Montag, 14. August 2017

Der ländliche Raum in Bayern während der NS-Zeit

Ich erinnere mich an Landserhefte, die ich in den 1960er Jahren hinter dem Schornstein auf dem Dachboden meines Elternhauses im rumänischen Banat fand. Natürlich war ich an deren Lektüre als 10-Jähriger kaum interessiert. Nur die bemalten Einbände faszinierten mich: Panzer, Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Kriegsszenen mit siegenden deutschen Soldaten. Schließlich sahen wir zu jener Zeit im Dorfkino ja auch Kriegsfilme und konnten natürlich die Landserbilder richtig einordnen – auch wenn die Kriegsfilme, die im Kulturheim gezeigt wurden, eher die Vietnam- und Koreakriege zeigten, natürlich mit den siegreichen kommunistischen Verbänden. Irgendwann sind die Hefte dann verschwunden. Vielleicht hat die Oma sie beim Schüren des Kessels oder des Backofens sinnvoll verwertet. Geblieben ist mir die Erinnerung an jene Zeit. Und die war mir erst kürzlich ziemlich präsent, als ich im Bauerngerätemuseum in Ingolstadt-Hundszell die Ausstellung Volk - Heimat - Dorf – Ideologie und Wirklichkeit im ländlichen Bayern der 1930er und 1940er Jahre besuchte.

Einer der Themenschwerpunkte trug die Überschrift Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus. Ich musste bei der Ansicht der ausgestellten Propagandamaterialien (Zeitschriften und Kriegsspiele) an die Landserhefte meiner Kindheit – lange nach dem Krieg – denken, aber auch an die „Kriege“ die wir in den Dorfgassen mit Holzpistolen und Gewehrattrappen führten. Manchmal kamen auch Pfeil und Bogen zum Einsatz, liefen doch in jener Zeit im selben Dorfkino auch die ersten Karl-May-Filme. Man stelle sich das Chaos in unseren von Abenteuerlust beseelten Herzen und verwirrten Köpfen vor. Vietnamesen, Koreaner, aber auch siegende Rotarmisten und flüchtende Landser (wer hatte da wohl Recht, die Filme oder die Heftebilder?) und dazu heldenhafte Indianer und weiße Banditen. Der Krieg war 20 Jahre vorbei, aber sein ideologischer Bodensatz gärte in Südosteuropa unbeschadet fort – nur eben nicht als nationalsozialistische Ideologie, sondern als kommunistische.

 So wird wohl jeder Besucher dieser Ausstellung seinen Gedanken nachhängen. Auf irgendeine Weise war jeder Teil der Gesellschaft vom Nationalsozialismus berührt, ein Themenschwerpunkt ist mit Durchdringung der Gesellschaft überschrieben. Auch das Leben auf dem Land. Und war der Weiler noch so klein und abgelegen. Die Gesetze und Verordnungen erreichten alle, auch wenn sie nicht immer befolgt wurden. Die Informationstafeln in dieser Ausstellung berichten davon. Es gab zum Beispiel ein Reichserbhofgesetz, das zum Ziel hatte, „eine Überschuldung der Höfe zu verhindern und vom »Kapital des Judentums« unabhängig zu werde.“

Das Themenspektrum dieser Ausstellung ist weit gefächert: Autarkiebestrebungen in der Landwirtschaft, Kleidung in den 1930er und 1940er Jahren, Mangel und Kriegswirtschaft, Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus („Die »erbgesunde«, »arische« Frau sollte möglichst viele Kinder zur Welt bringen und diese ganz im nationalsozialistischen Sinne erziehen."), Arbeit adelt! Der Reichsarbeitsdienst (RAD), Behelfsheime für Ausgebombte, Zurück zur Scholle; Kleinsiedlungen in der NS-Zeit, Das Winterhilfswerk. Auch an das Jüdische Leben auf dem Land haben die Kuratoren gedacht.

Fotos: Anton Potche
Und an die Zwangsarbeit („Allein in Franken arbeiteten etwa 250.000 bis 300.000 überwiegend aus Osteuropa verschleppte Zivilarbeiter und zahlreiche Kriegsgefangene, darunter ein sehr großer Teil in der Landwirtschaft.“). Gerade hier zeigt neben dem vielen Bedrückenden die Ausstellung auch einen Lichtblick, ein Beispiel von erträglicher Kriegsfolge: „Der ukrainische Zwangsarbeiter Peter Diakon hat schon während des Krieges in der Dorfkapelle in Buch am Wald (Landkreis Ansbach) Schlagzeug gespielt. Er ist nach Kriegsende in dem Dorf geblieben und wurde als Schlagzeuger festes Mitglied der Dorfkapelle, die zu allen Anlässen aufspielte – vor allem zur Kirchweih.“

