ich meine Heimat in einem doppelten Sinne verloren.“

Die Pole der Erinnerung ist 2006 im Grupello Verlag erschienen. Im Dezember 2009 hat Werner Söllner, der Banater Schwabe, von einer Münchner Bühne herab seine Spitzeltätigkeit für die Securitate publik gemacht, was damals als ein durchaus ungewöhnliches Ereignis eingestuft wurde. Heinz Czechowski († 21. Oktober) hat das öffentliche Geständnis seines ebenfalls heimatlosen Freundes und Lektors nicht mehr mitbekommen. Erschüttert hätte es ihn nach so vielen biografischen Erdbeben bestimmt nicht mehr.
Anton Potche

Montag, 13. Februar 2017

Kommunistisch durchgemogelt

Also das war mir wirklich längst ausdenkisch geworden; nämlich, wie meine Oma nach Deutschland fuhr. Bis kürzlich, als ich die Oktober-Ausgabe der in Temeswar erscheinenden Literaturzeitschrift ORIZONT durchklickte. Da fand ich die ziemlich regelmäßig erscheinende Rubrik Scriitorii în subteranele securităţii - Die Schriftsteller in den unterirdischen Gewölben der Securitate (ein metaphorischer Titel), verfasst von Daniel Vighi und Viorel Marineasa. Ausgearbeitet haben sie auch die Securitate-Akte NR. 2896/1B/002 vom 01.02.1984. Es ging um den Fall Eterul, der von dem Informanten Tomăneanu akribisch beleuchtet wurde. So berichtete er von einem Treffen, das am 23. Januar 1984 in der Fliesenfabrik Extraceram stattfand. Beteiligt waren der Schriftsteller Daniel Vighi und Nicolae Stoia (ein Priester mit mehreren veröffentlichten Büchern) sowie der Bildhauer Adrian Ioniţă. Der Informant hat ganze Arbeit geleistet und das Gespräch der drei kritischen Geister Wort für Wort wiedergegeben. Das sieht aus wie ein Romanmanuskript. Die (damals) jungen rumänischen Intellektuellen stritten sich über den effektivsten Weg, der Ceaușescu-Diktatur die Stirn zu bieten. Konkret ging es um einen „aktiven Widerstand“ oder um eine Unterwanderung: „Leute wie wir müssen in die Partei eintreten, Ștefan Gheorghiu (Akademie für Parteikader, A.d.V.) machen, sich ins politische System einklinken, die Sachverhalte ändern und den Lauf der Politik beeinflussen“, argumentierte Adrian Ioniţă. Dieser Meinung widersprachen seine Diskussionspartner heftig. Für Daniel Vighi war diese Unterwanderungstheorie sogar lebensgefährlich: „Du wirst dich aufreiben. Wirst du für eine Sache eintreten können, an die du nicht glaubst? Und dann werden die Kanaillen dich durchschauen, dich benutzen und bei der ersten Gelegenheit umbringen.“ Der Bildhauer führte dann ein ganz anderes Argument ins Feld: „Gut, aber seht Ihr nicht, dass die Dinge sich ändern, zwischen Iordache und Potîngă, zwischen Potîngă und Florescu gibt es Differenzen.“

Schau her, dachte ich mir, es gab damals in den 80ern noch Leute, die hofften, dass sich innerhalb der Partei etwas ändern könnte. Mehr aber auch nicht. Interessant wurde es für mich erst dann, als ich die Erläuterungen am Ende dieser Securitate-Akte las. Sie enthalten die Kurzbiografien der von Adrian Ioniţă erwähnten Parteikader. Und gleich beim ersten, Marin Iordache, las ich, dass er Propagandasekretär der Rumänischen Kommunistischen Partei im Kreis Temesch war und wegen einem Sexualdelikt sowie einem Plagiatvorwurf „zum Direktor der Brotfabrik rückversetzt wurde“. In dieser Position lernte ich den guten Mann kennen.