Ich begegnete bei meinem Schlendern durch die Ausstellungsräume vielen Menschen, meistens mittleren Alters und junge Leute. Auch eine ziemlich laute Gruppe schwarz gekleideter und tätowierter Frauen und Männer mit einem schreienden Kleinkind war dabei. Welcher Gesinnung die wohl anhängen, dachte meine Frau laut auf dem Heimweg. Darauf hatte ich keine Antwort. Wer sich so gibt, ist in der Regel stark links oder rechts. (Es gibt zum Glück auch Ausnahmen!) Was ein zu starkes Abtriften an politische und ideologische Ränder bewirken kann, wird den Besuchern dieser Ausstellung vermittelt – falls sie lernwillig sind. So gesehen, haben auch diese „Schwarzen“ ihre Eintrittskarte nicht umsonst gezahlt. Bleibt die Hoffnung, dass die ausgestellten Exponate, Dokumente, die Filme und Animationen auch bei ihnen die richtige Wirkung ausgelöst haben: Betroffenheit und der Wunsch, dass solche Zeiten Geschichte bleiben und in Ländern wie Venezuela, Nordkorea, Türkei und leider vielen anderen bald Geschichte sein werden.

Die Ausstellung kann in der Probststraße 13, 85051 Ingolstadt bis zum 31. Oktober zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Dienstag bis Freitag 9 – 12 Uhr, Sonn- und Feiertage 14 – 17 Uhr; Besuche außerhalb der regulären Öffnungszeiten und Führungen auf Anfrage; Tel. 0841 / 305-1885(-1886); www.ingolstadt.de/bauerngeraetemuseum .
Anton Potche


Montag, 7. August 2017

Bösewichte hatten im Banat und in Siebenbürgen keinen leichten Stand

„Der seichteste Hohn journalistischer Weltweisheit gilt der Enthüllung, daß der Kulissenzauber eigentlich ein fauler Zauber sei, daß die Heroen der Bretter bei Tageslicht menschlicher aussehen, daß nicht alles Gold ist was glänzt, daß der Schein trügt und ehrlich am längsten währt. Literaten, die mehr aus Neigung als aus Begabung Satiriker sind, pflegen sich das Theatergetriebe, die Eitelkeit des Bühnenglücks, den Schauspielerkultus, den von Claque und Gärtner besorgten Ruhm als Spottrevier zu wählen. Ist die humoristische Wirkung als das Lustgefühl zu definieren, das durch die Aufdeckung eines Kontrastes ausgelöst wird, so wird es naturgemäß auf einem Gebiete, wo schon der Hervorruf eines toten Helden eine Welt von Kontrasten eröffnet, schwer sein, keine Satire zu schreiben. Der Geschmackvolle wählt das Schwerere. Flachköpfe, auf deren Antlitz Temperamentmangel kaum eine Hohnfalte erzeugen kann, haben von jeher ihrer Ernüchterungstendenz keinen bessern Spielraum gewußt als die Bretter, die, wie sie sagen würden, nicht die Welt, sondern die Halbwelt bedeuten. Das Theater ist die satirische Gehschule, in der sie mit schüchternen Gänsefüßchen die ersten Schritte wagen. Aber wahrlich, mir ist der Bauer, der dem Franz Moor von Temesvar nach der Vorstellung aufgelauert hat, mir ist der Mann, der kürzlich in Berlin dem alten Miller beim Hinauswurf des Präsidenten »Bravo! So ist’s recht!« zurief, und jener andere, der irgendwo anders dem Wachtmeister im »Zapfenstreich«, da er auf die Tochter losdrücken will, ein angstvolles »Thu’s nit!« entgegenschrie, mir ist sogar der Lebegreis, der einmal in »Ös Budavár« bei der Schaustellung der sich entkleidenden Pariserin dem im spannungsvollsten Moment sinkenden Vorhang mit ausgestreckten Armen wehren wollte, sympathischer als die kühlen Beobachter, welche die Schminke abkratzen, die Kränze zerpflücken und den Applaus auf seine Bestandteile von Begeisterung und Bezahlung analysieren …“

Da war einer nicht gut auf die Theaterkritiker zu sprechen. Und das war kein Geringerer als Karl Kraus (1874 - 1936) höchst persönlich. Seinem Unmut ließ er in der FACKEL Nr. 164 freien Lauf. Es ist allerdings schon ein Weilchen her. Im Juni 1904 war das gewesen. Dass Kraus in dieser Schmähschrift auch eine Anspielung auf eine Anekdote zu Schillers Die Räuber macht, dürfte heute niemand mehr wundern, wo man doch weiß, dass dieses Stück schon immer gut für Geschichten rund ums Theater war. Auch lange nach Karl Kraus. Und das sogar in der Gegend um Temeswar, wo jener Bauer sich anscheinend so richtig über Franz Moor geärgert hatte. Zu Recht, war der Franz doch ein echter Schurke.