Und das kam so. Meine Mutter arbeitete als Putzfrau in der Büroetage der Temeswarer Brotfabrik CILT und kümmerte sich nebenbei auch um den Haushalt des damaligen Finanzdirektors, ein studierter orthodoxer Theologe mit einer deutschen Frau, den es in die Wirtschaft verschlagen hatte. Zwischen den Familien des Arbeitgebers und der Arbeitnehmerin entwickelte sich mit den Jahren ein Vertrauensverhältnis, das in so manchem Sautanz im Hause Potche in der Jahrmarkter Neugasse seinen geselligen Höhepunkt fand. Mein Vater schlachtete nämlich für Herrn Ardelean alljährlich in der Winterzeit ein Schwein. Nach getaner Arbeit wurde natürlich entsprechend verkostet: Konsistentes und Flüssiges. Einmal brachte Herr Ardelean zum Sautanz auch seinen Chef, den Direktor, mit. Und der war kein Geringerer als Herr, Pardon, Genosse Iordache. Tja, ich erinnere mich an einen feuchtfröhlichen Abend mit allem, was eine banatschwäbische Schlacht und der Keller des Hausherrn so hergaben.

Es dauerte nicht lange, bis die Zungen der zwei Genossen sich lösten und sie Witze – auch über die Eiche der Karpaten und ihr (sein) Hauptstadtgefolge – machten. Irgendwann spielten wir das berüchtigte Trinkerspiel General Bem. Natürlich war ich den zwei trinkfesten Genossen nicht gewachsen und der Abend endete für mich mit einem Filmriss.

Im darauffolgenden Jahr waren meine Eltern gerade im Urlaub in einem rumänischen Kurort, als Vaters Mutter ganz aufgeregt zu uns kam – ich war schon verheiratet und wohnte nicht mehr im Elternhaus – und mir erzählte, es wäre ein Telegramm aus Deutschland mit der Nachricht gekommen, dass ihr Schwager gestorben sei. Natürlich wusste ich sofort, worauf Oma hinauswollte. Es waren die 80er Jahre und die Deutschen in Rumänien hatte längst das Auswanderungsfieber ergriffen. Fort, nur fort, jedes Mittel heiligte diesen Zweck. Deutschlandbesuche ohne Rückkehr gehörten auch zu diesem Repertoire. Mir war aber sofort klar, dass man mit so einem Telegramm wohl kaum einen Besucherpass bekommen wird. Aber Oma wollte nach Deutschland, schließlich lebten ihre Enkelin und besonders die zwei Urenkelinnen schon dort.

Ich konnte ihr natürlich die Bitte nicht abschlagen, mit dem Telegramm als Beweismittel beim Passamt auf dem Sălăjan-Boulevard einen Reisepass zu beantragen. Mir war aber bewusst, wie hoffnungslos das eigentlich war. Da fiel mir jener Sautanz ein und eine eher beiläufige Bemerkung des CILT-Direktors. Er hatte zu meinen Eltern sinngemäß gesagt, dass er auch seine Bekanntschaften hätte, wenn es ums Auswandern geht. Zum Glück war in dieser Sautanzphase der Faden bei mir noch nicht ganz gerissen, so dass ich jetzt einen Strohhalm wahrnahm. Also machte ich mich am folgenden Tag nicht auf den Weg in die berühmtberüchtigte Sălăjan sondern in die Brotfabrik zu Genosse Iordache. Und siehe da, nach einigem Hin und Her und zwei Telefongesprächen der Pförtnerin mit irgendjemand wurde ich vorgelassen.

Der zuvorkommende Genosse fragte mich sofort nach den Folgeerscheinungen General Bems. Ich hätte keine dauernden Schäden davongetragen, entgegnete ich wahrheitsgetreu, was ihn zu belustigen schien und ihm einen gutgelaunten Übergang zu der Frage nach dem Grund meines Besuches ermöglichte. Ich schilderte ihm die Situation ohne Umschweife und wartete gespannt auf seine Reaktion. Genosse Iordache legte erst mal eine Kunstpause ein, während der er nachzudenken schien. Natürlich wusste er sofort, dass Oma von diesem Deutschlandbesuch nicht zurückkommen würde, kannte er doch unsere Familienverhältnisse.