Die emotionale Anteilnahme an dem Geschehen auf der Bühne hielt im Banat bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts an, als auch das Deutsche Staatstheater Temeswar mit Schillers Die Räuber die Dorfbühnen bespielte. Stefan Heinz-Kehrer (1913 - 2009) konnte aus der Neuzeit des deutschen Theaters im Banat schon immer viele Anekdoten erzählen. In seiner Autobiographie Im Zangengriff der Zeiten fasst er das schon von Karl Kraus erwähnte Phänomen so zusammen: „Irgendwo steht zu lesen, dass die Schiller’schen Dramen im allgemeinen und unter ihnen die Werke seiner Jugend im besonderen auf ein einfaches und unverbildetes Publikum heftig und mitreißend einwirken. Von der Richtigkeit dieser Behauptung konnten wir uns oft überzeugen.“

Der von Kraus erwähnte Bauer, muss sich über Franz Moor allerdings schon vor der vorletzten Jahrhundertwende geärgert haben, denn das deutsche Theater in Temeswar stellte bereits am 27. März 1899 mit Raimunds Verschwender seinen Betrieb ein. Und das für sage und schreibe 54 Jahre. Wie auch immer, die Banater Schwaben und auch die Siebenbürger Sachsen hatten ihre Herzen stets auf dem rechten Fleck, zumindest wenn sie ins Theater gingen. Und der Bösewicht Franz Moor hatte dabei keinen leichten Stand, weder im Banat noch in Siebenbürgen, wie man bei Karl Kraus und Stefan Heinz-Kehrer nachlesen kann. In Maldorf / Siebenbürgen rief einer im Saal „Bravo!“, als Amalia dem aufdringlichen Franz Moor eine schallende Ohrfeige verabreichte. Heinz-Kehrer hält dazu fest: „Niemand lachte über den selbstvergessenen Rufer! Er hatte allen aus dem Herzen gesprochen.“ (DONAUSCHWABEN KALENDER, 1996).
Anton Potche

Montag, 31. Juli 2017

Juli 2017 – Giarmata in den Medien

Erschließung des Autobahnzubringers zur A1
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 10.07.2017
Die Pläne zur Erweiterung der Kreisstraße 691 auf vier Spuren liegen bei der  Umweltschutzbehörde (Agenţia pentru Protecţia Mediului Timiş - APM) zur Einsicht für die Bürger bereit. Auch Giarmataer Grund und Boden ist von dieser Baumaßnahme betroffen. Innerhalb von fünf Tagen können die Bürger ihre „Kommentare / Stellungnahmen“ beim Sitz der Behörde in Timișoara, B-dul Liviu Rebreanu Nr. 18 – 18A abgeben.
+ + + Je kürzer die Frist, je kleiner der Ärger mit aufmüpfigen Bürgern. + + +

CS Millenium Giarmata auf der Suche nach einem neuen Namen
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 17.07.2017
 C4 (Liga III – Serie IV)
Fußballdrittligist CS Millenium Giarmata hat die Vorbereitungen für die Saison 2017/18 aufgenommen. Beim ersten Training musste Coach Răzvan Leucă auf einige Leistungsträger verzichten, die den Klub verlassen haben: Casian Maghici (nach Chişineu-Criş), Eduard Soare (ACS Dumbrăviţa), Andrei Ciobănică (CS Timișul Şag) und Robert Artimon hat es nach Frankreich verschlagen. Neue Spieler sind noch nicht zum Verein gestoßen. Spieler, die bisher Interesse gezeigt haben, kommen alle aus unteren Ligen. Man spricht auch davon, dass die Mannschaft in der nächsten Spielzeit unter einem neuen Namen firmieren wird: ACS FC Giarmata.
+ + + Unabhängig vom Namen wird es für die Giarmataer bestimmt nicht einfacher in der folgenden Saison. Dafür sprechen die anscheinend sehr bescheidenen Transfermittel. Vielleicht engagiert sich ja mal einer (oder auch mehrere) der ausländischen Firmen in Giarmata. + + +

Grün für das Fahrrad
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 18.07.2017
Grün für das Fahrrad ist eine Fahrradtour, die heuer zum dritten Mal für Mountenbike- und Cross-Country-Fahrer organisiert wird. Die Route ist 75 km lang, beginnt und endet in Temeswar und führt auch durch Giarmata.