Zwei Telefone standen auf seinem Schreibtisch. Er griff nach keinem, sondern nahm aus einer Schublade ein drittes und tat dann, was mich schon damals verwunderte. Ohne mich zu bitten, draußen oder in seinem Vorzimmer bei der Sekretärin zu warten, wählte er eine Nummer und begann sich mit Genosse Cornel Vrăbeţ zu unterhalten. Der Mann war damals Chef des Temescher Passamtes. Genosse Iordache erzählte ihm, er habe gegenüber einer „familie de șvab din Giarmata“ einige Verpflichtungen und jetzt wolle die „baba“ nach Deutschland zum Begräbnis ihres Schwagers fahren. Wäre das möglich? Das Gespräch ging noch eine Weile hin und her, aber ohne dass ich ihm inhaltsmäßig folgen konnte, da ich ja nur einen der Sprecher hörte. Der Direktor lud zum Schluss den Chef des Passamtes ein, doch mal bei ihm im Büro vorbeizuschauen, er (Iordache) habe eine Flasche amerikanischen Whisky im Kühlschrank und bei dem könne man sich ganz gut ein Weilchen unterhalten. Dann legte er den Apparat zurück in die Schublade, sah mich mit ernstem Blick an und empfahl mir, in der Sălăjan einen Antrag für einen Besucherpass auf den Namen der Großmutter einzureichen.

Ich bedankte mich so unterwürfig ich nur konnte – an meine Worte kann ich mich nicht mehr erinnern und nötig wäre diese Schleimerei auch gar nicht gewesen, denn wir waren doch General-Bem-Spielpartner – und verabschiedete mich. Dann suchte ich mir in einem Café einen stillen Platz und formulierte einen Antrag für einen Touristenpass. (Papier, Kugelschreiber und den Personalausweis der Oma hatte ich in weiser Voraussicht schon eingesteckt.) Danach genehmigte ich mir noch einen „cafea de nud“ und begab mich ans kleine Fenster in dem nicht besonders geräumige Besucherzimmer des Passamtes. Dahinter saß ein junger Leutnant. Er ließ mich eine Weile warten, öffnete dann den Fensterflügel und fragte recht freundlich nach meinem Anliegen. Ich schilderte ihm kurz die Situation und reichte ihm meine „cerere“ durch das Fenster. Das würde nicht funktionieren, meinte er, da es sich hier nicht um einen Todesfall eines Familienangehörigen ersten Grades, also Ehegatte, Kind oder Elternteil, handle. Ich wolle es trotzdem versuchen, sagte ich, nur um die Oma zu beruhigen und ihr das Gefühl zu geben, dass ich alles unternommen hätte, um ihr eine Fahrt zu diesem Begräbnis zu ermöglichen. Das schien den Leutnant in Uniform überzeugt zu haben. Er reichte mir einen Antragsvordruck und bat mich, ihn auszufüllen. Das tat ich sofort und reichte ihn ein. Mein handgeschriebenes Gesuch heftete er auch daran und legte die Blätter auf einen Papierstapel auf seinem Tisch. Dann sah er mich lächelnd an und sagte mir, die „bunica“ solle auf eine Antwort warten.

Der junge Mann hinter dem Schalterfenster des Passamtes war sich wahrscheinlich sicher, dass dieser Antrag wie tausende andere abgelehnt würde, während ich neben der Gewissheit, alles in meiner Macht stehende getan zu haben, doch ein kleines, winzig kleines Fünkchen Hoffnung hatte. Es vergingen drei oder vier Tage, Omas Schwager war in Deutschland mit Sicherheit längst beerdigt, da kam Ion, der Überbringer aller postalischen Aussiedlungsnachrichten, von dem Katharina Kilzer sogar schon in der FAZ berichtete, und brachte die Genehmigung für Omas Touristenpass.

Der Rest war Formsache. Entgegennahme des Passes am gleichen Schalter, aber aus der Hand eines anderen Beamten, Reise nach Bukarest, Visumbeschaffung bei den Botschaften Ungarns und Österreichs und ab ging Omas Fahrt nach Deutschland zu einem Begräbnis, das schon mehr als eine Woche zurücklag. Als meine Eltern aus dem Urlaub kamen, war die Oma schon in Ingolstadt bei ihren Urenkelinnen.

Es sind mehr als 30 Jahre ins Land gegangen. Oma hat sich längst ins Jenseits verabschiedet und meine General-Bem-Spielpartner hatten nach dem Untergang des Kommunismus unterschiedliche Biografien. Iosif Ardelean hat uns in den 90er Jahren mal in Ingolstadt besucht und ist mittlerweile auch verstorben, während sein Chef Marin Iordache in von staatlichen Institutionen finanziell geförderten Büchern heute noch von den guten alten kommunistische Zeiten schwärmt. (Ja, auch das gibt es 10 Jahre nach Rumäniens Beitritt zur EU.) Ob er in seinem 2013 erschienenen und mit 7000 Lei vom Kreisrat Timiş / Temesch geförderten Buch Epoca putea fi de aur - Es hätte eine Goldepoche sein können auch von dem Sautanz in der Jahrmarkter Neugasse und seinem (damals) noch jungen General-Bem-Partner erzählt, weiß ich nicht, da ich mir das Buch nicht besorgen konnte. Vorstellen kann ich mir aber, dass es solche Geschichten aus der Biografie des Marin Iordache waren, die ihm bis heute einen realistischen Blick auf jene Zeit schier unmöglich machen. Und da ist er beileibe nicht der einzige in Rumänien.

Kommunistisch durchgemogelt, kann man aus heutiger Sicht wohl sagen, wenn man mein damaliges Verhalten aus der Zeitdistanz betrachtet. Ja, um ganz ehrlich zu sein, ich bezweifle sogar, dass ich die „Hilfe“ des Genossen Iordache ausgeschlagen hätte, auch wenn mir damals bekannt gewesen wäre, dass der Mann als Sexist und Plagiator sogar in den Kreisen der Nomenklatura verschrien war. Es gab in jenen Jahren eben nur eine Priorität: Aussiedlung um jeden Preis. 
Anton Potche

Mittwoch, 1. Februar 2017

Eine durch und durch korrupte Politikerkaste

Die rumänische Regierung hat am späten Abend des 31. Januar mit einer Eilordonanz das Strafgesetzbuch dahingehend geändert, dass viele straffällige Politiker nicht mehr belangt werden können. In der gleichen Sitzung wurde ein Gesetzentwurf bewilligt, der eine Amnestie zum Inhalt hat, die vielen wegen Korruption, Interessenkonflikten und anderen Vergehen eingesperrte Politiker die Freiheit bringen könnte.

Rumäniens Präsident Klaus Johannis hat sich per Facebook an das Volk gewandt und vor einer Gefährdung der Demokratie gewarnt. Obwohl diese Sitzung so spät angesetzt war, strömten in mehreren Großstädten Rumäniens hunderte, in Bukarest tausende Menschen auf die Straßen und protestierten gegen die Maßnahmen der von Sozialdemokraten dominierten Regierung.

Rumänien hat in den zurückliegenden Jahren, nach seinem Eintritt in die EU, in Brüssel anerkannte und nicht selten lobend erwähnte Fortschritte im Kampf gegen die Korruption gemacht. Umso schwerwiegender ist jetzt dieser Rückschlag. Der mitternächtliche Aufruf des Präsidenten an das rumänische Volk lässt keine Zweifel an seiner Sorge ob der Ernsthaftigkeit der Lage aufkommen: „Liebe Rumänen, heute ist ein Trauertag für den Rechtsstaat. Rechtsstaat, der heute einen heftigen Schlag von den Gegnern der Justiz, der Gerechtigkeit und des Kampfes gegen die Korruption bekommen hat. // Die PSD- und ALDE-Regierung hat den Traum und die Bestrebungen von Millionen freien Rumänen, die in einem von Korruption bereinigten Land leben wollen, ignoriert. // Heute hat die PSD- und ALDE-Regierung die Arbeit von zehntausenden aufrichtigen und tapferen Menschen aus der rumänischen Justiz, die in den letzten Jahren bewiesen haben, dass niemand und nichts über dem Gesetz steht, zunichte gemacht. // Die PSD- und ALDE-Regierung hat die Bemühungen Millionen von Rumänen, aus Rumänien ein in Europa respektiertes Land zu machen, zerstört! // Ab heute wird die Schadensgutmachung sehr schwer. // Die Dezemberwahl hat zur Bildung einer Mehrheit geführt, die eine legitime Regierung gebildet hat. Aber das Votum bildet keinen Freibrief für eine Mehrheit, alles tun zu dürfen, vom Erlassen populistischer Maßnahmen, die riskieren, die wirtschaftliche Stabilität der nächsten Jahre infrage zu stellen, bis zum wahrhaftigen Treten der Justiz und des Rechtstaates. //  Im Dezember sind die Menschen mit der Hoffnung für ein besseres Leben zur Wahl gegangen und nicht für eine geschwächte Antikorruptionsgesetzgebung. // Es stellt sich die Frage, wie wir in Zukunft Rumänien sehen wollen, als Land, in dem die Menschen leben wollen, oder das sie verlassen wollen. // Die Herausforderung des Volkes seitens der PSD ist vollkommen. Sie vergisst aber einen essenziellen Faktor. Die Werte, auf denen ein demokratischer Staat aufgebaut ist, ein wahrhafter Rechtsstaat, gehören nicht einer nach den Umständen variierenden Mehrheit oder Minderheit, sondern uns, allen Rumänen. // Ab heute ist es meine Aufgabe, den Rechtsstaat wieder herzustellen. Ich werde alles mir Mögliche unternehmen, um aus Rumänien ein von der Korruption befreites Land zu machen! Ich werde bis zum letzten Tag meines Mandats für diese Sache kämpfen!“