Unterstützung der Sportvereine
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 20.07.2017
Für den 24. Juli wird eine Gemeinderatssitzung einberufen, um vier Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. In allen vier Fällen geht es um die Genehmigung von Unterstützungsfonds für die ortsansässigen Sportvereine CS Millenium Giarmata, ACS Leu Giarmata, CS Unirea Cerneteaz und ASS Giarmata.

Schutzimpfung gegen Masern
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 24.07.2017
In einem Flyer werden alle Mütter mit Kleinkindern aufgerufen, ihre Schutzempfohlenen gegen Masern impfen zu lassen.
+ + + Es gab schon Todesfälle – auch im Kreis Timiș / Temesch. Aber auch Diskussionen über den landesweiten Mangel an Impfstoff. + + +

Unfall bei Giarmata
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 25.07.2017
- Ein 25-Jähriger hat nach dem Verlassen der Autobahn bei Giarmata einen schweren Unfall verursacht, als er bei hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn geriet. Auch seine 26 Jahre alte Beifahrerin wurde schwer verletzt.
+ + + Vom Autobahnmodus in den Landstraßen- oder gar Stadtmodus umzuschalten, ist nicht jedermanns Sache. Das erlebt man immer wieder im Straßenverkehr kurz nach einer Autobahnanschlussstelle. + + +
- Etwas mehr Glück hatte eine 24-Jährige, die auf der Landstraße in Richtung Giarmata unterwegs war und auf Höhe der Firma Hellas durch ein schlechtes Überholmanöver mit einm entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte. Beide in den Unfall verwickelte Personen wurden nur leicht verletzt.

Gemeinderatssitzung am 31. Juli
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 26.07.2017
Diesmal soll der Gemeinderat in 14 Tagesordnungspunkten über Immobilienprobleme, die Vergabe von 16 Sozialwohnungen und (erneut) die finanzielle Förderung der Sportvereine diskutieren und entscheiden.
+ + + Das mit den Sportler/innen scheint beim ersten Mal nicht hingehauen zu haben. + + +

Inflagranti erwischt
aus InfoGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 28.07.2017
In den letzten drei Monaten haben zwei Männer aus einem Temeswarer Einkaufszentrum Zigaretten im Wert von einer Milliarde Lei (alt) gestohlen. Jetzt wurden sie in der Tiefgarage beim Einpacken einer neuen Ladung erwischt. Einer der Männer kommt aus Giarmata.
+ + + Wie viel mag 1 Milliarde Lei (alt) wohl sein? Bei der letzten Geldreform wurden einige Nullen gestrichen. Das weiß ich noch. Aber wie viele? + + +
Kulturheim in Giarmata
Foto: SportTim.ro

Fußballfuntionäre tagen in Giarmata
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 30.07.2017
Die Fußballvereinigung des Kreises Temesch (Asociaţia Judeţeană de Fotbal Timiş) hat 123 Mitglieder. 70 Vertreter dieser 123 Vereine waren ins Kulturheim Giarmata zur Jahreshauptversammlung gekommen. Seit 35 Jahren ist Dănuţ Laţa der Vorsitzende dieser Fußballorganisation. Er will es noch bis Februar 2018 bleiben, wenn sein Mandat ausläuft.
+ + + Wenn mich nicht alles täuscht, hat Dănuţ Laţa in den 1970er Jahren bei UMT gespielt. Da müsste man mal bei den zwei Jahrmarkter UMT-Fußballern (damals C- und B-Liga) Nicki Loris und Mathias Loris (beide nicht miteinander verwandt oder verschwägert – auch nicht mit dem Sänger der Egerländer Musikanten, Nick Loris, oder dem Kapellmeister a. D. Mathias Loris) nachfragen.  – Forr die jingre Altjohrmarker kann merr des Kuddlmuddl mit dee Johrmarker Lorise (die vier sin nateerlich e verschwindend kloone Minderheit vun de Lorise in Johrmark) e bissje dorchsichtich mache: de Fotballist Nicki Loris war in Johrmark de Berns Nicki (der wu bei de Stumpiche Akkordeon gspillt hot), sei Mannschaftskumrad bei de UMT, de Mathias Loris, war in Johrmark de Schwowe Matz (der wu bei de Spitziche Fliglhorn geblos hot), de Nick Loris vun de Egerländer, war in Johrmark de Turmanns Nicki (der wu aah bei de Spitziche Fliglhorn geblos hot) un de Mathias Loris, wu jetz noch vun do owwe iwrich geblieb is, war in Johrmark de Metzje Matz (der wu in vierter Generation de Kapellemaaster vun de Spitziche war). Die vier do hun nateerlich all im Kulturheim, wu jetz die Fotballistefunktionäre ehre Sitzung abghall hun, als junge Buwe un Männer Musik gemach. Alles klor? Oonfacher geht’s bei dee ville Lorise aus Johrmark halt net + + +