Das ist eine klare Kampfansage an die sozialdemokratische Politikerkaste des Landes, die gerade dabei ist, ihrem seit Jahren gesetzwidrigen Gebaren einen gesellschaftlichen Anstrich zu verpassen. Die Frage ist nur, wie groß der Rückhalt des Präsidenten in der rumänischen Gesellschaft überhaupt noch ist. Auch seine Anerkennungswerte waren in den letzten Monaten im Sinken. Ein Land, in dem man Trink-, Schmier- und Bestechungsgeld in einem Wort zusammenfasst - șpagă - und das seit Jahrhunderten zur DNA eines ganzen Volkes gehört, ist in Sachen Korruption kaum reformierbar, trotz aller bisher erzielten Erfolge.

Die Lage ist umso komplizierter, als in der Regierung nur Marionetten von im Hintergrund mehr oder weniger auffällig agierenden „Baronen“, wie das Volk sie nennt, sitzen. Die nationalliberale Opposition ist selbst von Korruptionsaffären geschwächt und sogar Klaus Johannis scheint wegen alten Häuser- und Grundstücksgeschichten sowie Bereicherungsgerüchten (aus Nachhilfeunterricht) nicht ganz unangreifbar zu sein. Die Zivilgesellschaft zeigt sich in diesen Tagen zwar in den Straßen, eine klare Koordination ihrer Aktionen ist aber nicht zu erkennen.

In Brüssel hatte man schon immer ein besonderes Augenmerk auf die rumänische Justiz. Und das wird nach den momentanen Entwicklungen in der rumänischen Politik wahrscheinlich noch eine Weile so bleiben, denn die neuen Verordnungen sind schlichtweg hanebüchen: Amtsmissbrauch, der zu einem Schaden von bis zu 200.000 Lei (ca. 45.000 Euro) führt, wird nicht mehr als Straftat bewertet; Oberflächlichkeit im Amt wird unabhängig von der Größe des entstandenen Schadens nicht mehr geahndet; usw., usf. (aus EVENIMENTUL ZILEI). Wie auch immer, Rumänien scheint ein „heißer“ Frühling bevorzustehen. Die Baustellen in der EU werden nicht geringer.

Anton Potche

Dienstag, 31. Januar 2017

Januar 2017 – Giarmata in den Medien

Vor Ort
InfoGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt
+ + + Eine neue Homepage hat im vergangenen Herbst das Licht der virtuellen Welt erblickt. Der oder die Gestalter – das Verheimlichen ihrer Identität gehört nun mal zu den so geliebten Unsitten des Internets – haben sich vorgenommen, Aktuelles aus dem Leben der zwei zusammengehörenden Ortschaften Giarmata und Cerneteaz in die Welt zu senden, aber auch die Vergangenheit nicht aus den Augen zu verlieren. Möge ihr Unterfangen viele Interessenten finden. Über den folgenden Link kommt man auf die Homepage. Es gibt auch eine deutsche Internetübersetzung mit den bekannten Sprachholprigkeiten. Ich werde auch aus diesem Internetauftritt kurze Textpassagen zitieren oder darüber berichten. + + +
Casele sociale au fost atribuite – Die Sozialhäuser wurden übergeben (04.01.2017)
Noch vor Silvester konnten 15 sozial schwache Familien in neue Wohnungen mit Reihenhausstatus einziehen. Eine Wohneinheit hat 38 m². In Giarmata gibt es weitere 16 Fälle von bedürftigen Familien. Auch für sie soll in diesem Jahr gesorgt werden.
+ + + Glückwunsch! Das ist ein guter Start ins neue Jahr. + + +
Strand termal la Giarmata – Thermalstrand in Jahrmarkt (04.01.2017)
Foto: InfoGiarmata.ro
So könnte ein Thermalbad in Giarmata aussehen. Man spricht nicht nur davon, sondern glaubt auch dran – in Giarmata.
+ + + Ich kann mer denke, dass ich des bissje Schwemme, wu ich kann, längst verlernt hun, bis merr in dem Thermalbad aah wirklich bade kann. Awwer e Kur forr mei alde Knoche wär vleicht noch drin. Bis dann muss ich halt mi’m Wonnemar in Ingolstadt zufriede sein. + + +
Dacă aprinzi un felinar pentru cineva, acesta va lumina și calea ta – Wenn du für jemand eine Laterne anzündest, wird die auch für dich leuchten (06.01.2017)
Eine Geschichte aus Giarmata, die in der Weihnachtszeit die richtige Verortung hat. Herr Cozan ist 75 Jahre alt, krank und obdachlos. Er lebt in Giarmata in einem verfallenen Haus. Der unbekannte Autor dieses Artikels hat sich zusammen mit anderen Bürgern der Gemeinde seiner angenommen, ihn mit warmen Speisen und Getränken versorgt und bei der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat vorgesprochen, um dem Obdachlosen eine bewohnbare Bleibe zu verschaffen. Das Vorhaben war von Erfolg gekrönt, so dass Herr Cozan jetzt am „ehemaligen Strand“ in einer Unterkunft mit „elektrischem Strom und Wärme“ wohnt. Viele Dorfbewohner haben ihm Nahrungsmittel, Kleider und Schlafsachen vorbeigebracht.
+ + + Der verwahrloste Mann (es gibt auch erschütternde Bilder von ihm) wird in dem Artikel mit dem Satz zitiert: „Ich glaube nicht, dass Gott mich noch hält.“ Dafür haben Menschen, Bürger der Gemeinde Giarmata, ihn gehalten. Hochachtung!“ + + +
Școlile si grădinițele rămân închise la Giarmata si Cerneteaz – Die Schulen und Kindergärten in Giarmata und Cerneteaz bleiben geschlossen (08.01.207)
Wegen den Wintertemperaturen, die bis  -25° C sinken können, wurde der Schulbeginn nach den Winterferien im gesamten Kreis Timiș / Temesch auf Mittwoch, den 11. Januar verschoben.
+ + + Hurra! Do kann merr am Kercheberch Schlieder fahre!“ + + +
Ceneteaz și podul Austriac, istorie bogată într-un sat mic – Zorn und die österreichische Brücke, reiche Geschichte in einem kleinen Dorf  (09.01.2017)
Foto: InfoGiarmata.ro
Die Brücke über die Alte Bega wird eigentlich Brücke des Türken genannt. Alles deutet aber darauf hin, dass sie erst in der Zeit der Habsburger gebaut wurde. Das Bauwerk soll ein Entwurf der Gebrüder Lechner sein.
Die neue Schulleitung
Foto: InfoGiarmata.ro
Școala Giarmata are o nouă conducere – Die Jahrmarkter Schule hat eine neue Leitung (10.01.2017)
Die neue Leitung der Schule, Klassen 1. bis 8., wurde Mirea Darius (Direktor) und Tomita Valentina (stellv. Direktor) übertragen.
+ + + Mögen sie eine gute Hand haben. + + +
,,Satul Batrân“ prima așezare a comunei Giarmata – „Das Alte Dorf“ die erste Niederlassung der Gemeinde Giarmata (11.01.2017)
Neue morfo-geografische Untersuchungen der Lage (rum.: sit) Giarmatas deuten auf die Existenz einer „offenen Siedlung“ in der Römerzeit (2. – 4. Jh. n. Ch.) und im Mittelalter (14. – 15. Jh. n. Chr.) hin. Es gibt in diesem Text noch einige widersprüchlich anmutende Bemerkungen zu einem Römerwall, der einmal auf der Linie Bencecul de Sus / Deutschbentschek – Muran nördlich von Pișchia / Bruckenau verläuft, und dann wieder zwischen Pișchia und Giarmata erkennbar sein soll.