Heiratsaufgebote im Rathaus von Giarmata im Juli 2017
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt
1.) Prescorneac Sergiu Ilie, 29 Jahre alt, aus Moldovița, Kreis Suceava Bornea Daniela -Petronela, 22 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș (12.07.2017)
2.) Radu Lucian-Ionuț, 35 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș Petruca Melania-Veronica , 33 Jahre alt, aus Oradia, Kreis Bihor (18.07.2017)
3.) Sârbu Ioan-Adrian, 29 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș Micu Laura-Iuliana, 28 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș (19.07.2017)
4.) Bercea Georgică-Valeriu , 45 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș Ieftici Ivanca-Delia, 35 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș (19.07.2017)
5.) Gligor Dan-Unleserlich , 26 Jahre alt, aus Giarmata, Kreis Timiș Ban Lidia-Estera, 22 Jahre alt, aus Hunedoara, Kreis Hunedoara (25.07.2017)

Die Trophäe Die Trachtentruhe 2017 geht nach Giarmata
aus FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; Juli 2017
Im Capitol-Saal der Temeswarer Philharmonie wurden die Preise des heurigen Wettbewerbs Die Trachtentruhe (Lada cu zestre) verliehen. „Giarmata nahm an diesem Wettbewerb mit den besten Tänzern und Volksmusikinterpreten teil, mit den schönsten Kostümen und den besten Interpreten im banater Dialekt, hatte aber auch eine Ausstellung mit alten Büchern, Fotografien und Glasmalerei. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Präsentation kulinarischer Präparate aus dem Banat gelegt“, schreibt Gigi Miron in einem ausführlichen Artikel. Die Kindertanzgruppe wurde von Veronica Kretten geleitet und mit den schon bekannten Sânzene Bănățene (Banater Elfen) hat Maria Petchescu gearbeitet. Die Giarmataer Laienformationen sind im Verein Pro Datina (Pro Brauchtum) zusammengefasst. Der Verein wird von Felician Ciolea und Ciprian Pop geleitet und widmet sich der Brauchtumspflege. Kulturheimdirektor Rusalin Hoarcă weist darauf hin, dass ohne Finanzmittel auch in der Pflege der Volksbräuche keine Erfolge zu erwarten sind: „Immer hat das Rathaus uns unterstützt und die Liste mit den Ausgaben genehmigt. So konnten wir uns ein Orchester, Solisten und Ausbilder leisten.“ Besonders viel Lob gibt es in dem Beitrag auch für Bürgermeister Virgil Bunescu, der diese Kulturaktivitäten seit Jahren unterstützt. Im August werden die schönen Elfen von Giarmata zu einem Festival nach Griechenland reisen. 
+ + + Vleicht kännt merr die Tanzgrupp mit ehrem Taraf mol uf e HOG-Treffe inlade. Rumänischi Rugă in Rastatt! Des wär doch was! + + +

Donnerstag, 27. Juli 2017

Seppi und Peppi unterhalten sich über den Modal Split in Ingolstadt

Seppi und Peppi in ihrem Bahnhofscafé. Die Sonne lugt nach zwei Regentagen hinter einer Wolke hervor.

- Wo kommst denn du jetzt her?
- Du kannst dich heute auf niemand mehr verlassen.
- Könntest du vielleicht etwas konkreter werden?
- Nicht einmal auf den Stadtrat. Zumindest den in Ingolstadt.
- Wieso das?
- Jeder Mensch weiß, dass eine Stadtratssitzung bei uns mindestens acht Stunden dauert. Das wäre von 15 bis 23 Uhr. Da müssen alle Fußballspiele ausgespielt sein, wenn die heimgehen aus ihrer Sitzung.
- Wenn’s keine Verlängerungen gibt. Aber wenn dir das zu lange ist, musst du doch nicht hingehen. Oder du kannst auch früher weggehen. Warst du heute gar nicht dort? Das kann ich mir von dir, einem politisch interessierter Vorzeigebürger, nur schwer vorstellen.
- Freilich war ich dort. Und das entsprechend vorbereitet.
- Wie?, wenn ich fragen darf.
- Mit Brotzeit und einer Flasche Wasser. Meine Frau hat mir zwei belegte Brötchen eingepackt. Und einen Apfel. Und noch eine Banane. Die Stadträte hatten 54 Tagesordnungspunkte zu bewältigen.
- Oh, da wird es heute wohl Mitternacht oder gar frühe Morgenstunde?
- Davon bin ich ausgegangen. Stadtgeschichte schreiben! Die längste Stadtratssitzung! Und ich war dabei! Davon kannst du noch deinen Urenkeln erzählen.
- Warum bist du dann jetzt schon hier?
- Ja weil die um halb acht fertig waren. Hätten sie nicht um 18 Uhr Brotzeit gemacht, wären sie noch früher fertig gewesen.
- Man kann doch auch schnell diskutieren.
- Oder durchwinken.
- Immerhin. Vier Stunden. Da müssen sie doch über etwas geredet haben.
- Schon. Über den Modal Split in Ingolstadt.
- Was? Jetzt schon. Es ist doch noch Hochsommer.
- Ich glaub, du hast mich nicht recht verstanden.
- Wieso nicht? Split ist Split. Aber für den Winter, nicht für den Sommer.
- Okay. Lassen wir das. Bestell lieber etwas. Ich hab noch ein Brötchen dabei. Willst du die Hälfte? Darauf können wir uns einen genehmigen.
- Bedienung. Bitte zwei Klare.