+ + + Do hall ich mich liewer raus. Des is e Gschicht forr Heimatkundler wie de Geier Luzi, de Prof. Speck un de Junginger Franz. Die känne mit dem Artikel bestimmt meh onfange wie ich. Mer fallt zu so etwas net meh in wie vleicht e Liebestragödie zwischen’me stattliche römische Legionär un’re scheener Dakerin. + + +
Arcușul lui Nica din Cerneteaz a cântat bucuria în zile de tristețe si tot arcușul lui Nica a mângâiat durerea – Der Bogen des Nica aus Cerneteaz hat Freude an Tagen der Trauer übermittelt und ebenfalls Nicas Bogen hat unseren Schmerz gelindert (13.01.2017)
Erzählt wird aus dem Leben des Geigenvirtuosen und Kapellmeisters Nica Iancu Iancovici, der am 21. März 1821 in Cerneteaz geboren wurde und nach einer Kindheit voller Entbehrungen bereits als 14-Jähriger in einem Temeswarer „taraf“, Volksmusikorchester, spielte. Weitere Stationen dieses jungen Musikantenlebens waren Ciacova / Tschakowa, Becicherecul Mare / Großbetschkerek und Vârșeț / Verschetz. Seine musikalische Heimat sollte aber Lugoj / Lugosch werden. Hier tauchte er mit seinen 20 Lenzen in das reiche Musikleben der Stadt an der Temesch ein. Und erst hier lernte er im Orchester Seppi Müllers das Notenlesen.1847 gründete er sein eigenes Orchester, in dem neben Rumänen auch „Deutsche, Juden, Ungarn, Serben und Zigeuner spielten und auch die Trompete nach schwäbischer Tradition“ zum Einsatz kam. Nica Iancu Iancovici hat auch viel komponiert. Aus seinen Stücken sollen sich namhafte rumänische Komponisten wie Ion Vidu und Filaret Barbu inspiriert haben. Der berühmte Volksmusikant ist am 25. Januar 1903 verstorben.
+ + + Ob es sich bei dem erwähnten Seppi Müller (1812 – 1876) um den aus Tolnau stammenden Militärkapellmeister und Komponisten des „62. Regimentsmarsches“, Josef Müller, handelt oder gar um den Komponisten der in der Kirche von Cenad / Tschanad aufgefundenen Lieder „Üdvözlégy Mária“ und „Salve mundi Domina“, Müller József,  muss leider Spekulation bleiben. + + +
Giarmata și Chirvaiul de altădată – Jahrmarkt und die Kirchweih von anno dazumal (14.01.2017)
Der Autor erzählt etwas von der Geschichte des Kirchweihfestes im ehemaligen Jahrmarkt und untermalt seinen Text mit vielen Fotos, die zum Teil mit diesem Fest nichts zu tun haben. Er zeigt sich auf jeden Fall tief beeindruckt von „dem Frohsinn und Optimismus, der Disziplin und Organisation wie von dem Charakter“, die von den Fotos ausgehen.
Ștrandul Giarmata în anul 1971 – Das Jahrmarkter Freibad im Jahre 1971 (14.01.2017)
Der Bau dieses Bades geht auf die Initiative von Peter Oberle, Josef Schäfer und Adam Kernleitner zurück, heißt es in dem Artikel. Weiter wird festgehalten, dass der „erste Manager“ Herr Johann Weber war und der „Strand“ bis 1981 von Direktor Mark Chira betreut wurde.
Handbalul o tradiție la Giarmata încă din anii 1950-1960 – Der Handball eine Tradition in Jahrmarkt seit den Jahren 1950 – 1960 (20.01.2017)
Ein kurzer Hinweis auf den Handball in Jahrmarkt, als Deutsche noch die Mehrheit der Bevölkerung stellten – mit zwölf Fotos.
Ziua recoltei la Giarmata 1934 – Erntedankfest in Jahrmarkt 1934 (22.01.2017)
Dieser Beitrag enthält viele Bilder aus dem Bauernleben in Jahrmarkt.
Parada pompierilor civil Giarmata 1940 – Parade der freiwilligen Feuerwehr Jahrmarkt 1940 (23.01.2017)
Acht Fotos der Jahrmarkter Feuerwehr aus dem Jahre 1940 sind zu bewundern.
+ + + Man sollte es mit den Inhalten aller Beiträge nicht allzu genau nehmen. Denn die oder der Bestücker dieser Homepage geht mit der geschichtlichen Wahrheit seiner Beiträge sehr freizügig um. + + +
15 minute din viața comunității de Șvabi, 1970 Giarmata – 15 Minuten aus der Gemeinschaft der Schwaben, 1970 Jahrmarkt (25.01.2017)
Das hier gezeigte Video enthält interessante Bilder von der Dorfweide, der „Hutwad“, wie die Deutschen in Jahrmarkt sie nannten. Auch einen „Motor“ sieht man fahren.
+ + + Leider werden in dem Film Vergangenheit und Gegenwart so vermischt, dass diese bewegten Bilder von einst und jetzt auch in die Irre führen können. Übrigens: Diese Kerweih fand erst 1972 statt. + + +
O zi de vară la Giarmata 1969 – Ein Sommertag in Jahrmarkt 1969 (28.12.2017)
Bilder vom Umfeld des Freibades.
+ + + Diese Fotos wurden erst in den 70er Jahren gemacht. + + +
Școala cu clasele I-VIII Giarmata 2017 – Die Schule mit den Klassen 1-8, Jahrmarkt 2017  (28.12.2017)
Zehn Bilder zeigen, dass die Schule in Schuss ist – zumindest außen. 