Tief „Alfred“ macht’s möglich, dass auch im Juli ein Schnaps gut tut. 

Montag, 24. Juli 2017

Ein Spätberufener hat ein beeindruckendes Œvre vorzuweisen

Martha; Profesor Hübner; N-ai de gând, domnule, să laşi garda jos? (Gedenkst du nicht, dich endlich wehrhaft zu zeigen?); Nu-l blamaţi pe ambiţios! (Blamiert nicht den Ambitionierten!) und Cu hora nainte (Mit der Hora vorwärts).

Das sind die Titel von fünf Romanen, die ein Autor bisher geschrieben hat, obwohl er erst mit 68 Jahren debütierte. Ştefan Ehling heißt der pensionierte Rumänischlehrer. Seinen ersten Roman, Martha, veröffentlichte er im Jahre 2008 im Temeswarer Verlag Marineasa. Und der bekam gleich den Debütpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes (USR). Auch sein zweites Buch wurde drei Jahre später für den Literaturpreis der Zeitschrift OBSERVATOR CULTURAL nominiert.

Martha wurde in der Novemberausgabe 2008 der Temeswarer Literaturzeitschrift ORIZONT ausführlich von Veronica-Alina Constănceanu besprochen. Die Rezensentin spricht von einem „massiven Roman, der nur der erste aus einem wahrhaften Epos, das die Geschichte der Banater Schwaben wiedergeben soll, ist“. Der Roman handelt von der Deportation in die sowjetischen Arbeitslager am Donbas und der Autor hat seine eigene Familiengeschichte literarisch verarbeitet, sind doch sowohl sein Vater als auch seine Schwester im Arbeitslager gestorben.

Die Handlung des Romans ist auf einer Liebesgeschichte aufgebaut. „Die Liebe zwischen Martha Gröber, die Tochter des Direktors vom Deutschen Lyzeum in Temeswar, und Hansi Jung, der Sohn eines wohlhabenden Schwaben aus Jahrmarkt (Giarmata), bilden den Kern, um den sich alle in diesem Buch geschilderten Ereignisse drehen.“ Der bekannte Literaturkritiker Cornel Ungureanu schreibt im Vorwort von einer „Love Story in einem russischen Lager“. Veronica-Alina Constănceanu schlussfolgert: „Das Buch Ştefan Ehlings hat das Verdienst, die Leiden der Banater Schwaben zu schildern, aber im Grunde ist ihre Geschichte auch unsere.“

In der Zeitschrift ORIZONT wird in der Novemberausgabe 2010 auch sein zweiter Roman, Profesor Hübner, in einer Rezensionsfolge mehrerer rumänischer Neuerscheinungen besprochen. Hier erfahren wir, dass Ştefan Ehling am 4. November 1940 in Mănăştur im Kreis Arad geboren wurde und an der Universität Temeswar Philologie studiert hat.

Es handelt sich bei diesem Buch, Profesor Hübner, das eigentlich Teil einer Trilogie ist, eindeutig um Erinnerungsliteratur, ohne dass es „in Gänze die Eigenschaften der Memoirenbände aufweist“, schreibt Rezensent Alexandru Ruja und unterlegt seine These mit einem ausführlichen Zitat aus dem Roman: „Der Gedanke, meine Memoiren zu schreiben, begann mich nach dem Tode Lenis zu beschäftigen, meine zweite Frau und die Mutter von Stefan und Robert, unsere Söhne. Fünfunddreißig Jahre habe ich glücklich (könnte ich sagen) im Kreise der Familie, die ich in der österreichischen Stadt Graz nach meiner Ausreise aus Rumänien gegründet habe, gelebt. Als Banater Schwabe aus Jahrmarkt (Giarmata), ein großes und reiches Dorf aus der Nähe von Temeswar, wurde ich im Januar 1945 in die Sowjetunion zur «Wiederaufbauarbeit» deportiert. Nach vier Jahren Deportation, konnten wir, die die Knechtschaft, im Jargon der Zeit «das große Freundesland aus dem Osten» genannt, überlebt haben, nach Rumänien zurückkehren. Und dann hat Onkel Stefan, seit mehr als einem viertel Jahrhundert in Graz zu Hause, es geschafft, Vater zu überzeugen, meiner endgültigen Ausreise nach Österreich zuzustimmen.“ 

Natürlich wurde ein 1940 geborener Junge nicht 1945 deportiert. (Die jüngsten deportierten Jungen waren die 17-Jährigen.) Der Memoirenton des Romans gliedert sich aber anstandslos in ein in Rumänien noch immer sehr beliebtes Literaturgenre ein: die Erinnerungsliteratur (literatura de jurnal), die besonders nach dem Sturz des Kommunismus einen Höhenflug erlebte. Gute Literatur war schon immer auch gut getarnte Fiktion. Und das scheint auch Ştefan Ehling stellenweise hervorragend gelungen zu sein, denn anders würden die Rezensenten nicht so ausdrücklich auf den autobiographischen Charakter seiner Romane hinweisen. Plot und Gestalten sind Fiktion, aber die Botschaft, die sie transportieren, entstammen dem Wesen des Autors, seiner Kindheit und Jugend und späteren Lebenserfahrungen im kommunistischen und postkommunistischen Rumänien

Im März 2011 nimmt sich Eugen Bunaru in ORIZONT ausführlicher des Romans Profesor Hübner (Verlag Marineasa) an. Hier erfährt man, dass dieses Buch, 407 Seiten, zeitlich eigentlich vor Martha angesiedelt ist. Der Ich-Erzähler heißt Hansi Jung, ein Musiker mit ehemaliger Aktivität im Grazer Symphonieorchester. Seine Kindheit und Jugend verbringt er in Jahrmarkt (Giarmata) und Temeswar. Der Rezensent scheut selbst Vergleiche mit Thomas Mann und Robert Musil nicht, wenn er von Ştefan Ehlings Schreibweise spricht. Man habe es hier mit einem Roman der Multikulturalität, aber auch mit einem Antikriegsbuch zu tun. Auch als „sehr guter Porträtist“ gäbe der Autor sich zu erkennen. Eugen Bunaru schlussfolgert, dass dieser Roman „eine Meditation über Geschichte und die Verheerungen des Krieges sind, eine mögliche Mahnung gegen das Vergessen.“

Im Jahre 2012 ist dann der dritte Band dieser Romantrilogie bei ArtPress erschienen: N-ai de gând, domnule, să laşi garda jos? (Gedenkst du nicht, dich endlich wehrhaft zu zeigen?). Lucia Jucu-Atanasiu hat das Buch im Mai 2013 in der Zeitschrift ORIZONT besprochen. Die Autorin betont den autobiographischen Charakter des Romans und zählt die Ştefan Ehling nahestehenden Personen auf, deren Schicksale die Handlungsstränge des Romans beeinflusst haben. Wortwörtlich schreibt sie: „Zu den Unglücklichen, die auf sowjetischem Boden verstorben sind, gehörten auch Mitglieder der Familie Ehling: der Vater des Autors, Johann Ehling, gestorben im Donbas im Jahre 1947, seine Schwester Anna, Onkel Anton, Tante Barbara und Vetter Nikolaus. Dazu kommt der an der Front gefallene Bruder des Schriftstellers. Das Leben des Autors steht unter dem Zeichen dieses tragischen Ereignisses im Leben der Deutschen aus dem Banat und sein literarisches Werk ist die Erfüllung einer familiären Pflicht des Siebzigers von heute.“