Juniorinnen auf Erfolgskurs
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 15.01.2017
Die Handballjuniorinnen der Altersgruppe IV haben ihre Hallenmeisterschaft im Tourniermodus in der Giarmataer Sporthalle fortgesetzt. Die Mädchen aus Giarmata waren auf der ganzen Strecke erfolgreich:
AS Leu Giarmata – Unirea Sânnicolau Mare  13:7 (5:3)
AS Leu Giarmata – AS Cîtu  17:15 (11:8)
+ + + Acht Mannschaften spielen in dieser Meisterschaft. Das war das fünfte Tournier. + + +

Neue Kräfte
SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 16.01.2017
- C4 (Liga III – Serie IV)
CS Millenium Giarmata hat die Winterpause genutzt und seinen Kader erweitert. „Die Mannschaft aus dem Kreis Timiș / Temesch mit der längsten ununterbrochenen Spielzeitserie in dieser Liga“ versucht junge Spieler zu verpflichten. Unterschriftenreif ist aber lediglich ein Weggang: Marius Călin zu CSM Școlar Reșița.

Enteignungskommission konstituiert
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 18.01.2017
Der Kreisrat Timiș hat die Besetzung der Kommission zur „Enteignung der Grundstücke für den Ausbau der Kreisstraße 691 auf vier Spuren" zwischen der Umgehungsstraße Timișoara und der Autobahn A1 bekanntgegeben. Auch Bürgermeister Virgil Bunescu gehört zu dem zehnköpfigen Gremium.

Zwei junge Torhüter
aus TimișPlus.ro, Timişoara / Temeswar; 27.01.2017
Neben Marius Călin hat auch der Torwart Octavian Rusu die Mannschaft von Millenium Giarmata verlassen. Verpflichtet wurden dafür zwei Torhüter: Robert Mikloș im zarten Alter von 17 Jahren und der 20-jährige Eduard Marinca.
+ + + Keine Frage: Răzvan Leucă bleibt sich treu und setzt auf die Jugend. + ++

Heiratsaufgebote im Rathaus von Giarmata im Januar 2017
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt
1.) Cîrjan Lavius-Sebastian, 41 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiş & Ercianu Monica, 37 Jahre alt, aus Buicești, Kreis Mehedinți (11.01.2017)
2.) Magyar Zoltan, 35 Jahre alt, aus Cerneteaz, Kreis Timiş & Pop Mariana, 35 Jahre alt, aus Cerneteaz, Kreis Timiş (18.01.2017)
3.) Reitmaier Emanuel-Iolean, 35 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiş & Szabo Karina Simona, 32 Jahre alt, aus Arad, Kreis Arad (25.01.2017)

Brauchtumsfestival in Giarmata
aus FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; Januar 2017
Das Festival der Weihnachtslieder und Winterbräuche wurde zum sechsten Mal in Giarmata abgehalten. FOAIA de GIARMATA widmet sich exklusiv diesem Ereignis. Das Festival fand schon im Dezember Anklang in einigen Medien im Banat. Daher hier nur ein Satz aus dem Bericht im Giarmataer Gemeindeblatt: „Cu mic cu mare, locuitorii comunei Giarmata şi goştii lor veniţi de departe au făcut ca sala să devină neîncăpătoare. – Mit Klein und Groß haben die Bewohner der Gemeinde Giarmata und ihre von Weitem gekommenen Gäste den Saal zu klein sein lasse.“
+ + + Eine schöne Interferenz (Abweichung von der Norm durch den Einfluss anderer sprachlicher Elemente) liegt in dem hier benutzten Wort „goştii“, eine Anleihe aus dem Deutschen und sehr passend in einem Bericht über Bräuche im immer noch vielsprachigen Banat. + + +