In diesem dritten Band kehrt der in Graz lebende Hansi Jung (eindeutig das Alter Ego des Autors) nach Jahrmarkt zurück. Man schreibt das Jahr 1978 und Jungs Vater ist in seinem Heimatdorf  im Alter von 86 Jahren verstorben. Das sind jene Augenblicke der Rückbesinnung, ohne die wohl kein Mensch auskommt. Auch Lucia Jucu-Atanasiu zeigt sich beeindruckt, denn sie zitiert umfangreich aus Jungs Seelenleben und erwähnt den „lyrischen“ Ton dieser Textstelle: „Seit ich in Österreich in einer schönen und reichen Stadt wohne, erlebte ich das in der Literatur als Entwurzelung apostrophierte Gefühl nicht. Manchmal aber denke ich an mein Dorf, an die Menschen, die ich in der Kindheit und Jugendzeit kannte, und dann strömt mir eine schmerzhafte Woge wie ein elektrischer Strom durch Gehirn und Herz. Besonders seit Leni gestorben ist, bewegt mich das Gefühl der Einsamkeit, das mich immer öfter heimsucht, dazu, in Gedanken bei den Lieben zu weilen, die es nicht mehr gibt, und an den Orten, die mir mit einer goldenen Aura in der Erinnerung erhalten geblieben sind.“ Als Fazit hält die Rezensentin fest: „Historischer Roman, Gesellschaftsroman, Familienroman, Liebesroman - Gedenkst du nicht, dich endlich wehrhaft zu zeigen? verdient es, von einem breiteren Publikum gelesen zu werden.“

Ştefan Ehling hat so manchen Literaturkritiker in Rumänien beeindruckt. Marian Odangiu sieht den pensionierten deutschen Rumänischlehrer in einer Reihe mit Mikkel Birkegaard, Alasdair Gray, Paulo Coelho, Orhan Pamuk, Ioan Petru Culianu, Constantin Ţoiu oder Marin Preda (ORIZONT, 2/2015) und Simona-Grazia Dima schrieb schon nach dem Erscheinen seines ersten Romans in ROMÂNIA LITERARĂ, 37/2008 von einer „Zivilisationslektion mit überlegener Moral, die, glauben wir, das größte Verdienst dieses Dokumentars darstellt.“ 

Und warum spielt gerade Jahrmarkt (Giarmata) als Heimat des Ich-Erzälers Hansi Jung eine Rolle in dieser Romantrilogie? Auf diese Frage habe ich leider keine Antwort gefunden - weder in Franz Jungingers Ortssippenbuch der katholischen Pfarrgemeinde Jahrmarkt / Banat (obwohl der Name Ehling einmal vorkommt) noch in Luzian Geiers Deportationslisten in dem Jahrmarkter Heimatblatt Deportation 1945. Diese Frage kann der Autor nur selber beantworten. In der in Reschitza erscheinenden Zeitschrift împreună, miteinander, együttesen (Nr. 32 / November 2010) kommt der Autor zwar sehr ausführlich zu Wort, seine Beziehung zu Jahrmarkt (falls es überhaupt eine gibt) bleibt aber im Dunkeln.

Ștefan Ehling
Fotoquelle: USR, filiala Timișoara
In einer Kurzvita des Rumänischen Schriftstellerverbandes heißt es, dass Ştefan Ehling nach dem Besuch der Grundschule „im Heimatort“ – ob damit allerdings Mănăștur oder Grabatz, wie es in anderen Quellen heißt, gemeint ist, wird nicht präzisiert – von 1952 bis 1959 die Pädagogische Schule (Școala pedagogică din Timișoara) besucht hat und auf der Philologiefakultät der Universität Temeswar die Studienfächer Deutsch und Rumänisch belegt hat (1959 – 1964). Danach war er Rumänischlehrer in Grabatz (nach anderen Quellen hat er auch Deutsch unterrichtet) und anschließend von 1968 bis 2006 unterrichtete er an mehreren Schulen in Drobeta Turnu-Severin. In den Jahren 1968 und 1969 sowie von 1990 bis 1994 war er auch Schulinspektor. Ştefan Ehling ist Mitglied des Rumänischen  Schriftstellerverbandes (USR). Seine Frau Maria Ecaterina Ehling unterrichtet die Fächer Rumänisch und Französisch. 

Als ehemalige Jahrmarkter dürfen wir auf jeden Fall stolz sein, im wohl umfangreichsten belletristischen Werk in rumänischer Sprache, das sich ausführlich mit der Deportation der Banater Schwaben in sowjetische Arbeitslager befasst, als Kulisse eine nicht unwesentliche Rolle spielen zu dürfen. Und sollte sich eines Tages herausstellen, dass Ştefan Ehlings Wurzeln doch auch nach Jahrmarkt führen, dann hätten wir neben Adam Müller-Guttenbrunn schon den zweiten bedeutenden Romancier, dessen Abstammungsgemälde auch einen Jahrmarkter Farbtupfer trägt. Nebenbei könnte so langsam aus dem Musikantendorf auch noch ein Literatendorf werden. Zu spät ist es eigentlich nie - solange sich noch ein Altjahrmarkter zu seiner Abstammung bekennt.
Anton Potche